Die Suche nach dem perfekten Pinocchio-Eis

| War noch was…? War noch was…?

Zwei Eiskugeln, eine Eiswaffel als Hut und eine als lange Nase, Schokolinsen für die Augen und jede Menge bunte Streusel: So sieht er aus, der typische Pinocchio-Eisbecher in Deutschland. Um herauszufinden, wo es das beste Pinocchio-Eis gibt, hat der Hamburger Autor Leonhard Hieronymi zusammen mit seinem Freund, dem Fotografen Christian Metzler, in neun Tagen 125 Eisdielen in allen 16 Bundesländern besucht. Herausgekommen ist ein amüsantes Buch mit dem Titel «Mostro - Pinocchio-Eis in Deutschland».

Wie kommt man auf so eine verrückte Idee?

Hieronymi: Mein Freund Christian hatte in einer Eisdiele in Duisburg ein Pinocchio-Eis bestellt. Das war für ihn ein erschreckender Moment, denn der Eisbecher sah überhaupt nicht aus wie auf der Karte. Das brachte uns auf die Idee, einen Bildband daraus zu machen. Außerdem gab es noch kein Buch über Pinocchio-Eis in Deutschland.

Was passiert, wenn man mehrere Eisbecher pro Tag isst?

Hiernoymi: Das ist wie Espresso-Trinken. Man bekommt einen Zuckerschock. Die Stimmung ist ein bisschen aufgepeitscht und man bekommt auch leichte Aggressionen. Aber wir standen auch unter Stress: Wir wollten 200 Eisdielen in neun Tagen schaffen. Am Ende sind es immerhin 125 Eisdielen geworden.

Ihr habt 91 Pinocchio-Eisbecher probiert, da nicht in jeder Eisdiele Pinocchio-Eis angeboten wurde. Habt ihr das perfekte Exemplar gefunden?

Hieronymi: Wir hatten tatsächlich Angst, dass der Pinocchio-Eisbecher langsam verschwindet. Deshalb waren wir sehr froh, als wir das perfekte Exemplar in der «Gelateria Gioia» in Friolzheim in Baden-Württemberg gefunden haben: Zwei Eiskugeln nebeneinander, die Eiswaffel als lange Nase und Apfelschnitze als Augenbrauen: So muss ein Pinocchio-Eis aussehen!

Leonhard Hieronymi (34) studierte Europäische Literatur und Komparatistik in Mainz sowie Deutsche Literatur in Berlin und Wien. Veröffentlichungen: «Ultraromantik», Berlin 2017; «Babylon Blut Club», Berlin 2017; «Materialien zur Kritik Jodie Fosters», Berlin 2020; «In zwangloser Gesellschaft», Roman, Hamburg 2020.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Neue Erkenntnisse nach der Feuerkatastrophe in Thailand: Ermittler sprechen von blockierten Notausgängen in dem Lokal und möglichen Verstößen gegen Brandschutzauflagen. Derweil steigt die Zahl der Toten.

27 Tote, mindestens 63 Verletzte – ein Brand in einem Lokal in der thailändischen Hauptstadt Bangkok erschüttert. Laut Bangkoks Gouverneur Chadchart Sittipunt prüfen die Ermittler unter anderem, ob Notausgänge versperrt gewesen seien und das Lokal die Brandschutzauflagen erfüllt habe. 

Auf ihrem Ryanair-Flug nach Bayern hören Passagiere kurz nach dem Start einen lauten Knall. Eine Fensterscheibe zerbricht, es folgen dramatische Szenen - und ein wohl glimpfliches Ende des Vorfalls.

Am 11. Juli 2025 startete am Landgericht Hamburg der spektakuläre Prozess um die Entführung der Block-Kinder. Was 63 Verhandlungstage später immer noch offen ist.

Kein Ganzkörper-Badeanzug für Musliminnen im Hotelpool? Das wertet die österreichische Justiz als Diskriminierung. Für die Tourismusbranche hat der Fall Signalwirkung.

Tausende protestieren in Tirana gegen Luxus-Resorts im Naturschutzgebiet – und setzen mit rosaroten Flamingos Regierungschef Edi Rama unter Druck. Bahnt sich im kleinen Balkanland ein Umbruch an?

Angebranntes Essen in einer Personalküche hat in Bad Reichenhall einen nächtlichen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Rund 250 Hotelgäste mussten das Gebäude verlassen, verletzt wurde nach Polizeiangaben niemand.

In einem ehemaligen, leerstehenden Hotel in Boppard-Bad Salzig sind Geschossdecken eingestürzt. Nach der Untersuchung durch einen Fachberater des THW und die Feuerwehr bestehe keine Einsturzgefahr für das Gebäude; Trümmerspürhunde fanden keine Hinweise auf Personen im Objekt.

Kochen mit Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey: Die SPD-Politikerin hat ein kleines Kochbuch verfasst. Sie reagiert damit auf die Bitten ihrer Follower, wie Giffey bei Instagram erklärt.

Ein Kreuzfahrtschiff mit lesbischen, schwulen und bisexuellen Passagieren an Bord darf in der Türkei nicht anlegen. Die Behörden begründen ihre Entscheidung mit «moralischen Werten».