Dönerspieß-Hersteller wegen Verdacht auf Steuerbetrug in Millionenhöhe vor Gericht

| War noch was…? War noch was…?

Vor dem Amtsgericht Karlsruhe hat am Dienstag ein Prozess wegen mutmaßlichen Steuerbetrugs in Millionenhöhe begonnen - wegen fehlender Akten kam es am Montag zu erheblichen Unstimmigkeiten zwischen dem Gericht, der Verteidigung und der Staatsanwaltschaft. Angeklagt ist ein 56 Jahre alter früherer Geschäftsführer eines Dönerspieß-Herstellers, der für seine Firma rund 1,7 Millionen Euro Steuern hinterzogen haben soll. Die Firma ist Gerichtsangaben zufolge inzwischen insolvent.

Außerdem ist der türkische Staatsangehörige wegen Beihilfe von Steuerhinterziehung durch 15 seiner Kunden angeklagt, an die er seine Waren - Fleischprodukte und Dönerspieße - lieferte. Dabei geht es um 137 Fälle und einen sechsstelligen Betrag.

Von diesen Kunden lagen zum Teil keine Akten vor, sie kamen zu spät oder waren von anderen Amtsgerichten gar nicht erst angefordert worden. An fehlenden Akten könne die Verurteilung des Angeklagten wegen Beihilfe scheitern, sagte der Richter.

Der Angeklagte soll mit Wissen der Imbissbetreiber nur für einen Teil der Ware korrekte Rechnungen geschrieben haben. Umsatz und Ertrag aus den «Schwarzlieferungen» wurden laut Anklage von den Imbissbetreibern nicht in ihrer Buchhaltung aufgeführt und nicht versteuert.

Auch der Angeklagte selbst versteuerte einen Teil seiner Lieferungen ab 2016 nicht mehr im eigenen Unternehmen. Bislang sind fünf Verhandlungstage angesetzt. Das schien zum Prozessauftakt angesichts der Beweislage und des Umfangs des Verfahrens eher unwahrscheinlich. «Es kann auch 20 oder 30 Tage dauern», sagte der Staatsanwalt. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Ein Kunde beschwert sich über ein zu leichtes halbes Brot. Das hat teure Folgen für den Bäckermeister. Jetzt muss jede Scheibe gewogen werden. Macht die Regelung die Kunden glücklich?

Etliche Menschen klagten in einem Hotel in Weibersbrunn über Magen-Darm-Probleme. Zahlreiche Rettungskräfte rückten an. Mittlerweile ist die Ursache für die Beschwerden bekannt.

Für das Hotel Palace in Luzern war ein angebliches Verkaufsinserat über 275 Millionen Euro aufgetaucht. Das Hotelmanagement dementierte einen Verkauf und bezeichnet das Angebot als vollständig erfunden.

Warum für eine besondere Kelterei in Erfurt nun offiziell göttlicher Segen erbeten wurde – und das gleich auch noch auf ökumenischem Wege.

Berlin erreicht im internationalen Work from Anywhere Index der International Workplace Group den 30. Platz und ist damit die einzige deutsche Stadt in der Top 50. Bangkok führt das weltweite Ranking vor Tokio und Barcelona an.

In der Bamberger Altstadt ist ein Auto in ein Haus gekracht und hat dabei die Außenwand durchbrochen. Wie Augenzeugen vor Ort einer dpa-Reporterin schilderten, fuhr der Wagen zunächst durch den Außenbereich einer Gaststätte

Eigentlich wollen sie in die Berge fahren, doch als bei einer Pause ihre geliebte Katze davonläuft, schmeißt eine Familie ihre Pläne über den Haufen. Nun heißt es Autobahn statt Gipfelkreuz.

Nach einem Polizeieinsatz in Leipzig ist Freibergs Oberbürgermeister abgetaucht. Auch eine Sondersitzung des Stadtrates bringt nicht mehr Klarheit. Das Rathaus ist im Krisenmodus.

Am Feiertag Nyepi steht die Urlaubsinsel still - auch für Touristen. Ein Mann aus der Schweiz ärgert sich im Internet über die Regeln. Dafür muss er nun ein Jahr ins Gefängnis.

Muss in einer Gießener Vereinsgaststätte Alkohol ausgeschenkt werden oder reicht ein alkoholfreies Angebot? Nun beschäftigt der Fall das Oberlandesgericht in Frankfurt.