Abzocke in Italien? Aufregung um zwei Euro für leeren Teller

| War noch was…? War noch was…?

Eine vermeintlich unscheinbare Rechnung sorgt in Italien derzeit für heftige Diskussionen über Abzocke in Restaurants. Eine Mutter bestellte für ihre dreijährige Tochter in einem Restaurant in Finalborgo einen kleinen Extra-Teller und bekam dafür zwei Euro in Rechnung gestellt. Seitdem kochen die Emotionen hoch.

Die italienische Kolumnistin Selvaggia Lucarelli teilte die Rechnung in den sozialen Medien und kommentierte auf Twitter: „Ligurien, ein Teller Trofie mit Pesto für 18 Euro. Die Mutter bittet um einen kleinen Teller, damit das bereits satt gegessene dreijährige Mädchen von dem Gericht kosten kann. Obwohl sie bereits für das Gedeck bezahlt hat, werden ihr dafür zwei Euro berechnet.“

Wie Merkur nun berichtet, stößt der Vorfall nicht nur in der Netzgemeinde auf Widerstand. Auch die renommierte Sterneköchin Cristina Bowerman ist wütend über diese Taktiken und erklärte lokalen Medien gegenüber, dass solche Gebühren dem Ruf der italienischen Gastronomie schaden könnten. „Die Unsitte gewisser italienischer Gastronomen, für solch kleine Services zusätzlich ein, zwei oder drei Euro zu verlangen, schadet dem guten Ruf der italienischen Küche und Gastronomie“, wird die Köchin von Merkur zitiert.

Während die Gäste empört von Abzocke sprechen, verteidigt der Sohn der Lokalinhaberin die Praxis. Er erklärt, dass das Lokal begrenzte Sitzplätze habe und es oft vorkomme, dass Gäste sich Gerichte teilen möchten. Die Gebühr für den leeren Zusatzteller sei transparent auf der Speisekarte vermerkt. Für Bowerman ist das offenbar nicht Grund genug. „Die italienische Gastronomie hat gerade erst die pandemiebedingte Krise überwunden. Ruinieren wir nicht alles wegen zwei Euro für einen leeren Teller.“


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Zum zweiten Mal innerhalb von zwei Tagen kommen bei einem Hotelbrand in Westbengalen Menschen ums Leben. Diesmal ist die Millionenstadt Kolkata betroffen.

Mehr als 30 Menschen klagen in einem Hotel in Weibersbrunn über Magen-Darm-Beschwerden. Die Rettungskräfte werden gerufen. Ins Krankenhaus muss am Ende aber niemand.

Die Chefermittlerin im Fall Block hat ihre Zeugenaussage abgeschlossen. Nun können sich die Verteidiger dazu äußern. Mehrere Anwälte erheben Vorwürfe gegen Polizei und Staatsanwaltschaft.

Unbekannte haben in einem Hotel in Hamburg-Heimfeld einen Geldautomaten aufgebrochen und sind mit ihrer Beute geflüchtet. Sprengmittel kamen nach Erkenntnissen der Polizei nicht zum Einsatz.

Zu viele Fische, zu wenig Licht: Nach einer Bürgerbeschwerde nimmt die Veterinärbehörde ein Aquarium im Gastraum eines Karlsruher Lokals unter die Lupe – und stellt dabei gleich mehrere Verstöße fest.

Freibergs Oberbürgermeister Preißler wird vorgeworfen, vor kurzem in einem Leipziger Hotel randaliert und Gegenstände aus dem Fenster geworfen zu haben. Nun wurde offiziell ein Disziplinarverfahren eröffnet.

In Peking sollen Essenskuriere künftig weniger unter Zeitdruck stehen. Wartezeiten an roten Ampeln werden aus der Lieferzeit herausgerechnet. Zudem sollen schlechtes Wetter und schwierige Verkehrsverhältnisse stärker berücksichtigt werden.

Eine Weltreise per Kreuzfahrtschiff wollte ein Paar auch im FKK-Bereich genießen. Die beiden wurden aber von der Größe und Ausstattung enttäuscht und forderten Geld zurück. Nun entschied ein Gericht.

In einem Restaurant in Rottenburg am Neckar soll ein 31-jähriger Gast den Betreiber geschlagen und anschließend auch Polizisten angegriffen haben. Die Einsatzkräfte brachten den Mann schließlich in eine Fachklinik.

Wie viele Schläge braucht Münchens neuer OB beim legendären Wiesn-Anstich? Dominik Krause hat wie seine Vorgänger ein Anzapftraining absolviert - und sagt, warum das vor dem Auftritt wichtig ist.