Sturz wegen eines Telefonats aus privaten Gründen bei Dienstreise kein Arbeitsunfall

| Tourismus Tourismus

Arbeitnehmer sind bei privaten Tätigkeiten wie einem Telefonat während einer Dienstreise nicht gesetzlich unfallversichert. Das geht aus einem Urteil des Landessozialgerichts in Darmstadt hervor, das am Donnerstag veröffentlicht wurde. Konkret ging es um dem Fall einer Frau aus Frankfurt/Main, die im Sommer 2015 auf dem Weg zum Telefon in ihrem Hotelzimmer stürzte und sich am Oberschenkel verletzte.

Die damals 62-Jährige wollte sich ein Taxi zu ihrem Mietwagen für einen Urlaub in Portugal rufen. In dem Land war sie aufgrund einer Dienstreise für einen Kongress in Lissabon. Den Sturz erkannte die Berufsgenossenschaft nicht als Arbeitsunfall an. Daraufhin klagte die Frau.

Die Richter folgten in ihrem Urteil der Argumentation der Berufsgenossenschaft. Beschäftigte seien generell zwar auch während einer Dienstreise gesetzlich unfallversichert. Es sei jedoch entscheidend, ob die Handlung zum Zeitpunkt des Unfalls in enger Beziehung zur beruflichen Tätigkeit stehe. Da sich die Frau das Taxi rufen wollte, um zu ihrem Mietwagen für ihren Urlaub zu gelangen, sei es ein privates Telefonat gewesen. Revision wurde nicht zugelassen. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Streit ums Handgepäck: Das Oberlandesgericht in Hamm kippt die Ein-Stück-Regel einer spanischen Fluggesellschaft. Zu den umstrittenen Maßen sagen die Richter aber nichts.

Die Bemühungen von Schweiz Tourismus, den Overtourismus durch eine gezielte Lenkung der Gäste zu dämpfen, zeigen bislang keine messbare Wirkung. Während touristische Zentren weiter stark wachsen, profitieren kleinere Regionen kaum von der staatlich geförderten Strategie.

Der World Travel & Tourism Council (WTTC) hat eine weltweite Kampagne zur Bestimmung der 7 zeitgenössischen Weltwunder gestartet. Der Auswahlprozess orientiert sich an festen Kriterien und ist auf ein Jahr angelegt.

Mit der Eröffnung der Tiroler Zugspitzbahn am 5. Juli 1926 begann eine neue Ära des Alpentourismus. Als erste Seilbahn Tirols und zweitälteste Österreichs machte sie die Zugspitze erstmals bequem für Gäste aus aller Welt erreichbar.

Der Deutsche Reiseverband prognostiziert für das laufende Touristikjahr trotz geopolitischer Unsicherheiten ein leichtes Umsatzwachstum. Während Mittelmeerziele und Kreuzfahrten zulegen, bleiben Fernreisen hinter den Erwartungen zurück.

Der Deutsche Alpenverein, der Österreichische Alpenverein und Alpenvereine in Südtirol starten eine gemeinsame Kampagne gegen Bettwanzen auf Berghütten. Beim DAV sind nach eigenen Angaben jährlich fünf bis 20 Hütten betroffen.

Eine neue Untersuchung zeigt, dass zwei Drittel der deutschen Geschäftsreisenden ihre Dienstreisen für private Aufenthalte verlängern. Besonders inländische Großstädte profitieren von diesem Trend, bei dem Reisende im Durchschnitt drei zusätzliche Nächte buchen.

Eine aktuelle Untersuchung zeigt deutliche Preisunterschiede bei deutschen Ferienhäusern, wobei Sylt das Ranking anführt. In den Alpenregionen bleibt der Tegernsee die teuerste Lage, erreicht jedoch nicht das Preisniveau der Küstenhotspots.

Für das von der Helma-Insolvenz betroffene Ostseeresort Olpenitz ist ein neuer Investor gefunden worden. Der Käufer übernimmt rund 39.000 Quadratmeter Entwicklungsflächen und soll auch weitere Bauabschnitte des Poseidon fertigstellen.

Die Niederlande sind weit mehr als nur das Land von Tulpen, Windmühlen und Käse. Für viele Reisende bietet das Nachbarland eine perfekte Mischung aus Entspannung, Natur und Kultur. Wer eine Auszeit vom Alltag sucht, muss nicht unbedingt in den Flieger steigen. Ein Urlaub bei den niederländischen Nachbarn ist unkompliziert, abwechslungsreich und ideal für Familien, Paare oder Alleinreisende.