Reisende entdecken vermehrt Ziele in der Nähe ihres Heimatortes

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Der “Living Local”-Trend hat im Jahr 2021 stark an Dynamik zugelegt, da Reisende ihre Leidenschaft für heimatnahe Ziele und besondere Erlebnisse unterwegs wiederentdeckt haben. Dies geht aus einer neuen Mitgliederdatenanalyse der Global Hotel Alliance (GHA) hervor.

Die Daten zum Reiseverhalten haben für die Sommermonate ergeben, dass 88 Prozent aller Hotelübernachtungen von Juni bis September 2021 auf Inlandsübernachtungen entfallen, verglichen mit 72 Prozent zwei Jahre zuvor (Juni bis September 2019). Während das jüngste Reiseverhalten größtenteils auf unterschiedliche Reisebeschränkungen zurückzuführen ist, verfügt GHA nun über Belege dafür, wie stark sich dies auf bestimmte Märkte ausgewirkt hat.

Aufgeschlüsselt nach Regionen blieben die Mitglieder in Asien in diesem Sommer am häufigsten vor Ort, mit einem Anstieg der Inlandsaufenthalte auf 91 Prozent während des viermonatigen Zeitraums im Jahr 2021 gegenüber 52 Prozent im Jahr 2019, gefolgt von Europa mit 87 Prozent gegenüber 68 Prozent , sowie dem Nahen Osten und Nordafrika mit 75 Prozent Inlandsaufenthalten im Jahr 2021 gegenüber 44 Prozent im Jahr 2019. In Nordamerika, bereits vor der Pandemie ein starker Markt für Inlandsurlaub, hat sich der Trend weiter verstärkt: 99 Prozent aller Mitgliederaufenthalte haben im Sommer 2021 im Inland stattgefunden, gegenüber 92 Prozent im Jahr 2019.

"Im Jahr 2021 ergreifen Reisende die Gelegenheit, das Leben in vollen Zügen zu genießen, indem sie neue, näher gelegene Reiseziele erkunden, alte Favoriten wieder besuchen und vermehrt nach Hotelerlebnissen fragen, unabhängig davon, ob sie über Nacht bleiben oder lediglich einen kurzen Tagesausflug machen, wie unsere Sommerdaten 2021 deutlich zeigen", so Chris Hartley, CEO der GHA.

Die GHA-Daten zeigen mehrere wichtige Trends für Inlands- und Auslandsreisen im Jahr 2021:

Mitglieder in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Hongkong verbrachten diesen Sommer 92 Prozent ihrer Reisen zu Hause, verglichen mit 68 Prozent bzw. 25 Prozent im Jahr 2019, und in den USA blieben 91 Prozent im Inland, verglichen mit 90 Prozent zwei Jahre zuvor. In Deutschland waren 59 Prozent der Mitgliederreisen 2021 lokal, verglichen mit 23 Prozent im Jahr 2019, und in Großbritannien blieben 47 Prozent 2021 im Inland, verglichen mit 23 Prozent im Jahr 2019. 98 Prozent der GHA DISCOVERY-Mitglieder mit Sitz in Singapur verbrachten ihren Urlaub im Inland, verglichen mit 31 Prozent im Jahr 2019, dicht gefolgt von Indien, wo 95 Prozent der Mitglieder im Jahr 2021 Inlandsreisen unternahmen, verglichen mit 70 Prozent im Jahr 2019. Dies ist nicht überraschend, da diese beiden Länder strengere Reiserestriktionen hatten.

Auslandsreisen waren überwiegend Kurzstreckenreisen

Mitglieder, die ins Ausland reisten, blieben tendenziell eher in der Nähe ihres Heimatlandes. So waren die fünf wichtigsten Länder für deutsche Mitglieder, die ins Ausland reisten, Österreich, Norwegen, die Vereinigten Arabischen Emirate, die Tschechische Republik und Kroatien, während 2019 Langstreckenziele, darunter China und Thailand, die Spitzenplätze belegten.

Die fünf beliebtesten internationalen Ziele der britischen Mitglieder in diesem Sommer waren Malta, die VAE, Norwegen, Jordanien und Irland, was die strengen Reisebeschränkungen für Reisende, die in das Großbritannien zurückkehren, sowie die Vorliebe für Kurzstreckenflüge widerspiegelt. Im Vergleich dazu dominierten Langstreckenziele wie Thailand, Indien und die Vereinigten Staaten unter den fünf beliebtesten Reisezielen der britischen Mitglieder im Jahr 2019.

Die Trends bei der Aufenthaltsdauer variieren stark je nach Markt

In Asien machten die Mitglieder, wenn sie ins Ausland reisten, das Beste daraus: Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer stieg 2021 um 169 Prozent (gegenüber 2019) für Mitglieder, die Singapur verließen, und um 245 Prozent für diejenigen, die von Hongkong aus reisten. Die Mitglieder aus Hongkong, die vor Ort blieben, unternahmen dagegen nur sehr kurze Reisen, wobei die durchschnittliche Aufenthaltsdauer um 23 Prozent sank.

Bei den Inlandsaufenthalten haben die Mitglieder in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Australien ihre durchschnittliche Aufenthaltsdauer am stärksten erhöht (+24 Prozent bzw. +22 Prozent), gefolgt von den Mitgliedern in Deutschland (+12 Prozent) und dem Vereinigten Königreich (+11 Prozent), Indien und Singapur (+10 Prozent bzw. +8 Prozent).


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