Schweiz-Tourismus 2026: Sportliche Ereignisse und neue Architektur-Wahrzeichen

| Tourismus Tourismus

Das Reisejahr 2026 in der Schweiz wird durch sportliche Großveranstaltungen, bedeutende Architekturprojekte und Neueröffnungen in der Hotellerie geprägt. Nach den Großereignissen des Vorjahres stehen insbesondere die Eishockey-Weltmeisterschaft und markante Bauprojekte im Hochgebirge sowie in den Städten im Fokus der touristischen Entwicklung.

Eishockey-Weltmeisterschaft in Zürich und Fribourg

Vom 15. bis zum 31. Mai 2026 ist die Schweiz Austragungsort der IIHF Eishockey-Weltmeisterschaft. Die Spiele werden in den Städten Zürich und Fribourg ausgetragen. Die Swiss Life Arena in Zürich bietet Platz für 11.000 Zuschauer, während das Stadion in Fribourg eine Kapazität von 7.000 Plätzen aufweist. Ein sportlicher Höhepunkt ist die Begegnung zwischen der Schweiz und Deutschland am 18. Mai in Zürich. Durch die Bahnanbindung sind die beiden Austragungsorte innerhalb von 90 Minuten erreichbar, wobei sich die Bundesstadt Bern als Zwischenstopp auf der Strecke anbietet.

Alpine Architektur und internationales Besucherzentrum

Am 28. Mai 2026 ist die Eröffnung des TITLIS Tower auf über 3.000 Metern Höhe geplant. Das Projekt wurde vom Architekturbüro Herzog & de Meuron entworfen und stellt eines der höchstgelegenen Bauvorhaben in den europäischen Alpen dar. Es ist Teil eines umfassenden Ausbaus, zu dem auch die für 2029 terminierte neue Peak Station gehört.

In Genf entsteht mit dem Portail des Nations ein neues Besucherzentrum für die Vereinten Nationen. Das Gebäude befindet sich am Eingang des Palais des Nations an der Flaggenallee. Die Eröffnung ist für den 20. März 2026 vorgesehen, um die Öffentlichkeitsarbeit der internationalen Organisationen zu unterstützen.

Expansion und Revitalisierung in der Schweizer Hotellerie

Der Beherbergungssektor verzeichnet im Winter 2025/2026 sowie im Frühjahr 2026 prominente Neuzugänge. Das Gemmi Hotel & Spa in Leukerbad nimmt am 15. Dezember 2025 den Betrieb auf. Das familiengeführte Haus liegt nahe dem Gemmi-Pass und verfügt über neun Zimmer sowie zehn Apartments mit einer Gesamtkapazität für 60 Gäste. Zum Angebot gehört ein Wellnessbereich mit Sauna und Whirlpool.

Im Frühjahr 2026 folgt die Wiedereröffnung der Villa Florhof in der Zürcher Altstadt. Nach einer mehrjährigen Renovierungsphase bietet das denkmalgeschützte Gebäude zwölf Zimmer und eine Suite. Die Innenausstattung kombiniert historische Substanz mit modernem Design. Teil des Hotelkonzepts ist ein Fine-Dining-Restaurant, dessen operative Leitung Küchenchef Christian Jürgens übernimmt (Tageskarte berichtete).

Jubiläum des Schienentourismus

Die Grand Train Tour of Switzerland feiert im Jahr 2026 ihr zehnjähriges Bestehen. Die touristische Route umfasst ein Streckennetz von 1.280 Kilometern und führt durch alle Landesteile der Schweiz. Die Tour ist in acht Etappen gegliedert und passiert insgesamt elf Seen. Das Angebot richtet sich an Reisende, die eine schienengebundene Alternative zu klassischen Rundreisen suchen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Deutsche Tourismusverband erwartet für 2025 neue Rekordzahlen bei den Übernachtungen. Gleichzeitig warnt DTV-Präsident Reinhard Meyer vor einem massiven Investitionsstau in den Kommunen und fordert eine dauerhafte Stärkung der Tourismusfinanzierung im Bundeshaushalt.

Die Deutschen sind laut einer repräsentativen Umfrage so reiselustig wie seit 20 Jahren nicht mehr. Doch es muss kein Fernziel sein. In den vergangenen Jahren blieben viele Urlauber in Deutschland.

Der afrikanische Wellness-Markt entwickelt sich zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor. Die Destinationen setzen verstärkt auf eine Kombination aus traditioneller Heilkunde, naturnahen Unterkünften und kulturellen Erlebnissen.

Der Übertourismus macht längst nicht mehr nur klassischen Reisezielen zu schaffen. Inzwischen leiden auch abgeschiedene Gemeinden in der Natur. Was manchen Bürgermeister auf Ideen bringt - so auch in St. Magdalena in Südtirol.

Er ist ein Klassiker eines jeden Besuchs in Rom: der Trevi-Brunnen im historischen Zentrum der italienischen Hauptstadt. Doch der bisher kostenlose Zugang zu dem wohl berühmtesten Brunnen der Welt wird künftig etwas kosten.

Eine Datenauswertung von Airbnb identifiziert die aktuell beliebtesten Reiseziele deutscher Urlauber im 400-Kilometer-Umkreis der Landesgrenze. Vor allem naturnahe Regionen in Österreich und Italien verzeichnen ein massives Wachstum bei den Suchanfragen.

Eine aktuelle Interhome-Analyse beleuchtet die Buchungstrends deutscher Gäste für das Jahr 2026. Die Daten zeigen eine stabile Nachfrage nach Destinationen in den Alpen sowie an den Küsten und belegen eine klare Präferenz für Unterkünfte mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Ein Ausblick auf den Tourismus im Jahr 2126 zeigt eine Branche im radikalen Umbruch. Von der KI-gesteuerten Reiseplanung über Biohacking zur Lebensverlängerung bis hin zu orbitalen Hotelanlagen könnten technologische Innovationen das Reisen in 100 Jahren grundlegend neu definieren.

Die Nordsee Schleswig-Holstein blickt auf ein ereignisreiches Tourismusjahr 2026. Neben ökologischen Schwerpunkten im Nationalpark und großen Jubiläen in Helgoland und St. Peter-Ording ergänzen neue Infrastrukturprojekte das Angebot.

Im Oberen Mittelrheintal werden bis 2027 zehn neue Wanderwege unter der Marke Loreley Spuren ausgeschildert. Das Projekt umfasst Routen unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade zwischen Braubach und Kaub, die sich an den Qualitätsstandards des Deutschen Wanderverbandes orientieren.