Block-Prozess: Vater der Kinder sollte hohe Geldsumme erhalten

| War noch was…? War noch was…?

Der mutmaßliche Entführer der Block-Kinder ist nach eigenen Angaben vor der gewaltsamen Rückholung der Kinder vom Wohnort des Vaters in Dänemark mit einem Plan zu einer gütlichen Einigung gescheitert. Er habe einen Elf-Punkte-Plan vorgelegt, der auch eine hohe Geldzahlung an den Vater Stephan Hensel beinhaltet habe, sagte der Geschäftsführer eines israelischen Sicherheitsunternehmens als Zeuge vor dem Landgericht Hamburg.

«Ich habe angeboten, Herrn Hensel für die Zeit zu bezahlen, die die Kinder bei ihm waren - und zwar rückwirkend», sagte der 68-Jährige auf Englisch laut Übersetzung. In seinem Notizbuch findet sich der Vermerk «100.000 Dollar».

«Viele Spannungen und Emotionen zwischen den Parteien»

Er habe den mitangeklagten Familienanwalt der Blocks gebeten, Hensel den Plan für eine Einigung zu unterbreiten, sagte der Geschäftsmann. Dieser habe damit jedoch in Dänemark keinen Erfolg gehabt. Damals habe es «viele Spannungen und Emotionen zwischen den Parteien» gegeben - insbesondere «persönliche Emotionen» zwischen dem Gründer der Steakhaus-Kette, Eugen Block, dem Familienanwalt und Hensel.

Christina Blocks Ex-Mann hatte die Kinder nach einem Wochenendbesuch in Dänemark im August 2021 nicht zurückgebracht. Die Mutter ist angeklagt, nach einem jahrelangen Sorgerechtsstreit die Entführung der Kinder in der Silvesternacht 2023/24 nach Deutschland beauftragt zu haben. Sie bestreitet die Vorwürfe.

Der Chef des israelischen Sicherheitsunternehmens soll die Entführung der beiden jüngsten Block-Kinder organisiert und durchgeführt haben. Er ist in dem Fall auch Beschuldigter und wurde bis vor einigen Wochen mit Haftbefehl gesucht. Für seine freiwillige Aussage sicherten ihm die Ermittlungsbehörden sicheres Geleit zu. Der Mann gehört aber nicht zu den insgesamt sieben Angeklagten im aktuellen Prozess. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Eine Weinflasche des Jahrgangs 1811 aus der Pfälzer Lage Forster Ungeheuer ist im Internet für 10.250 Euro versteigert worden. 1811 gilt in der Branche als «Kometenjahrgang», da in diesem Jahr ein großer Himmelskörper erschien.

In der Toskana räumt ein Dominikanermönch das Archiv auf. Dort findet er ein vergilbtes Papier aus dem 19. Jahrhundert für ein Getränk aus Colanüssen und Kokablättern. Klingt bekannt?

Sternekoch Adam Handling hat das Verhalten von Gästen in seinem Pub The Tartan Fox in Cornwall scharf verurteilt, nachdem die Hunde einer Familie Hühner attackierten und die Kinder befruchtete Eier zerstörten.

Nach schweren Unwetterschäden an ihrem Imbiss in der Sächsischen Schweiz hat Verena Leister innerhalb von nur einem Tag rund 200.000 Euro Spenden gesammelt. Nun bat sie um Unterstützung für den Kurort Rathen.

Seit Tagen ist die Feuerwehr in Westfrankreich im Dauereinsatz, um den riesigen Waldbrand bei Bordeaux zu löschen. Ein Koch will in der Krise helfen. Was er mit seinen Gerichten bewirkt.

Akribisch plant ein Mann die Ermordung seiner Frau: Er recherchiert im Internet, bucht ein Zimmer in einem Frankfurter Hochhaushotel und lügt ihr vor, die Beziehung retten zu wollen.

Restaurants, Imbisse und Kantinen haben die Lebensmittelkontrolleure im Südwesten im vergangenen Jahr kontrolliert - aber auch das Trinkwasser, Nahrungsergänzungsmittel, Tabakprodukte. Was die Prüfer dabei entdeckt haben - und welche Folgen das für die Betroffenen hatte.

Noch dauert es, bis Pilze in Massen sprießen. Um die Vorfreude zu steigern, könnten sich Sammlerinnen und Sammler aber schon vorbereiten. Ein Pilzberater erzählt, was in wenigen Wochen wichtig ist.

Nach seiner Klage gegen die Vergabe von Festzelten auf dem Oktoberfest hat Alexander Egger nach eigenen Angaben mit Anfeindungen zu kämpfen. Auch seine Familie, Mitarbeiter und Lieferanten seien betroffen.

Mitten in der Nacht müssen Hotelgäste das historische Schloss Wallhausen verlassen. Stunden später dauern die Löscharbeiten noch an. Wie groß die Schäden sind und was bislang bekannt ist.