Umfrage zu Verhalten an Bord: Flugetikette ist eine Frage des Alters

| Tourismus Tourismus

Die Toleranzgrenzen bezüglich des Verhaltens von Mitreisenden an Bord von Flugzeugen hängen stark vom Alter der Passagiere ab. Wie eine Umfrage der Reisesuchmaschine Kayak zeigt, bewerten jüngere Flugreisende der sogenannten Generation Z bestimmte Verhaltensweisen an Bord deutlich gelassener als Passagiere in der Altersgruppe ab 65 Jahren. Nach Angaben des Unternehmens zeigen sich insbesondere in den Bereichen der Körperhygiene, der Nutzung von Smartphones sowie beim Konsum von Medieninhalten erhebliche Diskrepanzen zwischen den Altersklassen.

Junge Passagiere zeigen höhere Akzeptanz bei der Körperhygiene

In Fragen der Körperpflege und bei biologischen Funktionen weichen die Meinungen der Generationen laut der Erhebung stark voneinander ab. Mehr als jeder vierte Befragte der Generation Z, konkret 27 Prozent, erachtet das Ausdrücken von Pickeln während des Fluges als völlig akzeptabel. Demgegenüber teilen nur vier Prozent der Passagiere ab 65 Jahren diese Ansicht.

Eine ähnliche Verteilung zeigt sich beim Schneiden der Fingernägel an Bord. Während dies für 25 Prozent der jüngeren Befragten in Ordnung ist, wird es lediglich von sieben Prozent der Senioren als akzeptables Verhalten eingestuft. Auch beim Entweichen von Verdauungsgasen im Flugzeug zeigt sich die jüngere Generation toleranter. Nach Angaben der Reisesuchmaschine finden 23 Prozent der Befragten aus der Generation Z dieses Verhalten akzeptabel, während bei den Passagieren der Altersgruppe 65 plus nur sieben Prozent zustimmen.

Großes Konfliktpotenzial bei Social-Media

Der ausgeprägteste Generationenunterschied lässt sich laut der Umfrage bei der Nutzung von Smartphones zur Erstellung von Inhalten für soziale Medien beobachten. Während 60 Prozent der Generation Z es befürworten, im Flugzeug Videoclips für den eigenen Status aufzunehmen, zeigen nur 21 Prozent der Reisenden über 65 Jahren Verständnis für dieses Verhalten. Das Filmen von anderen Mitreisenden bewerten knapp 19 Prozent der jungen Passagiere als in Ordnung, wohingegen sich in der Altersgruppe der Senioren lediglich fünf Prozent dafür aussprechen.

Uneinigkeit beim Konsum von Medien

Differenzen bestehen zudem bei der Bewertung der konsumierten Medieninhalte während des Fluges. Jeder fünfte Passagier der Generation Z, also 20 Prozent, findet das Anschauen von pornografischen oder gewaltverherrlichenden Filmen an Bord akzeptabel. In der Generation der über 65-Jährigen beläuft sich die Zustimmung hierzu auf vier Prozent.

Trotz der generell strengeren Maßstäbe der älteren Generation gaben lediglich 35 Prozent der Befragten ab 65 Jahren an, bereits einmal inakzeptables Verhalten an Bord beobachtet zu haben. Bei den jüngeren Reisenden verhält es sich umgekehrt. Obwohl diese in vielen Punkten toleranter reagieren, haben 66 Prozent der jüngeren Passagiere schon einmal ein aus ihrer Sicht inakzeptables Verhalten im Flugzeug wahrgenommen, wie beispielsweise einen unhöflichen Umgang mit der Besatzung.


Zurück

Vielleicht auch interessant

TUI hält trotz geopolitischer Belastungen an seiner Jahresprognose fest. Insbesondere der Iran-Krieg und Sonderfaktoren beeinträchtigten die Ergebnisse in den einzelnen Geschäftsfeldern.

Anstatt auf Reiseverzicht zu setzen, bevorzugen Reisende zunehmend nachhaltigere Alternativen innerhalb ihrer Reiseplanung. Die Zahlungsbereitschaft für nachhaltige Angebote wächst, Nachhaltigkeitssiegel gewinnen an Bedeutung.

Airbnb und die Tripadvisor Group kooperieren bei Touren, Aktivitäten und Attraktionen. Noch 2026 soll eine Auswahl aus dem Bestand von mehr als 425.000 Erlebnissen der Tripadvisor Group über Airbnb buchbar werden.

Wer verreist, lässt mehr zurück als den Arbeitsalltag. Das zeigt eine repräsentative Befragung von HolidayCheck. 86 Prozent der Befragten fassen während einer Reise konkrete Vorsätze für die Zeit danach. Besonders häufig geht es dabei um Erholung und Selbstfürsorge.

Der deutsche Incoming-Tourismus kann in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 trotz schwieriger Marktbedingungen Zugewinne erzielen. In der zweiten Jahreshälfte ist nach Einschätzung der Deutschen Zentrale für Tourismus weiteres Wachstum möglich.

Stark riechendes Essen, Videos ohne Kopfhörer und Selfie-Aktionen am Fenster: Für viele Flugreisende bedeuten nicht erst mögliche Flugverspätungen Stress, sondern auch das Verhalten der Mitreisenden an Bord, so eine neue Umfrage im Auftrag von Booking.com.

Die Beherbergungsbetriebe in Deutschland haben im Juni 2,9 Prozent weniger Übernachtungen verbucht als ein Jahr zuvor. Im gesamten ersten Halbjahr 2026 wurde mit 223,8 Millionen Übernachtungen dennoch ein neuer Höchststand für diesen Zeitraum erreicht.

Die Bahn registrierte im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 989 Übergriffe auf Mitarbeiter und reagiert mit der Einführung von Tonaufzeichnungen bei Bodycams sowie verstärkten Schutzmaßnahmen.

Die Heinz Sielmann Stiftung und der Deutsche Wanderverband haben die Wahl zum Naturwunder des Jahres 2026 gestartet. Bis Ende September stehen neun Naturschauplätze aus sieben Bundesländern zur Online-Abstimmung.

In allen Bundesländern sind Sommerferien, und in Mecklenburg-Vorpommern sind Tausende Urlauber unterwegs. Die landeseigene MV Tourismus GmbH zieht eine positive Zwischenbilanz der bisherigen Hauptsaison - mit ein paar Wolken am Ferienhimmel.