Urlaubsvorlieben der Deutschen – spanisch und montags

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Rund 68 Milliarden Euro gaben die Deutschen im letzten Jahr für Urlaub aus. Das Unternehmen Awin hat in seinem aktuellen Travel Trendbarometer 2019 die Urlaubsvorlieben untersucht. Im Report werden unter anderem Lieblingsreiseziele, Buchungsverhalten sowie Durchschnittsausgaben festgehalten – und das anhand wirklich gebuchter Reisen.

Spanien, USA und Deutschland auf dem Siegerpodest

Wie bereits 2017, ist Spanien auch im letzten Jahr das Lieblingsreiseziel der Deutschen gewesen. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die USA und Deutschland. Der Trend zu Urlaub im Heimatland sowie in europäischen Ländern ist weiterhin ungebrochen. Unter den Top 10 finden sich nur die USA, Thailand und die Türkei als außereuropäische Urlaubsdestinationen wieder. „Auf immer größere Beliebtheit stoßen abseits der Top 10 außerdem die Ziele Vereinigte Arabische Emirate, Mexiko sowie China“, erklärt Julia Seele, Senior Key Account Manager bei Awin.

Flugzeug auf Platz eins

Bei der Wahl des Transportmittels zeigt sich deutlich, dass das Flugzeug seine Poleposition weiterausbauen konnte. 2018 wurden 37 Prozent mehr Flüge als im Vorjahr gebucht. Hervorzuheben ist auch, dass die Durchschnittsausgaben für Flugtickets um 27 Prozent auf 151 Euro gesunken sind. „Das ist einerseits auf die harte Konkurrenz unter den Billigfliegern zurückzuführen, könnte aber andererseits auch an den Preiserhöhungen liegen, die Alternativen, wie Bahn und Bus, auf den Weg gebracht haben“, erläutert Seele.

Separate Buchungen liegen im Trend

Auch beim eigentlichen Buchen geht das Flugzeug als eindeutiger Sieger hervor. 45 Prozent aller gebuchten Reise gingen ausschließlich mit dem Kauf von Flugtickets einher. Das heißt, dass die Buchung des Transportmittels sowie der Unterkunft nicht zeitgleich erfolgt war. Es folgten Pauschalreisen mit 23 Prozent. „Dass so oft ausschließlich Flüge gebucht werden, könnte auch an der Beliebtheit von Angeboten, wie Airbnb, liegen, die bekanntlich selbst keine Unterkünfte im konventionellen Sinne anbieten“, gibt Seele zu bedenken. Nach den Pauschalreisen folgten mit 17 Prozent ausschließlich Hotelbuchungen, mit neun Prozent Mietwagenbuchungen sowie mit sechs Prozent Kreuzfahrten.

Neun Tage für 696 Euro

Die durchschnittliche Dauer einer Pauschalreise betrug im Jahr 2018 neun Tage. Im Schnitt gaben die Deutschen dabei rund 696 Euro aus. Interessant ist, dass Pauschalreisen insbesondere montags gebucht worden sind. „Wir denken, dass Reisen häufig am Wochenende geplant werden und anschließend am Montag Urlaub beantragt wird. Danach wird der Urlaub sofort gebucht“, mutmaßt Seele. Am meisten gaben übrigens Bucher von Kreuzfahrten aus – rund 1.502 Euro für durchschnittlich fünf Tage.

Die Ergebnisse des nun veröffentlichten Travel Trendbarometers 2019 zeigen, inwiefern die Deutschen die vom Deutschen Reiseverband ermittelten 68 Milliarden Euro im letzten Jahr ausgegeben haben. Awin hat für seine Analyse über 300 Werbetreibende sowie 5.000 Publisher untersucht, die dem Reisebereich zugeordnet sind. 3,6 Millionen Reisebuchungen fielen dabei an. Das Unternehmen kann auf diese anonymisierten Daten zugreifen, weil es als Vermittler zwischen Reiseanbietern, wie Expedia, und Publishern, wie Urlaubsguru, fungiert.


 

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