Tui schließt neuen Hilfsantrag nicht aus

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Europas größter Reisekonzern Tui schließt nicht aus, einen neuen Hilfsantrag zu stellen, nachdem der Bund bereits einen Kredit von 1,8 Milliarden Euro gewährt hat. Tui-Chef Fritz Joussen sagte der Düsseldorfer "Rheinischen Post": "Ob wir zusätzliche Kredite in Anspruch nehmen können oder müssen, hängt von der Entwicklung der Märkte ab. 2021 hoffen wir wieder profitabel zu werden. Dieses Jahr fokussieren wir uns absolut auf das Management unserer Liquidität. Dazu gehört weiter absolute Kostendisziplin."

Zum aktuellen Geschäft sagte Joussen, in Deutschland würden "rund 30 Prozent des Volumens der Vorjahre" verkauft. Zur Kostenerstattung stornierter Reisen sagte Joussen: "Mehr als 95 Prozent der Reisen aus April, Mai und Juni, die wir wegen des weltweiten Reisestopps stornieren mussten, sind zurückgezahlt. Den großen Stau wegen der riesigen Stornowelle für die Osterzeit haben unsere Reiseveranstalter nun erledigt."

Es tue ihm leid, dass viele Kunden lange warten mussten, aber jetzt dauere es "im Schnitt noch zwei bis drei Wochen, bis eine abgesagte Reise ausbezahlt wird". Viele Kunden nähmen allerdings Gutscheine statt Bargeld an, weil sie dann "zehn bis 20 Prozent Bonus beim Buchen der neuen Reise erhalten".

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