Fall um zerstückelten Koch landet zum dritten Mal bei Kölner Gericht

| War noch was…? War noch was…?

Das Kölner Landgericht muss sich zum dritten Mal mit dem Fall um einen zerstückelten chinesischen Koch befassen: Der in dem Verfahren verurteilte frühere Kollege des Opfers hat mit seiner Revision beim Bundesgerichtshof (BGH) abermals einen Erfolg erzielt, wie ein Sprecher des Landgerichts am Freitag mitteilte. Der BGH habe bemängelt, dass in dem zuletzt ergangenen Urteil in dem Fall nicht ausreichend begründet worden sei, warum sich das Strafmaß in der Mitte des Strafrahmens bewegt habe - obwohl keine straferschwerenden Umstände angeführt worden seien. Das Landgericht muss daher nun neu über das Strafmaß entscheiden. An der eigentlichen Schuld werde aber nicht gezweifelt, so der Sprecher. Zuvor hatten der WDR und die «Kölnische Rundschau» berichtet.

Das Kölner Landgericht hatte den Mann in erster Instanz im Januar 2019 zu fünf Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt - wegen Totschlags. Der BGH wandelte die Entscheidung aber in einen Schuldspruch wegen Körperverletzung mit Todesfolge um. Daraufhin milderte das Kölner Gericht das Strafmaß ab und verurteilte den Mann zu viereinhalb Jahren Haft. Nun muss es abermals darüber entscheiden.

Der Fall gilt als einer der brutalsten Fälle der jüngeren Kölner Kriminalgeschichte. Der chinesische Koch soll seinen Kollegen aus einem Kölner China-Restaurant im Streit vorsätzlich getötet und anschließend professionell zerteilt hatte - so, «wie er es im Rahmen seiner Kochausbildung gelernt» habe. Die Einzelteile der Leiche tauchten später an zwei unterschiedlichen Orten in Köln auf und wurden von Kindern gefunden. Da der Angeklagte vor Gericht schwieg, stützte sich die Verurteilung auf Indizien. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

1811 gilt als «Kometenjahrgang». Nun ist eine Flasche des historischen Weins versteigert worden. Das Weingut war schon Goethe ein Begriff.

Eine Weinflasche des Jahrgangs 1811 aus der Pfälzer Lage Forster Ungeheuer ist im Internet für 10.250 Euro versteigert worden. 1811 gilt in der Branche als «Kometenjahrgang», da in diesem Jahr ein großer Himmelskörper erschien.

In der Toskana räumt ein Dominikanermönch das Archiv auf. Dort findet er ein vergilbtes Papier aus dem 19. Jahrhundert für ein Getränk aus Colanüssen und Kokablättern. Klingt bekannt?

Sternekoch Adam Handling hat das Verhalten von Gästen in seinem Pub The Tartan Fox in Cornwall scharf verurteilt, nachdem die Hunde einer Familie Hühner attackierten und die Kinder befruchtete Eier zerstörten.

Nach schweren Unwetterschäden an ihrem Imbiss in der Sächsischen Schweiz hat Verena Leister innerhalb von nur einem Tag rund 200.000 Euro Spenden gesammelt. Nun bat sie um Unterstützung für den Kurort Rathen.

Seit Tagen ist die Feuerwehr in Westfrankreich im Dauereinsatz, um den riesigen Waldbrand bei Bordeaux zu löschen. Ein Koch will in der Krise helfen. Was er mit seinen Gerichten bewirkt.

Akribisch plant ein Mann die Ermordung seiner Frau: Er recherchiert im Internet, bucht ein Zimmer in einem Frankfurter Hochhaushotel und lügt ihr vor, die Beziehung retten zu wollen.

Restaurants, Imbisse und Kantinen haben die Lebensmittelkontrolleure im Südwesten im vergangenen Jahr kontrolliert - aber auch das Trinkwasser, Nahrungsergänzungsmittel, Tabakprodukte. Was die Prüfer dabei entdeckt haben - und welche Folgen das für die Betroffenen hatte.

Noch dauert es, bis Pilze in Massen sprießen. Um die Vorfreude zu steigern, könnten sich Sammlerinnen und Sammler aber schon vorbereiten. Ein Pilzberater erzählt, was in wenigen Wochen wichtig ist.

Nach seiner Klage gegen die Vergabe von Festzelten auf dem Oktoberfest hat Alexander Egger nach eigenen Angaben mit Anfeindungen zu kämpfen. Auch seine Familie, Mitarbeiter und Lieferanten seien betroffen.