Tourismus in Sachsen: Einnahmeverlust durch Corona in Milliardenhöhe

| Tourismus Tourismus

Die mit der Corona-Pandemie verbundenen Einschränkungen haben die sächsische Tourismus-Branche allein zwischen März und Mai 2020 rund 1,8 Milliarden Euro Umsatz gekostet. Das teilte der Landestourismusverband Sachsen am Freitag in Dresden mit. Im ersten Halbjahr sei die Zahl der Gäste und der Übernachtungen um 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken. Angesichts der Bedeutung der Branche als Wirtschafts- und Standortfaktor sei deshalb ein «Stabilisierungspaket Tourismus» für mindestens drei Jahre erforderlich.

Der Verband verwies darauf, dass die Tourismusbranche in Sachsen im vergangenen Jahr einen Umsatz von 8,1 Milliarden Euro verzeichnen konnte. Die Corona-Pandemie habe das Geschäft zu Beginn des laufenden Jahres nahezu zum Erliegen gebracht. Der Landestourismusverband Sachsen vertritt nach eignen Angaben 4.500 Mitglieder aus dem gesamten Dienstleistungssektor. Die Branche beschäftige im Land rund 194.000 Menschen. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

TUI hält trotz geopolitischer Belastungen an seiner Jahresprognose fest. Insbesondere der Iran-Krieg und Sonderfaktoren beeinträchtigten die Ergebnisse in den einzelnen Geschäftsfeldern.

Anstatt auf Reiseverzicht zu setzen, bevorzugen Reisende zunehmend nachhaltigere Alternativen innerhalb ihrer Reiseplanung. Die Zahlungsbereitschaft für nachhaltige Angebote wächst, Nachhaltigkeitssiegel gewinnen an Bedeutung.

Airbnb und die Tripadvisor Group kooperieren bei Touren, Aktivitäten und Attraktionen. Noch 2026 soll eine Auswahl aus dem Bestand von mehr als 425.000 Erlebnissen der Tripadvisor Group über Airbnb buchbar werden.

Wer verreist, lässt mehr zurück als den Arbeitsalltag. Das zeigt eine repräsentative Befragung von HolidayCheck. 86 Prozent der Befragten fassen während einer Reise konkrete Vorsätze für die Zeit danach. Besonders häufig geht es dabei um Erholung und Selbstfürsorge.

Der deutsche Incoming-Tourismus kann in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 trotz schwieriger Marktbedingungen Zugewinne erzielen. In der zweiten Jahreshälfte ist nach Einschätzung der Deutschen Zentrale für Tourismus weiteres Wachstum möglich.

Stark riechendes Essen, Videos ohne Kopfhörer und Selfie-Aktionen am Fenster: Für viele Flugreisende bedeuten nicht erst mögliche Flugverspätungen Stress, sondern auch das Verhalten der Mitreisenden an Bord, so eine neue Umfrage im Auftrag von Booking.com.

Die Beherbergungsbetriebe in Deutschland haben im Juni 2,9 Prozent weniger Übernachtungen verbucht als ein Jahr zuvor. Im gesamten ersten Halbjahr 2026 wurde mit 223,8 Millionen Übernachtungen dennoch ein neuer Höchststand für diesen Zeitraum erreicht.

Die Bahn registrierte im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 989 Übergriffe auf Mitarbeiter und reagiert mit der Einführung von Tonaufzeichnungen bei Bodycams sowie verstärkten Schutzmaßnahmen.

Die Heinz Sielmann Stiftung und der Deutsche Wanderverband haben die Wahl zum Naturwunder des Jahres 2026 gestartet. Bis Ende September stehen neun Naturschauplätze aus sieben Bundesländern zur Online-Abstimmung.

In allen Bundesländern sind Sommerferien, und in Mecklenburg-Vorpommern sind Tausende Urlauber unterwegs. Die landeseigene MV Tourismus GmbH zieht eine positive Zwischenbilanz der bisherigen Hauptsaison - mit ein paar Wolken am Ferienhimmel.