Bettwanzen beim nächsten G7-Gipfel? Trump weist «Gerüchte» zurück

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Der nächste G7-Gipfel wird möglicherweise in einem der Golfhotels von US-Präsident Donald Trump in Miami stattfinden. «Es ist die beste Wahl», sagte Trump am Montag beim G7-Gipfel im südfranzösischen Biarritz auf die Frage, ob er die Staats- und Regierungschefs in das Trump National Doral Hotel einladen werde. «Ich liebe die Lage dieses Hotels.»

Trump ist nächstes Jahr Gastgeber des G7-Gipfels und kann damit den Ort auswählen. Er sagte, das Trump National Doral liege nur wenige Minuten vom Flughafen entfernt, jede Delegation könne eigene Gebäude mit 50 bis 70 Zimmern haben. «Es ist ein großartiger Ort. Das Gelände ist gewaltig, viele hundert Hektar. Wir können da alles machen, was gebraucht wird.» Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen.

Berichte, wonach es in dem Golfhotel Bettwanzen gegeben haben soll, wies er am Dienstag entschieden als «falsche und böswillige Gerüchte» zurück. Diese würden von seinen politischen Gegnern, radikalen Demokraten, verbreitet, schrieb er.

Das Hotel war US-Medienberichten zufolge 2016 von einem ehemaligen Gast verklagt worden, der angab, dort von Bettwanzen gebissen worden zu sein. Dem Kläger zufolge soll es dort vor Bettwanzen nur so gewimmelt haben. Die Streitparteien einigten sich den Berichten zufolge 2017 außergerichtlich.

Auf Twitter hatte sich am Montag der Hashtag #Trumpbedbugs (Englisch für Trump Bettwanzen) rasant verbreitet und brachte dem Präsidenten viel Häme ein. Am Dienstag gehörte zeitweise auch #bedbugs zu den meist genutzten Hastags im US-Twitter-Universum.
 

Trump ist in den USA immer wieder dafür kritisiert worden, dass er seine eigenen Liegenschaften für offizielle Zwecke nutze und damit finanziell von seiner Präsidentschaft profitiere. Trump wies diesen Vorwurf zurück: «Ich werde damit kein Geld machen. Ich will damit kein Geld machen. (...) Es geht hier nicht um mich.» Es gehe um «einen großartigen Ort».

Das Hotel ist etwa zwölf Kilometer vom Flughafen der Millionenmetropole Miami im Süden Floridas entfernt. Auf dem 800 Hektar großen Gelände befinden sich vier Golfkurse, die für Wettbewerbe geeignet sind. Der bekannteste Kurs heißt «Blue Monster» (blaues Monster). Zum Hotel gehören 643 Zimmer, Tennisplätze, ein großer Pool, ein Spa-Bereich, etliche Veranstaltungsräume und der «Donald J. Trump»-Ballsaal.

Die Hoffnung, dass auch der russische Präsident Wladimir Putin beim Gipfel in den USA dabei sein wird, hat Trump noch nicht aufgegeben. Am Sonntag hatte der US-Präsident im Kreis der G7 keine Mehrheit dafür gefunden, aus der G7 wieder eine G8 mit Russland zu machen. Er erwägt aber nun auch, ihn als Gast einzuladen. Er sei aber nicht sicher, ob Putin dann kommen würde, sagte Trump. Putin sei eine «stolze Person», und es könnte «sehr schwer für ihn sein» zu kommen. Außer den USA und Frankreich gehören Deutschland, Großbritannien, Japan, Kanada und Italien zu der G7-Gruppe. (dpa)


 

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