KI-Maßkrug sorgt für Wirbel in München

| War noch was…? War noch was…?

Sprachlich ist die KI meistens ziemlich fit - aber Bairisch scheint sie noch zu üben: Auf dem mit Hilfe künstlicher Intelligenz designten Maßkrug für das Münchner Frühlingsfest ist «Grüs Gott» zu lesen - es fehlt das «ß». Die Begrüßungsformel zieht das obligatorische Lebkuchenherz auf dem Krug. 

Zudem modellierte die KI ein Riesenrad mit leichtem Schlag, es hat eine Art Achter - und ein Pärchen, bei dem die Frau drei ineinander übergehende Maßkrüge hält. Mehrere Medien hatten darüber berichtet. Die «Süddeutsche Zeitung» witzelte, ob eine künstliche Intelligenz betrunken sein oder wenigstens so tun kann, als wäre sie es. 

Künstlerische Freiheit 

Man habe den Schreibfehler gesehen, sich aber trotzdem für den Entwurf entschieden, sagte die Sprecherin der Münchner Schausteller, Yvonne Heckl. «Es gibt eine künstlerische Freiheit.» Der Entwurf einer Münchnerin habe von allen eingereichten Vorschlägen - darunter auch Dutzende von Kindern - am besten gefallen. Anders als beim offiziellen Wiesn-Maßkrug der Stadt München sei beim Maßkrug des Frühlingsfestes der Einsatz von KI nicht verboten. 

Von dem Krug gibt es laut Heckt nur 1.000 Exemplare. Er wird auch nicht verkauft, sondern nur verschenkt, etwa an Helfer. Das Frühlingsfest auf der Theresienwiese, mit seinen zwei Bierzelten oft Mini-Wiesn genannt, feiert heuer sein 60-jähriges Bestehen. Es startete am Freitag und dauert zum Jubiläum erstmals drei statt zwei Wochen, es endet am 10. Mai. 

Das Fest habe nichts mit dem Oktoberfest zu tun und sei auch nicht dessen Abbild, unterstrich Heckl. So viel Presse wie jetzt wegen des Kruges habe es selten geben: «Die Werbung ist unbezahlbar, die hätt' ich mir nie leisten können.» (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Ermittler suchen nach Spuren in dem zum Teil niedergebrannten Gebäude. Das leerstehende Hotel hatte immer wieder für Schlagzeilen wegen der «Reichsbürger»-Szene gesorgt.

Das Penck Hotel in Dresden veranstaltete am Samstag ein kostenloses Open-Air-Warm-up auf der Hotelterrasse anlässlich des Konzerts der Toten Hosen. Entgegen der ursprünglichen Planung kam die Band spontan selbst vorbei.

Wer in Amberg in der Oberpfalz mit dem Auto unterwegs ist, sollte aufpassen: Wegen ausgelaufenen Frittierfetts besteht nach Angaben der Polizei Rutschgefahr auf einer Straße. 

Ein Streit um den Alkoholausschank in einer Gießener Vereinsgaststätte beschäftigt die Justiz. Die Pächter wollen aus Konzeptgründen kein Bier und andere alkoholische Getränke servieren, der Tennisclub hat ihnen deshalb fristlos gekündigt. Nun soll ein Güterichter helfen. Grundsätzliche Fragen stellen sich: Gibt es ein Gewohnheitsrecht auf Alkohol?

Bei einem Brand in einem Gastronomiebetrieb am Wiesbadener Kochbrunnenplatz ist ein Beschäftigter verletzt worden. Nach einem Bericht des Wiesbadener Kuriers handelt es sich bei dem betroffenen Restaurant um das Café del Sol.

In einem leerstehenden Hotel in Bad Lauterberg im Harz ist ein Feuer ausgebrochen. Bei dem betroffenen Gebäude handelt es sich um ein Hotel, das in der Vergangenheit mit einer Gruppierung der sogenannten Reichsbürger in Verbindung stand.

Traf sich Christina Block kurz vor der Entführung zum Jahreswechsel 2023/24 mit den maskierten Tätern? Diese Frage bestimmt auch den Endspurt des Prozesses. Es fallen scharfe Worte.

Ein unbekannter Täter hat in der Nacht auf Donnerstag einen Nachtportier in einem Bonner Hotel mit einer Schusswaffe bedroht und Bargeld erbeutet. Nun sucht die Polizei Zeugen des Vorfalls.

Christina Block hat im Prozess um die Entführung ihrer Kinder noch einmal ausführlich Stellung genommen. Dabei gab sie tiefe Einblicke in Familienkonflikte und korrigierte sich in einigen Punkten.

Nach mehreren Monaten des Schweigens hat die angeklagte Mutter Christina Block im Prozess um die Entführung ihrer Kinder nun wieder das Wort ergriffen. Sie wolle einige Punkte ihrer Aussage aus dem Juli 2025 korrigieren. Mehrmals brach ihr die Stimme weg, als sie über ihre Kinder sprach.