Sommerurlaub: Diese Reiseziele sind besonders beliebt

| Tourismus Tourismus

Wohin könnte die Reise im Sommer gehen? Das fragen sich derzeit viele Menschen in Deutschland. Urlaubspläne sind momentan noch mit einigen Unsicherheiten behaftet. Doch die großen Reiseveranstalter planen längst die Saison. Als eines der Topziele wird besonders häufig Griechenland genannt. Eine Übersicht.

Tui: Beim Veranstalter aus Hannover sind derzeit die griechischen Inseln gefragt, man erwartet aber zu Beginn der Sommersaison für Mallorca eine Aufholjagd. Die Top-Fünf-Ziele für den Sommer sind in dieser Reihenfolge: Kreta, Mallorca, Rhodos, Kos und die türkische Riviera. «Erste Tendenzen zeigen, dass insbesondere Griechenland von Familien sehr stark nachgefragt wird», so Tui-Sprecher Aage Dünhaupt.

Griechenland will ab 14. Mai wieder Urlauber aus anderen EU-Staaten ohne Quarantänevorschrift empfangen. Reisende müssen aber geimpft sein oder einen negativen Corona-Test vorweisen können.

Tui rechnet weiterhin mit einem starken Trend zu kurzfristigen Buchungen. Das heißt, Urlauberinnen und Urlauber dürften sich erst recht spät entscheiden - mit dem entsprechenden Effekt: «In den Ferien im Juli und August ist es durchaus wahrscheinlich, dass die Flieger auf vielen Strecken im Mittelmeerraum und auf die Kanaren schnell ausgebucht sein werden», schätzt Dünhaupt.

Tui wird nach eigenen Angaben 75 Prozent des Sommerangebots anbieten. Aus jetziger Sicht seien die Flugpläne stabil. Die eigene Flotte sei auf Griechenland, Spanien, Portugal und Zypern fokussiert. Fernreisen dürften - von ein paar Ausnahmen wie etwa Dubai, Kuba oder den Malediven abgesehen - noch länger brauchen.

DER Touristik: Den klassischen Badeurlaub möchten die Urlauber dem Veranstalter aus Frankfurt zufolge auf Mallorca und den Kanaren, in Griechenland, der Türkei, Italien und Kroatien verbringen. Die Nachfrage nach Urlaub in Deutschland - ohnehin das Topziel für die meisten - habe sich aber 2021 noch einmal verstärkt. Viele Urlauber ziehe es eher in kleine Hotels, besonders gefragt seien Naturerlebnisse und Urlaub mit viel Privatsphäre.

Als Fernstreckenziele, die bereits gebucht werden, nennt der Veranstalter die Malediven, Seychellen, die Dominikanische Republik, Kuba und die Vereinigten Arabischen Emirate.

Für Reisende stellt sich unabhängig vom konkreten Veranstalter die Frage, inwieweit im Sommer gebuchte Flüge wieder verschoben werden müssen. Der Umfang an Flugplananpassungen hänge weitgehend an der Fragestellung, ab wann wie viel gereist werden darf, heißt es dazu von DER Touristik. Natürlich habe man das Interesse, den aktuellen Flugplan so wenig wie möglich zu verändern.

FTI: Der Münchener Veranstalter sieht eine hohe Nachfrage für Griechenland, Dubai, die Türkei sowie Deutschland und seine Nachbarländer. Aber auch Ägypten, die Kanaren und die Balearen seien derzeit «im Kommen», so FTI. Auf der Fernstrecke entwickelten sich Reiseziele im Indischen Ozean und in Ostafrika stark.

Auch FTI setzt auf weitgehend unbeeinträchtigten Sommerurlaub: «Wir halten aktuell an unserem breitem Flugangebot für den Sommer fest.» Ab Ende Juni oder Juli gehe es von mehreren deutschen Flughäfen verstärkt nach Rhodos, Kos und Korfu, Hurghada, Marsa Alam und Scharm el Scheich, Mallorca, Kalabrien, Fuerteventura und Agadir. Sobald das Reisen wieder vollumfänglich möglich sei, dürften die Airlines ihr Angebot flexibel weiter ausbauen. Auch die meisten Hotelpartner planten eine Öffnung für die Sommerferienzeit fest ein.

Alltours: Urlauber dürfte es insbesondere nach Mallorca, auf die Kanaren, nach Griechenland, in die Türkei und auch nach Bulgarien ziehen, heißt es bei dem Veranstalter aus Düsseldorf. Das Programm sei in allen Bereichen ausgebaut worden. Daneben bleibt Urlaub in Deutschland und den Nachbarländern beliebt. Auch im eigenen Land hat Alltours das Angebot nach eigener Aussage noch einmal ausgebaut.

Schauinsland Reisen: Die beliebtesten Ziele werden nach jetzigem Stand Griechenland, die Türkei, die Kanarische Inseln sowie die Dominikanische Republik sein - wie schon in den vergangenen zwei Jahren. Der Veranstalter geht davon aus, dass nicht alle Hotels im Sommer öffnen werden, da es sich für einige nicht lohnen werde, eventuell nur von August bis Oktober aufzumachen.

Und noch ein Tipp für die Türkei und Ägypten: Gerade dort sollten Reisende Schauinsland zufolge auf etablierte Airlines zurückgreifen. Der Grund: Es werde dort sicher zu einer Reihe von Streichungen kommen, wenn die Maschinen nicht ausreichend ausgelastet sind.

Für den Sommer stellen sich noch viele Fragen, die nicht in den Händen der Reiseveranstalter liegen: Wann werden die Reisewarnungen in Europa aufgehoben? Wie viele Menschen werden bis zum Sommer geimpft sein und können diese dann wieder ohne jegliche Auflagen reisen? Wird das geplante EU-Covid-Zertifikat für einfacheres Reisen in Europa tatsächlich Ende Juni einsatzbereit sein? (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Griechenland bleibt trotz Krisen Magnet für Urlauber, während Zypern um Vertrauen wirbt. Was die geopolitische Lage für Ihre Sommerpläne bedeutet – und wo es Hoffnung auf Erholung gibt.

Der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer feiert 2026 sein 40-jähriges Jubiläum. Mittendrin in diesem so wichtigen Lebensraum liegen die sieben Ostfriesischen Inseln. Und das frisch rezertifiziert als Partner der Nationalparkverwaltung.

Kerosin kostet infolge des Iran-Kriegs viel mehr. Das geht auch an Urlaubern nicht spurlos vorbei, denn es hat Auswirkungen auf die Reisepreise. Auch nachträgliche Erhöhungen können rechtens sein.

Das Kabinenpersonal von Deutschlands größter Airline ist zum Streik aufgerufen. Welche Flüge betroffen sein können und welche Rechte betroffene Reisende haben - der Überblick.

Die griechische Hotelgruppe Domes Resorts hat eine Mehrheitsbeteiligung an Casa Collective erworben. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde eine entsprechende Vereinbarung mit Goldman Sachs geschlossen. Casa Collective ist die Plattform hinter den Hotelmarken Cook’s Club und Casa Cook.

Die Urlaubsinsel Capri führt eine «Anti-Belästigungs-Verordnung» ein: Aufdringliches Ansprechen von Touristen, Flyer oder Lockangebote in Restaurants werden jetzt mit bis zu 500 Euro Strafe geahndet.

Flusskreuzfahrten als Impuls für Hamburgs City: Neue Anleger mit guter Anbindung für Touristen, die Geld in Restaurants und Läden lassen sollen. Rot-Grün will Flusskreuzfahrten für die Stadt nutzen.

Venedig kostet seit letztem Freitag wieder Eintritt: zehn Euro pro Tag. An insgesamt 60 Terminen bis Ende Juli werden Kurzbesucher in der italienischen Lagunenstadt dieses Jahr erneut zur Kasse gebeten.

Krisen wie im Nahen Osten bringen Urlaubspläne ins Wanken: Laut einer Umfrage ändern 16 Prozent der Deutschen mit Plänen für Ostern oder die kommenden drei Monate ihre Reise – einige verzichten ganz.

Die Lufthansa bekennt sich endlich zu ihrer vollständigen Geschichte. Doch zum 100. Jahrestag des Erstflugs steht das Unternehmen nicht allzu glänzend da. Neue Turbulenzen zeichnen sich ab.