Sommer 2021: Nur jeder zehnte Deutsche glaubt an Urlaub ohne Grenzen

| Tourismus Tourismus

Nur jeder zehnte Deutsche glaubt daran, dass man im Sommer nächsten Jahres trotz Corona-Pandemie wieder überall Urlaub machen kann. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur vertraten nur 9 Prozent die Auffassung, dass unbegrenztes Reisen dann wieder möglich sein wird. 77 Prozent glauben nicht daran. 13 Prozent machten keine Angaben.

Wegen der hohen Infektionszahlen hat die Bundesregierung fast 150 der insgesamt rund 200 Länder weltweit als Risikogebiete eingestuft und eine Reisewarnung für sie ausgesprochen. Für acht weitere Länder gilt das teilweise. Die Reisewarnungen des Auswärtigen Amts bedeuten zwar kein Reiseverbot, sollen aber eine möglichst große abschreckende Wirkung auf Touristen haben.

Außenminister Heiko Maas hofft, dass die Situation im nächsten Jahr zumindest besser als im vergangenen Sommer wird. «Das hängt davon ab, wie wir uns in den kommenden Wochen und Monaten verhalten werden», sagte er der Deutschen Presse-Agentur. «Wenn jeder seinen Beitrag dazu leistet, Infektionen zu verhindern, wenn wir mit dem Impfen Schritt für Schritt vorankommen, dann hoffe ich, dass wir im Sommer zumindest nicht mehr die Restriktionen haben, die wir im vergangenen Sommer hatten.»

In diesem Jahr war Sommerurlaub nur unter strikten Hygienevorschriften möglich. Im Herbst hat sich die Situation wegen der zweiten Corona-Welle noch einmal dramatisch verschlechtert. Auf dem europäischen Festland gibt es nur noch in Frankreich, Griechenland, Finnland, Norwegen und Österreich (zwei Gemeinden an der deutschen Grenze) Regionen, die nicht als Risikogebiete eingestuft sind. Hinzu kommen einzelne Regionen in Irland sowie die portugiesische Insel Madeira, ein Großteil der griechischen Inseln, die britische Isle of Man und die Kanalinsel Guernsey sowie die dänischen Inseln Grönland und Färöer. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Eine Untersuchung des Deutschen Tourismusverbandes und des Deutschen Instituts für Tourismusforschung zeigt eine hohe Reisebereitschaft für den Sommer. Trotz gestiegener Kraftstoff- und Kerosinpreise planen 62 Prozent der Deutschen eine Urlaubsreise.

Rund zwei Stunden ging nichts mehr bei der Deutschen Bahn. Welchen Grund der Konzern nannte, was Reisende erlebten und wie lange es wohl noch Verspätungen und Ausfälle geben wird.

Der große Freizeitpark-Check für das Jahr 2026 kürt den südbadischen Europa-Park zum besten Freizeitpark in Deutschland. Neben den Branchenriesen überzeugen im aktuellen Ranking vor allem regionale Familienparks und spezialisierte Anlagen.

Kreislaufprobleme, Kopfschmerzen - und Verspätungen: Ist die Klimaanlage an Bord defekt, kann es in Flugzeugen schnell unangenehm werden. Was steht Passagieren zu, wenn sich die Kabine unerträglich aufheizt?

Braunwald beendet den klassischen Skibetrieb ab der Wintersaison 2026/27. Die Sportbahnen begründen den Schritt mit anhaltenden Verlusten und veränderten klimatischen Bedingungen, während ein gemeinsamer Zukunftsprozess die weitere touristische Entwicklung der Destination vorbereiten soll.

PiNCAMP meldet Veränderungen im Buchungsverhalten von Campern in Europa. Nach Daten der Plattform wachsen Buchungen im Frühjahr und Herbst stärker als in den klassischen Sommerferien, während nordeuropäische Reiseziele zulegen.

Pierre & Vacances-Center Parcs hat ein vollständig finanziertes Übernahmeangebot von Mubadala Capital erhalten. Die geplante Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung wesentlicher Aktionäre und weiterer Genehmigungen.

Mehr als eine Milliarde Euro liegen im Reisesicherungsfonds – Tui kritisiert eine fehlende Anlagestrategie und fordert spürbare Entlastung für die Branche, und damit für die Urlauber.

Der Sommer-Reisereport 2026 von Opodo zeigt eine anhaltend starke Nachfrage der deutschen Urlauber nach südeuropäischen Zielen, angeführt von Spanien. Gleichzeitig gewinnen Ziele wie Lanzarote und Podgorica stark an Beliebtheit.

Die Staatsanwaltschaft München hat das Ermittlungsverfahren zur Insolvenz der FTI Group eingestellt, da sich der Verdacht auf Insolvenzverschleppung oder Betrug nicht erhärtet hat.