Tourismusbetriebe machen sich Sorgen wegen Fischsterben in der Oder

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Mit Sorge blickt die Tourismusbranche vor allem in der Haff-Region im Osten von Mecklenburg-Vorpommern auf das Fischsterben in der Oder. «Es ist eben noch eine Situation, in der sehr vieles unklar ist», sagte der Geschäftsführer des Landestourismusverbands am Dienstag, Tobias Woitendorf, der Deutschen Presse-Agentur. Die Betriebe seien mit Fragen von Gästen konfrontiert. Deshalb sei es wichtig, dass die Unternehmerinnen und Unternehmer schnell Informationen erhielten, sobald diese vorlägen.

«Es ist aber nicht so, dass man jetzt eine Welle von Abreisen hat oder eine Welle von Stornierungen», sagte Woitendorf. «Die Befürchtung, dass sich das natürlich ändern kann, gerade mit Blick auf die Anreise dann, ist natürlich schon da.» Für den Moment gelte es, vorsichtig zu sein und abzuwarten, wie sich die Lage entwickle.

Nach dem massiven Fischsterben in der Oder rät die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern vom Baden im Stettiner Haff ab. Dabei handelt es sich laut Schweriner Gesundheitsministerium um eine Vorsichtsmaßnahme. Gesundheitliche Risiken könnten bislang nicht ausgeschlossen werden. Auch vom Angeln, Fischen und der Wasserentnahme hatten Behörden abgeraten.

Derzeit ist nach Aussage Woitendorfs eine große Zahl von Touristen im Land. Das Fischsterben könne ein «weiterer Schlag ins Kontor» werden, sagte er mit Blick auf die Corona-Pandemie, steigende Preise und andere Herausforderungen der hiesigen Tourismusbranche. Gerade Regionen wie Mönkebude, Altwarp und Rieth in der Haff-Region erreichten nur in den Sommermonaten eine sehr hohe Auslastung. «Da geht es natürlich schon um einen ganz wesentlichen Teil des Geschäftes.» Es sei zu hoffen, dass es nicht allzu dramatisch komme und die Ursache schnell gefunden werde.

Die Oder mündet in das Stettiner Haff, das zum kleineren Teil zu Deutschland gehört. Polnische Behörden hatten nach Regierungsangaben schon Ende Juli erste Hinweise, dass in dem Fluss massenweise verendete Fische treiben. Die Ursache ist weiter unklar. (dpa)


 

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