Farbattacke gegen Miramar-Hotel auf Sylt - Prozess aufgehoben

| War noch was…? War noch was…?

Der Prozess gegen Mitglieder der Klimaschutzgruppe Letzte Generation wegen den Farbattacken auf eine Jacht in Neustadt und eine Hotelbar sowie Geschäfte auf Sylt ist aufgehoben worden. Ein neuer Termin steht noch nicht fest. Eigentlich sollte die Hauptverhandlung am morgigen Donnerstag beginnen, die zuständige Richterin am Amtsgericht Niebüll hob die Hauptverhandlung aber auf Antrag einer Verteidigerin und nach Beteiligung der Staatsanwaltschaft auf, wie das Gericht mitteilte. 

Zwei Männern (heute 24 und 66 Jahre) und zwei Frauen (heute 23 und 45 Jahre) werden Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung vorgeworfen. 

Unterschiedliche Einschätzungen zu Schadenshöhe an Jacht 

Hintergrund der Aufhebung ist eine erst vor kurzem eingegangene gutachterliche Einschätzung zur Höhe des Schadens an der Jacht  - die Bewertungen divergieren erheblich. Die Richterin plant daher, ein gerichtliches Sachverständigengutachten einzuholen. Die Staatsanwaltschaft hatte den Schaden an der Jacht auf mindestens 250.000 Euro beziffert. 

Farbattacken und Klebeaktionen

Die Staatsanwaltschaft wirft der heute 45 Jahre alten Frau und dem 66-jährigen Mann vor, am 8. Juni 2023 in einer Westerländer Hotelbar orangefarbene Flüssigkeit und Pulver verteilt und anschließend Transparente präsentiert zu haben. Dabei soll ein Schaden von 46.000 entstanden sein. 

Am 16. Juni sollen die beiden die Fassade einer Boutique in Kampen mit oranger Farbe besprüht und sich dort auf dem Gehweg festgeklebt haben. Zeitgleich sollen die anderen beiden Angeklagten die Außenwand eines Kampener Juweliergeschäfts ebenfalls mit orangefarbener Flüssigkeit besprüht und anschließend Banner gezeigt haben. Als Schadenshöhe werden Beträge von rund 68.000 Euro beziehungsweise 3.000 Euro genannt. 

Einige Tage später sollen die Angeklagten dann in Neustadt in Holstein die Motorjacht mit Lack und Pulver besprüht, Plakate ausgebreitet und sich an der Reling der Jacht festgeklebt haben.

Verfahren gegen einen weiteren Angeklagten wurde abgetrennt

Zunächst richtete sich das Verfahren auch gegen einen weiteren heute 24-Jährigen. Das Verfahren war allerdings kürzlich abgetrennt worden, weil dem Mann die Ladung zum Termin nicht zugestellt werden konnte. Er wird nun strafrechtlich gesondert verfolgt. Der junge Mann soll sich nach dem Anklagevorwurf der Staatsanwaltschaft an Taten im Zusammenhang mit der Hotelbar, der Boutique und der Jacht beteiligt haben.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Berlin erreicht im internationalen Work from Anywhere Index der International Workplace Group den 30. Platz und ist damit die einzige deutsche Stadt in der Top 50. Bangkok führt das weltweite Ranking vor Tokio und Barcelona an.

In der Bamberger Altstadt ist ein Auto in ein Haus gekracht und hat dabei die Außenwand durchbrochen. Wie Augenzeugen vor Ort einer dpa-Reporterin schilderten, fuhr der Wagen zunächst durch den Außenbereich einer Gaststätte

Eigentlich wollen sie in die Berge fahren, doch als bei einer Pause ihre geliebte Katze davonläuft, schmeißt eine Familie ihre Pläne über den Haufen. Nun heißt es Autobahn statt Gipfelkreuz.

Nach einem Polizeieinsatz in Leipzig ist Freibergs Oberbürgermeister abgetaucht. Auch eine Sondersitzung des Stadtrates bringt nicht mehr Klarheit. Das Rathaus ist im Krisenmodus.

Am Feiertag Nyepi steht die Urlaubsinsel still - auch für Touristen. Ein Mann aus der Schweiz ärgert sich im Internet über die Regeln. Dafür muss er nun ein Jahr ins Gefängnis.

Muss in einer Gießener Vereinsgaststätte Alkohol ausgeschenkt werden oder reicht ein alkoholfreies Angebot? Nun beschäftigt der Fall das Oberlandesgericht in Frankfurt.

In Deutschland kommen sie selten auf den Teller, in Frankreich gelten sie als Leckerbissen. Doch die Hitze hat auch den Schnecken zu schaffen gemacht. Drohen Engpässe beim Festtagsgericht?

Mehr als 30 Menschen klagen in einem Hotel in Weibersbrunn über Magen-Darm-Beschwerden. Die Rettungskräfte werden gerufen. Ins Krankenhaus muss am Ende aber niemand. Unklar ist noch die Ursache.

Darf das Tagebuch der Angeklagten Christina Block verwertet werden? Über diese Frage wird im Landgericht Hamburg gestritten. Die Argumente der verschiedenen Parteien.

Zum zweiten Mal innerhalb von zwei Tagen kommen bei einem Hotelbrand in Westbengalen Menschen ums Leben. Diesmal ist die Millionenstadt Kolkata betroffen.