Sleeperoo meldet Insolvenz an

| Tourismus Tourismus

Die Übernachtung zum Erlebnis machen, an Orten schlafen, die bisher so nicht zugänglich waren – und das bei gleichbleibender Qualität. Mit dieser Geschäftsidee startete vor fünf Jahren das Hamburger Start-up Sleeperoo und sorgte mit seinen Schlafwürfeln für Schlagzeilen. Nun hat das Unternehmen Insolvenz angemeldet. 

Egal ob im Fußballstadion, im Museum oder auf einer Seebrücke – der mobile Schlafwürfel bietet Gästen wie Destinationen neue Möglichkeiten. Ausgestattet mit Matratze, Decke und Kissen konnten Nutzer in dem Würfel unter freiem Himmel übernachten und den Blick auf den Sternenhimmel genießen. Der Würfel war zudem mit Rollos ausgestattet, die für eine Verdunklung sorgten.

Die Idee des Sleeperoo-Würfels hatte auch die Investorin Dagmar Wöhrl in der TV-Show "Höhle der Löwen" überzeugt, und sie schloss einen Deal im Wert von 250.000 Euro mit der Gründerin Karen Löhnert ab (Tageskarte berichtete).

Die Vermietungen stiegen anfangs, alles schien gut zu laufen. Doch nur ein Jahr nach dem Deal trennten sich die beiden wieder. Die Gründerin arbeitete jedoch weiterhin mit anderen Investoren zusammen, die in den Folgejahren Interesse an einer Investition zeigten. Trotzdem konnte das Unternehmen den gewünschten Erfolg nicht erzielen.

Wie Geschäftsführerin Karen Löhnert nun berichtete, hat eine kurzfristige Investitionslücke für die aktuelle Schieflage geführt. Sie ist nun auf der Suche nach Geldgebern, die sich an dem Unternehmen beteiligen möchten. Aktuell sind 17 Mitarbeiter bei Sleeperoo beschäftigt.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Acht Schiffe sind bei den Kreuzfahrt Guide Awards 2026 ausgezeichnet worden. Der Sonderpreis geht an die Hamburger Reederei Sea Cloud Cruises. Mehr als 100 Vertreter der Kreuzfahrtbranche kamen zur Preisverleihung in den Altonaer Kaispeicher.

Die Beherbergungsbetriebe in Deutschland haben im Juli 2026 58,4 Millionen Übernachtungen verbucht. Das waren 3,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Auch von Januar bis Juli lagen die Übernachtungszahlen über dem Vorjahresniveau.

In Schweden sorgt eine Hütte mit Lärm-Limit für Aufsehen. Die PR-Aktion von Touristikern will auf die Dauerbeschallung des Alltags aufmerksam machen. Ist ruhiges Reisen der Schlüssel zum Abschalten?

Weniger USA-Reisen: In Deutschland und der Schweiz gehen die Buchungen deutlich zurück. An welcher Stelle die USA bei den beliebtesten Fernreisezielen in diesem Jahr voraussichtlich stehen werden.

Zum Oktoberfest erwartet die Bahn pro Tag etwa 100.000 Fahrgäste zusätzlich in München. Doch am Hauptbahnhof herrscht wegen Bauarbeiten ohnehin Platzmangel. Wie dieses Problem gelöst werden soll.

Der deutsche Sommer fand bei Airbnb vor allem in der Natur statt: Mehr als zwei Drittel (67,9 Prozent) der Buchungen in Deutschland entfielen im Sommer 2026 auf ländliche Regionen.

München führt ein Ranking von Fit Reisen zu 177 deutschen Reisezielen an. Auffällig schneiden mehrere kleinere Orte ab: Rottach-Egern und Ofterschwang erreichen die Plätze drei und vier, Bergisch Gladbach und Deidesheim folgen auf den Rängen fünf und sechs.

Die Züge der Deutschen Bahn waren im August zwar etwas pünktlicher unterwegs als zuletzt. Doch wetterbedingte Störungen bei Anlagen führten erneut zu erheblichen Verzögerungen für Fahrgäste.

Im Strandkorb über Sorgen sprechen, beim Spaziergang neue Gedanken fassen: Wie die Tourismusseelsorge Urlauber dabei unterstützen will, die Maske des Alltags abzulegen. Eine Sommerbilanz.

Uber will weltweit rund 3.300 Arbeitsplätze streichen. Besonders Führungskräfte sollen von dem Konzernumbau betroffen sein, während Mittel unter anderem in Fahrdienste, Essenslieferungen und Robotaxis fließen sollen.