Tui bekommt Nahost-Konflikt zu spüren

| Tourismus Tourismus

Die Hitze am Mittelmeer und der Nahost-Konflikt haben das Sommergeschäft des Reisekonzerns Tui gebremst. Bei den Pauschalreisen verzeichnete Tui zwei Prozent weniger Gäste als ein Jahr zuvor. In Deutschland lag die Zahl der Buchungen sogar fünf Prozent niedriger als vor einem Jahr, wie der Konzern in Hannover mitteilte. Allerdings gaben die Kunden erneut mehr aus. Tui-Chef Sebastian Ebel sieht den Konzern damit auf Kurs zu seiner geplanten Gewinnsteigerung im zu Ende gehenden Geschäftsjahr 2024/25.

Für den bevorstehenden Winter zeichnen sich für Tui leichte Zuwächse ab. Derzeit zählt der Konzern ein Prozent mehr Buchungen als vor einem Jahr. Die Durchschnittspreise lägen drei Prozent höher. Besonders beliebt seien Reisen auf die Kanaren, nach Ägypten, das spanische Festland und auf die Kapverden. Allerdings ist es noch recht früh, um eine Zwischenbilanz zu ziehen: Tui zählt für den Winter bisher 1,8 Millionen Buchungen. Damit sei aber erst mehr als ein Drittel des Programms verkauft.

Derweil zählt der Veranstalter inzwischen für den Sommer 14,1 Millionen Buchungen und damit 1,4 Millionen mehr als seit dem letzten Update von Mitte August. Die Zahlen beziehen sich auf die Zeit bis zum 15. September. Damit ist die Sommersaison noch nicht zu Ende.

Wichtigste Reiseziele bei Kurz- und Mittelstrecken sind Griechenland, die Türkei, die Balearen und die Kanaren, wie Tui weiter mitteilte. Insbesondere Ägypten erziele ein «bemerkenswertes Wachstum als Urlaubsoption für preisbewusste Gäste».

Bei Fernreisen seien vor allem Mexiko und die Dominikanische Republik gefragt. Im bisherigen Sommer gaben die Tui-Kunden erneut mehr für ihre Urlaube aus als ein Jahr zuvor. Die Durchschnittspreise zogen um drei Prozent an. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Eine neue Umfrage belegt, dass 34 Prozent der Deutschen ihren Sommerurlaub aufgrund begrenzter Budgets einschränken oder ganz darauf verzichten müssen. Dabei spielt die laufende Kostenkontrolle für die Mehrheit der Reisenden eine entscheidende Rolle.

Fertitta Entertainment hat eine Vereinbarung zur Übernahme von Caesars Entertainment geschlossen. Der Kaufpreis beläuft sich laut Unternehmensangaben auf 17,6 Milliarden US-Dollar einschließlich übernommener Schulden.

Tourismusunternehmen rund um den Bodensee ziehen überwiegend eine positive Zwischenbilanz zum Saisonstart 2026. Vor allem Schifffahrt, Freizeitziele und Bergbahnen melden stabile oder steigende Besucherzahlen.

Die Engpässe bei der Kerosinversorgung durch die Straße von Hormus sollen für Passagiere in Deutschland ohne Folgen bleiben. Der Flug in den Urlaub sei garantiert, versichern verschiedene Anbieter.

Trotz Rekord-Übernachtungszahlen 2025 steckt die Tourismuswirtschaft in Niedersachsen in einem Stimmungstief: Vor allem hohe Kosten für Energie und Lebensmittel sorgen viele Betriebe – doch es gibt Ausnahmen.

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass 83 Prozent der Briten Interesse an Reisen zu literarischen Schauplätzen oder Filmdrehorten haben. Dabei spielen besonders die Identifikation mit Charakteren und die visuelle Präsenz in Medien eine Rolle für die Reiseentscheidung.

Urlaub in Schleswig-Holstein steht bei vielen Deutschen weiter hoch im Kurs. Doch wegen der höheren Lebenshaltungskosten zögern viele mit einer Buchung. Die Touristiker beobachten das mit Sorge.

Neue Reiseformate wie Zero-Day-Trips, regionale Meetings und hybride Veranstaltungen verändern nach Angaben der Initiative Chefsache Business Travel die Planung von Geschäftsreisen. Unternehmen bündeln Reisen stärker und richten sie gezielter auf konkrete geschäftliche Ziele aus.

Mehr als dreimal so viele Touristen wie griechische Einwohner strömten 2025 in das Urlaubsland. Auf Jetset-Inseln wie Santorini oder Mykonos bringt der Rekord-Tourismus die Infrastruktur ans Limit.

Eine aktuelle Auswertung von Fit Reisen analysiert das Suchinteresse für Ayurveda-Angebote in Europa. Dabei zeigt sich eine starke Präferenz für deutsche Regionen sowie eine Verschiebung hin zu mediterranen Zielen infolge der Iran-Krise.