Schlummern in den Reben: Schweizer Weinhotels ​​​​​​​

| Tourismus Tourismus

Dionysos hätte seine wahre Freude an den besonderen Unterkünften in den Schweizer Weinregionen, die zu rauschhaften Nächten einladen. So übernachten Weinliebhaberinnen und Weinliebhaber nach dem Genuss der edlen Rebsäfte inmitten der Weinbaugebiete stilecht in einem Winzerschloss oder einem ehemaligen Kloster.

Sich betten zwischen Reben im Château Rochefort am Genfersee, Waadtland

Im malerischen Dorf Allaman im Weinbaugebiet La Côte thront das Weingut Château Rochefort in einem Schloss aus dem 14. Jahrhundert über dem Genfersee. Auf vier Hektar Weinland werden weiße und rote Rebsorten wie Chasselas, Pinot Gris, Gamaret, Garanoir und Merlot angebaut. Bekannt ist das Château Rochefort für seine Grand Crus; seit 2009 hat das Gut vollkommen auf biodynamischen Betrieb umgestellt. Sieben charmante Gästezimmer und Suiten mit Platz für bis zu sechs Personen stehen für Übernachtungen im Schloss und im Winzerhaus zur Verfügung. Zur Verkostung der Weine des Weinguts sowie der Weine der vier anderen Weingüter der Stadt Lausanne lädt von Donnerstag bis Samstag die hauseigene Weinbar ein. Für ihre Gäste bietet das schwedisch-amerikanische Betreiberehepaar Annette und Jay außerdem einen Table d’hôte mit einer kreativen Küche. Zwei Personen übernachten im Doppelzimmer ab 155 Schweizer Franken (rund 161 Euro) pro Nacht.

Château Rochefort

Vom nachhaltigen Rausch in der Kartause Ittingen, Ostschweiz

Das ehemalige Kartäuserkloster, Kartause Ittingen, ist ein Kleinod im Thurgau in der Nähe des Bodensees, das sich der Regionalität verschrieben hat. Das Restaurant Mühle verwöhnt die Gäste mit Produkten aus größtenteils eigenem Anbau und bietet 0-Kilometer-Menüs. Zum Gutsbetrieb gehören zudem Weinbau, eine Gärtnerei sowie eine Käserei und Metzgerei. Auf 10 Hektar baut die Kartause Ittingen Wein an, vornehmlich Blauburgunder und Müller-Thurgau. Die Weine werden in der eigenen Weinkellerei ausgebaut. Das Restaurant Mühle bietet Weinverkostungen der Ittinger Weine, Müller Thurgau, Pinot Gris, Federweißer, Cuvée rot und Kirchwingert für 20 Schweizer Franken pro Person.

Gäste können ab 185 Schweizer Franken (rund 192 Euro) für zwei Personen im Doppelzimmer übernachten; insgesamt bietet die Kartause Ittingen 68 stilvolle Hotelzimmer an.

Kartause Ittingen

Weinauszeit vor den Toren Zürichs im Schloss Schwandegg, Zürich

Im Norden Zürichs vor den Toren der Stadt erstreckt sich das Zürcher Weinland: Die hügelige Landschaft mit ihrem 220 Hektar großen Weinbaugebiet und ihren kleinen Gemeinden lädt zu Entdeckungstouren zu Fuß oder per Rad ein. Idyllisch gelegen auf einem Weinberg bietet das charmante Schloss Schwandegg im Stammertal neun Doppel- und Familienzimmer. Im angeschlossenen Restaurant mit regionaler Küche und zahlreichen lokalen Weinen – wie etwa der Schwandegger Riesling und Silvaner sowie der Schwandegger Pinot Noir – bleiben keine Wünsche offen. Seit dem 16. Jahrhundert wachsen Reben am Fuße des Schloss Schwandegg in Waltalingen. Weinliebhaber und Weinliebhaberinnen können beispielsweise auf dem gut zwölf Kilometer langen Weinwanderweg, der vom Bahnhof Stammheim zum Schloss Schwandegg führt, mehr über die Kultur und Natur des Stammertals erfahren.

Zwei Personen zahlen im Schloss Schwandegg ab 170 Schweizer Franken (rund 177 Euro) im Doppelzimmer inklusive Frühstück.

Zürcher Weinland

Schloss Schwandegg

Im Weinhimmel hoch über dem Luganersee im Relais Castello di Morcote, Tessin

Hoch über dem Luganersee lädt das 2019 eröffnete Boutiquehotel Relais Castello di Morcote in einem behutsam renovierten Gebäude aus dem 17. Jahrhundert im malerischen Dorf Vico Morcote zur inneren Einkehr nahe des Weinguts Tenuta Castello di Morcote. Das familiengeführte Landwirtschafts- und Weingut ist 150 Hektar groß und umfasst neben den sieben Hektar terrassierten Weinbergen auch Olivenhaine, Wald und Weideland. Das Herzstück des Anwesens ist das im 15. Jahrhundert erbaute Schloss Castello di Morcote. Auf den Südhängen gedeihen die Rebsorten Merlot, Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon und Chardonnay nach biodynamischen Prinzipien im Boden vulkanischen Ursprungs. Anschließend werden die Weine im eigenen mit Solarenergie betriebenen Weinkeller ausgebaut. Regelmäßig finden im Weinkeller Verkostungen oder auch Wine & Dine-Abende mit einem Fünf-Gänge-Menü und Weinbegleitung statt. Zum Gut gehört auch das in einem alten Bauernhaus untergebrachte Restaurante Vicania. Das Relais Castello di Morcote verfügt über zwölf Zimmer mit einem schönen Blick auf den Luganersee oder den mediterranen Garten. Zwei Personen zahlen im Doppelzimmer ab 278 Schweizer Franken (rund 289 Euro).

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der hessische und der bayerische Teil des Spessarts wollen im Tourismus-Marketing künftig über die Landesgrenzen hinweg eng zusammenarbeiten, um mehr Gäste in die Urlaubsregion zu holen. Was sich durch die neue Marke und das einheitliche Marketing für Gäste ändern soll.

Mehrere Flugzeuge mit gestrandeten Urlaubern sind inzwischen in Deutschland gelandet. Doch der Flugverkehr in der Krisenregion Nahost läuft weiter nur eingeschränkt. Ein Überblick.

Ein neuer Index vergleicht 150 Länder hinsichtlich ihrer Eignung für alleinreisende Frauen. Neben Sicherheitsaspekten und der Gleichstellung fließen auch konkrete Kosten für Unterkünfte und medizinische Produkte in die statistische Bewertung ein.

Kurzfristige Gleiswechsel, andere Wagenreihung, ungewisse Anschlüsse: Wenn es Probleme gibt, wollen viele Bahnreisende wenigstens schnelle und passende Benachrichtigungen bekommen. Kommt da bald was?

Hohe Auszeichnung auf der ITB 2026: Der Tourismusausschuss des Bundestages verleiht Ingrid Hartges die Bleikristallkugel für ihr langjähriges Engagement im Gastgewerbe. Die Verleihung der sogenannten Bleikristallkugel erfolgte laut Karliczek mit großer Dankbarkeit und Geschlossenheit der Abgeordneten.

Deutschland, Österreich und Ungarn bündeln ihre Kräfte: Mit der neuen Marke „Discover your Danube“ startet eine großangelegte Tourismusoffensive, um den Donauraum als ganzjähriges Reiseziel für internationale Gäste zu etablieren.

Die Dertour Group blickt auf der ITB Berlin optimistisch auf das Reisejahr 2026. Trotz globaler Unsicherheiten steigen die Buchungszahlen für den Sommer, wobei besonders preisattraktive Ziele im östlichen Mittelmeer und Fernreisen im Fokus der Urlauber stehen.

Während Airbnb und der DTV mit einem Millionen-Fonds den ländlichen Tourismus fördern wollen, warnt Hotelunternehmer Marco Nussbaum vor strategischer Einflussnahme. Wie andere Branchenexperten kritisiert die Kooperation als Instrument zum Aufbau politischer Beziehungen durch den Plattform-Konzern.

Die neue Reiseanalyse 2026 belegt einen Rekord bei den Reiseausgaben der Deutschen, während das Inland als Zielregion Marktanteile verliert. Flugreisen und Online-Buchungen setzen ihren Wachstumskurs fort, und auch Künstliche Intelligenz kommt bereits bei jeder fünften Reiseplanung zum Einsat

Österreich präsentiert auf der ITB Berlin 2026 neue Daten zum Ganzjahrestourismus: Mit einem Anteil von 28,1 Prozent an den Übernachtungen gewinnen Frühjahr und Herbst massiv an Bedeutung.