Hotelmitarbeiter niedergestochen - Anklage wegen versuchten Mordes

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Ein mutmaßlicher Dieb soll einen Hotelmitarbeiter in Berlin-Mitte niedergestochen haben, weil dieser ihn in den Personalumkleiden beim Durchwühlen von Spinden erwischt hatte. Die Berliner Staatsanwaltschaft hat den 33-Jährigen unter anderem wegen versuchten Mordes angeklagt, wie ein Sprecher am Dienstag mitteilte. Sie geht davon aus, dass er sein Opfer töten wollte, um den Diebstahl zu verdecken.

Nach den Ermittlungen hatte der 25-Jährige den Beschuldigten im vergangenen April in den Personalräumen samt Wertgegenständen in einer Plastiktüte erwischt. Daraufhin soll der Deutsche, der sich als Gast in dem Hotel eingemietet hatte, den Mitarbeiter zunächst geschlagen und getreten haben.

Dann soll er den 25-Jährigen mindestens 16 Mal in Tötungsabsicht in den Rücken und einmal in den Hals gestochen haben. Trotz der schweren Verletzungen konnte das Opfer zur Rezeption flüchten, bevor es blutend zusammenbrach. Der Mann wurde notoperiert.

Der mutmaßliche Täter sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Der Mann stand nach Angaben des Sprechers der Staatsanwaltschaft mehrfach wegen Körperverletzungen vor Gericht. Dabei habe der Konsum von Drogen eine Rolle gespielt. Ob das auch im vorliegenden Fall so war, müsse nun vom Landgericht Berlin geklärt werden. Nach Angaben des Sprechers hatte der Mann am Tattag zumindest Drogen bei sich. (dpa)


 

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