Touristen geben 3,6 Milliarden Euro in Sachsen-Anhalt aus

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Ob Tagesausflug in den Harz oder Wochenendtrip nach Dessau: Besucherinnen und Besucher haben in Sachsen-Anhalt im vergangenen Jahr rund 3,58 Milliarden Euro ausgegeben. Das geht aus einer Studie zum Wirtschaftsfaktor Tourismus hervor, die beim Tourismustag Sachsen-Anhalt in Dessau vorgestellt wurde.

Insgesamt wurden 2025 rund 97,1 Millionen touristische Aufenthaltstage gezählt. Dazu gehören sowohl Übernachtungen als auch Tagesreisen. Die Zahlen wurden beim Tourismustag Sachsen-Anhalt im Bauhaus Dessau vorgestellt, das in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen feiert. Besonders wichtig bleibt der Tagestourismus: Mit 73,5 Millionen Tagesreisen entfielen rund drei Viertel aller Aufenthaltstage auf Ausflügler ohne Übernachtung.

Umsätze und Gästezahlen legen zu

Die Branche habe sich trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen stabil entwickelt, heißt es in der Studie. Gegenüber 2023 stiegen die touristischen Umsätze um 6,9 Prozent. Auch die Zahl der Aufenthaltstage legte zu.

Tagestouristen als wichtigste Besuchergruppe

Besonders bedeutsam für Sachsen-Anhalt bleibt der Tagestourismus. Tagesreisen sorgten mit rund 1,95 Milliarden Euro für mehr als die Hälfte der touristischen Umsätze.

«Die Ergebnisse machen deutlich, dass die Branche auch unter den schwierigen Rahmenbedingungen der vergangenen Jahre ihre Relevanz behauptet und der Tourismus zentraler Wirtschaftsfaktor für das Land bleibt», sagte Sachsen-Anhalts Wirtschafts- und Finanzminister Michael Richter (CDU).

Milliarden für Wirtschaft und Staat

Laut Studie blieben von den touristischen Ausgaben rund 1,7 Milliarden Euro als Einkommen und Gewinne in der Wirtschaft des Landes. Zudem entstanden allein aus Mehrwert- und Einkommensteuer rund 333 Millionen Euro an Steuereinnahmen.

Die Studie wurde von der Tourismusberatung dwif-Consulting im Auftrag des Ostdeutschen Sparkassenverbands erstellt. Sie berechnet anhand von Tourismus- und Wirtschaftsdaten die wirtschaftlichen Effekte von Tages- und Übernachtungsgästen in Sachsen-Anhalt. (dpa)


 

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