Weniger Flüge im deutschen Luftraum - Delle statt Flugscham

| Tourismus Tourismus

Im deutschen Luftraum ist im vergangenen Jahr erstmals seit 2013 die Zahl der Flugbewegungen wieder gesunken. 3,34 Millionen kontrollierte Flugbewegungen waren 0,4 Prozent weniger als 2018, wie die Deutsche Flugsicherung am Montag in Langen bei Frankfurt berichtete. Luftfahrtverbände schlossen eine aufkeimende «Flugscham» bei den Passagieren als Ursache des Rückgangs aus und verwiesen auf die schwache Konjunktur und spezifische Entwicklungen der Luftverkehrsbranche.

Die rückläufige Tendenz hatte laut DFS zur Jahresmitte eingesetzt. Vor allem an den kleineren Regionalflughäfen gingen die Zahlen der Starts und Landungen im Gesamtjahr mit minus 3,1 Prozent stark zurück. An den internationalen Verkehrsflughäfen stagnierten die Zahlen mit einem leichten Minus von 0,1 Prozent. Auch die Zahl der Überflüge sank um 0,5 Prozent auf 1,29 Millionen. Auf Weisung der europäischen Luftraumkoordination Eurocontrol waren Flüge um den überlasteten deutschen Luftraum herum geleitet worden.

Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) nannte die abgekühlte Weltwirtschaft, den rückläufigen Welthandel und die Handelskonflikte als mögliche Gründe. Außerdem seien die Insolvenzen der Fluggesellschaften Germania und Air Berlin zu nennen: «Die Kapazität der Germania fehlte im Jahr 2019 gegenüber 2018 weitestgehend. Die Airlines, die das Programm der Air Berlin übernommen haben - und zunächst überproportional Kapazität aufgebaut haben -, haben im zweiten Halbjahr 2019 überschüssige Kapazität aus dem Markt genommen», erläuterte eine Sprecherin.

Der Flughafenverband ADV nannte zudem den anziehenden Ölpreis sowie das weiterhin gültige Startverbot für den Mittelstreckenjet Boeing 737 Max als wichtige Gründe, dass die Gesellschaften ihr Angebot nicht wie gewohnt ausbauten. Insbesondere der irische Billigflieger Ryanair konnte nicht wie geplant neue Verbindungen in den Markt bringen. Für das laufende Jahr zeichneten sich weitere Streichungen ab, auch weil sich in Deutschland die Tickets durch die angehobene Luftverkehrssteuer verteuerten und so die Nachfrage drückten.

Verkehrsreichster Tag im deutschen Luftraum war laut DFS im vergangenen Jahr der 4. Juli mit 11 012 Flügen, der somit knapp unter dem Rekord vom 7. September 2018 blieb. Damals waren 12 Flüge mehr gezählt worden.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Stiftung Deutsche Sporthilfe und Aldiana setzen ihre Zusammenarbeit im Jahr 2026 fort. Im September findet die traditionelle Ehrung der erfolgreichsten deutschen Olympia- und Paralympics-Teilnehmer im ägyptischen Aldiana Club Naga Bay statt.

Mit mehreren Neuheiten startet der Europa-Park in Rust in die neue Saison. Ein neuer Themenbereich sowie neue gastronomische Angebote winken Besucherinnen und Besuchern zum offiziellen Saisonstart am 28. März.

Sie zählt zu den eindrucksvollsten Naturerlebnissen am Bodensee: Ab Samstag soll die Marienschlucht wieder begehbar sein. Was Familien, Wanderer und Naturliebhaber dort erwartet.

Die Schwarzwald Tourismus GmbH entwickelt ein dezentrales Hotelkonzept, das bestehende Dorfstrukturen nutzt und Leerstände reduzieren soll. Das vom Land Baden-Württemberg geförderte Projekt verzichtet auf Neubauten und integriert lokale Betriebe in die touristische Wertschöpfung.

Die Schweiz plant eine zusätzliche Gebühr für Autofahrer, die das Land nur durchqueren. Das Parlament hat einer entsprechenden Transitabgabe für ausländische Reisende zugestimmt. Ein konkreter Zeitpunkt für die Einführung der Transitgebühr steht derzeit noch nicht fest.

Der Nahost-Krieg bringt Bewegung in den Reisemarkt: Urlauber meiden einzelne Regionen, wählen andere Ziele und müssen sich womöglich auf steigende Preise einstellen.

Eine aktuelle Analyse des Reiseportals Opodo belegt für das Frühjahr 2026 eine starke Nachfrage nach Reisen zwischen Deutschland und Südeuropa. Während Spanien das Hauptziel deutscher Urlauber bleibt, stellen Spanier gleichzeitig die größte Gruppe internationaler Gäste in deutschen Metropolen dar.

Eine aktuelle Auswertung von 1,7 Millionen Online-Rezensionen kürt das Frankenlagune Wellness-Center zur beliebtesten Therme Deutschlands. Während bayerische und norddeutsche Saunen die Spitzenplätze belegen, bilden Einrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern und Hessen das Schlusslicht des Rankings.

Eine aktuelle Umfrage von Holidu unter 2.500 europäischen Gastgebern weist Deutschland als Spitzenreiter bei der Gästetreue aus. Knapp 70 Prozent der heimischen Vermieter setzen auf Stammkunden und priorisieren dabei den persönlichen Kontakt gegenüber Preisrabatten.

Alltours erweitert seine Eigenmarke Alltoura Club Hotels zur Sommersaison 2026 um zwei neue Anlagen auf Kos und Rhodos. Die Hotels setzen auf ein umfassendes All-inclusive-Konzept mit Fokus auf Sport, Wellness und Kinderbetreuung.