Block Prozess: Verteidiger sieht Widersprüche bei Aussage des Fahrers

| War noch was…? War noch was…?

Nach der Befragung eines mutmaßlichen Fahrers bei der Entführung der Block-Kinder haben Verteidigung und Nebenklage diese Zeugenaussage ganz unterschiedlich bewertet. Es gebe zahlreiche Widersprüche, sagte der Anwalt der Angeklagten Christina Block, Ingo Bott, im Landgericht Hamburg.

Inzwischen hätten die Zeugen aus Israel zahlreiche, unglaubwürdige Varianten eines angeblichen Treffens seiner Mandantin mit den mutmaßlichen Entführern Ende 2023 kurz vor der Tat geliefert. Blocks Verteidigung hatte in der Vergangenheit bereits mehrfach betont, dass es ein solches Treffen im Hotel Grand Elysée nie gegeben habe. Als Beispiel nannte Bott unterschiedliche Angaben zu Farbe und Inhalt einer Tüte, die Block nach Aussage der Zeugen an dem Tag übergeben haben soll.

Die Nebenklage sah das anders. Kleine Abweichungen - etwa welche Gegenstände in einer Tüte gewesen sein sollen - seien normal nach so langer Zeit, sagte der Vertreter der Nebenklage, Christoph Henckel, Anwalt von Blocks Ex-Mann.

Die Hamburger Unternehmerin Christina Block, deren 53. Geburtstag an diesem Prozesstag war, ist eine von sieben Angeklagten. Sie soll laut Staatsanwaltschaft nach einem langen Sorgerechtsstreit eine israelische Sicherheitsfirma damit beauftragt haben, ihre beiden jüngsten Kinder – damals 10 und 13 Jahre alt – in der Silvesternacht 2023/24 vom Wohnort ihres Ex-Manns in Dänemark nach Deutschland zu entführen. Die Tochter des Gründers der Steakhaus-Kette «Block House», Eugen Block, beteuert ihre Unschuld. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Schlaftourismus boomt weltweit. Statt mit Action oder Sightseeing locken immer mehr Hotels mit erholsamen Nächten bis hin zu medizinischen Schlaf-Retreats. Je erholsamer die Nächte, desto schöner der Urlaub: Die Erfolgsformel ist simpel. Die Zielgruppe ist riesig.

Für unzählige Frauen in Ägypten sind Reisen allein völlig normal. Als eine Journalistin trotzdem kein Hotelzimmer allein buchen kann, zieht sie vor Gericht - und hat schließlich Erfolg.

Vom Handwerker-Ausweichquartier zu einem der berühmtesten Vergnügungsviertel der Welt: Die Hamburger Reeperbahn hat in 400 Jahren einiges an Wandel erlebt. Grund genug, sich dafür zu feiern.

Nach dem tödlichen Vorfall mit einer vergifteten Champagnerflasche hat das Landgericht Weiden den Angeklagten freigesprochen. Die Beweislage reichte der Strafkammer für eine Verurteilung nicht aus.

Unbekannte haben in München ein israelisches Restaurant angegriffen. Die Polizei verspricht nun eine Belohnung von 5.000 Euro für entscheidende Zeugenhinweise – und geht einer neuen Spur nach.

Bei einem Brand in einem Schnellrestaurant in Ludwigsburg sind fünf Menschen leicht verletzt worden. Angestautes Fett in der Dunstabzugshaube sei in Brand geraten, teilte die Polizei mit.

In einem Hotel in München-Neuperlach sind rund 200 Gäste wegen eines Brandes evakuiert worden. Ein Mann wurde laut Polizei leicht verletzt, das Feuer konnte schnell gelöscht werden.

Noch keine Rettungsschwimmer am Strand, starke Strömung, dramatische Szenen: Wie ein deutscher Urlauber bei dem Versuch, Leben zu retten, selbst ums Leben kam.

Acht Ordensfrauen kehren nach einer Wallfahrt im Dönerladen ein. Für Schwester Irmingard wird es mit über 90 Jahren eine Premiere – und im Netz ein Millionenhit.

Der Möbelkonzern Ikea hat gemeinsam mit Chupa Chups einen limitierten Köttbullar-Lolli angekündigt. Nach Angaben des Unternehmens geht die Idee auf einen Aprilscherz vom 1. April in sozialen Netzwerken zurück.