Neue Studie: Geschäftsreisen künftig wichtiger denn je

| Tourismus Tourismus

Noch vor 24 Monaten waren Geschäftsreisen ein fester Bestandteil von Unternehmen und Führungskräften. Während der Lockdowns haben Unternehmen die direkten Auswirkungen von fehlenden Reisen oder persönlichen Meetings auf ihre Geschäftsfunktionen und -abläufe gespürt. In einer neuen Studie von VistaJet in Zusammenarbeit mit WSJ Intelligence werden diese Auswirkungen nun genauer beleuchtet.

Für die Studie The Future of Business Travel wurden über 200 Führungskräfte von Unternehmen in den USA, EMEA und APAC über die wesentliche Rolle und den Wert von Reisen in ihrem Berufsleben befragt.

Während der Pandemie war die Reisetätigkeit für 90 Prozent der befragten Unternehmen eingeschränkt, und fast alle (97 Prozent) berichteten von negativen Auswirkungen auf ihr Unternehmen, die direkt mit diesen Einschränkungen zusammenhängen. Fast ein Viertel (24 Prozent) gab an, dass es in allen acht gemessenen Bereichen zu massiven oder erheblichen Beeinträchtigungen kam, und 87% sprachen von massiven oder erheblichen Beeinträchtigungen in mindestens einem Bereich. Mehr als ein Drittel (37 Prozent) sagte, dass die internationale Geschäftsentwicklung und Produkteinführungen aufgrund von fehlender Präsenz vor Ort beeinträchtigt wurden.

Mit den Lockerungen der Beschränkungen steigt die Vorfreude auf Geschäftsreisen. 81 Prozent der Befragten sagen, dass Geschäftsreisen für den Erfolg wichtiger denn je sein werden. Von den Befragten, die acht oder mehr Privatjetflüge pro Jahr unternehmen, planen 60 Prozent eine deutliche Steigerung der persönlichen Meetings.

VistaJet hat seit Beginn der Krise einen Anstieg in der Höhe von 49 Prozent des Interesses von Unternehmen auf der ganzen Welt verzeichnet. Das zeigt, dass Privatjetflüge weiterhin eine wichtige Unterstützung für Geschäftsreisen sind. Die Vorteile von Privatflügen für Geschäftsreisen werden von den Befragten wie folgt genannt: an erster Stelle steht Flexibilität, gefolgt von Effizienz, Sicherheit und Privatsphäre. Die beiden wichtigsten Prioritäten für Reisen sind der Besuch von Partnern und Kunden sowie die Teilnahme an Branchenveranstaltungen mit jeweils 34 Prozent. Die Pflege von bestehenden Kundenbeziehungen sowie der Aufbau von neuen sind ebenfalls wichtige Faktoren.

Die Rückkehr zu Geschäftsreisen hängt größtenteils von Vorschriften ab – 46 Prozent der Befragten warten auf die Wiederöffnung von Reisezielen; 42 Prozent wünschen sich aktualisierte COVID-19-Daten und -Regeln für Reiseziele; 36 Prozent suchen Unterstützung für den Fall, dass sich die COVID-19-Vorschriften während einer Reise ändern; und ebenso viele erwarten eine Lockerung der Reiserichtlinien des eigenen Unternehmens.

Ian Moore, Chief Commercial Officer, VistaJet sagte: „Die COVID-19-Pandemie hat die Welt auf den Kopf gestellt, auch das Reisen. Sie hat auch gezeigt, dass einige Geschäftsreisen wirklich unentbehrlich sind und der Verzicht auf persönliche Treffen für die Unternehmen mit echten Kosten verbunden ist. Außerdem ist es schwierig, Situationen und Stimmungen im virtuellen Raum richtig zu erfassen, wenn sich jeder in einzelnen Fenstern auf dem Bildschirm befindet — es kann zu Missverständnissen kommen, besonders über Kulturen hinweg, und diese können wiederum zu kostspieligen Fehlern werden.“


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Ein Ehepaar verpasst wegen eines verspäteten Zugs seinen Flug. Nach einem Urteil steht fest: Es bleibt auf den Kosten für den Ersatzflug sitzen. Wieso entschied das Gericht so?

Airbnb führt in zehn europäischen Ländern einen sogenannten „Wetterschutz“ ein. Die Versicherung greift, wenn der Niederschlag am Standort der Unterkunft eine festgelegte Schwelle erreicht oder überschreitet.

Für den Wettbewerb „NaturMomente“ von Airbnb und dem Deutschen Tourismusverband sind 521 gültige Bewerbungen eingegangen, mehr als die Hälfte davon aus Ostdeutschland. Insgesamt steht eine Million Euro zur Unterstützung ländlicher Tourismusprojekte bereit.

Ryanair will ab April 2027 alle Bremen-Flüge einstellen und im Winter 2026 sein Sitzplatzangebot in Berlin halbieren. Insgesamt kündigt die Fluggesellschaft für Deutschland 700.000 Sitzplätze weniger als im Vorjahreswinter an.

Tagesgäste trugen 2025 einer dwif-Studie zufolge rund 2,72 Milliarden Euro und damit etwa die Hälfte zum touristischen Bruttoumsatz in Brandenburg bei. Insgesamt erzielte die Tourismus- und Freizeitwirtschaft des Landes 5,46 Milliarden Euro.

Soziale Medien beeinflussen die Reiseplanung der Deutschen zunehmend. Gleichzeitig posten sie seltener beschönigende Beiträge und verzichten im Urlaub häufiger vollständig auf soziale Netzwerke als Reisende in den übrigen untersuchten Ländern.

Reisepässe und Personalausweise haben persönliche Informationen nicht nur aufgedruckt, sondern auch auf einem Chip gespeichert. Manche Reisende machen sich Sorgen, ob genau dieser Chip nicht heimlich ausgelesen werden könnte.

Airbnb hat die Entwicklung der Suchanfragen nach naturnahen Reisezielen in Deutschland für den Herbst 2026 ausgewertet. Besonders stark gestiegen ist das Interesse an Orten im Schwarzwald, in der Eifel und an der Ostseeküste.

Der Flughafen Münster/Osnabrück führt 2026 das deutsche Flughafen-Ranking von Fit Reisen an. Auch im europäischen Vergleich schneiden kleinere Airports vielfach besser ab als große Drehkreuze.

Das Erstarken der AfD nach der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat Folgen für das Urlaubsland. Das zeigen Rückmeldungen von Gästen. Wie Touristiker darauf reagieren.