Pandemie beeinflusst das Reiseverhalten der Deutschen maßgeblich

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1.000 Deutsche wurden im Rahmen einer multinationalen Studie mit insgesamt 6.000 Personen aus Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden, Polen und Russland zu ihren Reisevorlieben, -wünschen und -plänen befragt. Die Ergebnisse waren äußerst positiv und belegen, dass der Stellenwert von Urlauben und Reisen höher ist denn je. Trotz der jüngsten Auswirkungen neuer Virusvarianten planen mehr als 76 Prozent der Befragten aus Deutschland in diesem Jahr zu reisen. Nicht nur das: Sie wollen neue Orte entdecken und nach zwei Jahren mit Einschränkungen signifikante Summen dafür ausgeben.

Die Studie ist Teil eines umfassenden Berichts, dem Accor Northern European Travel Trends Report. Darin untersucht Accor wie Covid das Reiseverhalten der Menschen beeinflusst hat und wie wir künftig reisen, leben und arbeiten werden.

Karelle Lamouche, Chief Commercial Officer, Accor Northern Europe: „Es war zu erwarten, dass sich die Prioritäten über die vergangenen zwei Jahren verschoben haben. Nachhaltigkeit wird mehr und mehr zum entscheidenden Faktor für viele Menschen. Auch Work-Life-Balance ist nicht mehr nur ein Schlagwort. Reisende haben ein neues Bewusstsein für die positiven Auswirkungen von Reisen auf ihr Wohlbefinden. Tatsächlich wollen zwei Drittel der 6.000 Studienteilnehmer:innen verreisen, um ihre mentale Gesundheit zu fördern. Wir gehen davon aus, dass dieser Trend des Verbesserns, der Achtsamkeit und des Wohlbefindens in den nächsten Jahren Teil des Reiseerlebnisses bleiben wird, verstärkt durch die gefühlt versäumten Gelegenheiten durch Covid. Kurzum: Das Reisen sowie das Bedürfnis nach Erlebnissen ist zurück und Europa startet optimistisch ins Jahr 2022.“

Deutsche bevorzugen Strandurlaube und Naturerlebnisse

Die Mehrheit der Deutschen (54 Prozent) plant ihre Reisen in der zweiten Jahreshälfte, nur ein Drittel (31 Prozent) verreist in den kommenden Monaten. Die Rückkehr zu Altbewährtem steht ganz oben auf der Reise-Wunschliste 2022: 44 Prozent planen einen Strandurlaub in der Sonne. Auch Städtereisen (25 Prozent) werden den aktuellen Umfrageergebnissen zufolge wieder beliebt.

Der Trend, achtsamer zu reisen und die eigene Region zu erkunden, setzt sich fort: Knapp jede/r Dritte (30 Prozent) will den Urlaub auf dem Land verbringen. Omikron hat auch den Wunsch, die Heimat zu erkunden, nochmals verstärkt: Ende 2021 planten 9 Prozent der heimischen Reisenden einen Urlaub im eigenen Land, Anfang 2022 hat sich diese Zahl auf 16 Prozent knapp verdoppelt. Aber auch Italien (29 Prozent) und Griechenland (27 Prozent) sind weiterhin beliebte Destinationen. Luxusreisen stehen bei den Deutschen im internationalen Vergleich weniger hoch im Kurs: Nur 9 Prozent der Befragten planen in diesem Jahr einen Luxustrip, europaweit tun dies 14 Prozent.

Hygiene und Flexibilität im Fokus, Digitalisierung auf dem Vormarsch

Während die Reiselust eindeutig groß ist, zeigt die Studie auch, welche Veränderungen sich Reisende erwarten: 85 Prozent der Befragten geben an, dass sich die Prioritäten mit der Pandemie klar verändert haben: Deutsche legen künftig einen großen Wert auf hohe Hygienestandards (34 Prozent) und Flexibilität bei der Buchung (27 Prozent). 31 Prozent wünschen sich zudem klare Gesundheits- und Sicherheitsstandards. Auch die Technologie wird eine wichtige Rolle spielen, wenn es darum geht, ein sicheres Reiseerlebnis zu ermöglichen: jeder Fünfte (21 Prozent) erwartet mehr kontaktlose Zahlungsmöglichkeiten. 13 Prozent erwarten diesbezüglich auch klare Verbesserungen in den Hotels: angefangen beim WhatsApp-Kundenservice bis hin zu optimierten Fernsehgeräten in den Zimmern.

Nachhaltigkeit in der Reiseplanung

Eine positive Entwicklung durch die Pandemie ist das gestiegene Bewusstsein für Nachhaltigkeit bei Entscheidungen. Die Auswirkungen des Reisens auf das Klima und den Planeten sind nun für 86 Prozent der Deutschen und auch im internationalen Vergleich ein Faktor. Dieser beeinflusst ebenso die Entscheidung, wohin sie reisen und was sie vor Ort erleben. Knapp ein Drittel (29 Prozent) plant künftig weniger Flugreisen, stattdessen planen mehr als ein Fünftel (21 Prozent) mit dem Zug innerhalb Europas (20 Prozent) oder gar Deutschlands (16 Prozent) zu reisen. Ein Viertel (25 Prozent) ist sogar bereit, mehr für CO2-neutrale Reiseanbieter zu zahlen.

Reisen als psychischer Faktor

Achtsames Reisen wird laut Accor ein Haupttrend für 2022. Die emotionale und erfahrungsreiche Bedeutung des Reisens ist heute wichtiger denn je. 62 Prozent bestätigen, dass das Stärken des geistigen Wohlbefindens und den Stress hinter sich zu lassen, zu den wichtigsten Urlaubsprioritäten gehört. Zur ausgiebigen Erholung planen knapp zwei Drittel der Deutschen (65 Prozent) längere Reisen mit einer Länge von bis zu 14 Tagen. Nach fast zwei Jahren der Einschränkungen bewahrheitet sich für viele auch der Spruch vom dringend benötigten Tapetenwechsel. 60 Prozent der heimischen Befragten stimmen zu: „An einem anderen Ort zu sein, hilft mir den Kopf freizubekommen und mein Leben wieder zu sortieren.“ 17 Prozent genießen den Tapetenwechsel in diesem Jahr übrigens bei einem Wellness-Urlaub.

„Covid hat die Reiselust nicht gedämpft, aber verkompliziert. Obwohl jeder Fünfte eine Reise aufgrund der Omikron-Variante stornieren oder verschieben musste, sind die Menschen immer noch entschlossen, zu reisen. Letztes Jahr waren Reisen oft spontan, wurden innerhalb weniger Tage gebucht und angetreten. Jetzt, nach Omikron, planen und buchen die Menschen bereits Reisen für die nächsten drei Jahre. Sie haben viel vor und wollen das 2022 nachholen“, resümiert Lamouche.

Der Accor Northern European Travel Trends Report steht hier zum Download bereit.


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