Kirchenlied statt Wiesn-Hit: Gottesdienst im Marstall-Festzelt

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Allabendlich wird in den Wiesn-Zelten getrunken, geflirtet und gefeiert - am Donnerstagmorgen war es im Marstall-Festzelt anders: Statt Wiesn-Hits sangen die Besucher Kirchenlieder. Dort feierten Wirte, Schausteller, Marktkaufleute, Wiesn-Mitarbeiter gemeinsam mit Münchnerinnen und Münchnern den traditionellen Oktoberfest-Gottesdienst. An die 600 Gläubige nahmen an dem Gottesdienst teil, wie die die Sprecherin der Wiesn-Schausteller, Yvonne Heckl berichtete.

Pfarrer Sascha Ellinghaus von der Katholischen Circus- und Schaustellerseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz leitete die Feier. Sie begann mit der evangelischen Taufe eines Schaustellerkindes: Der 14 Monate alte William, Sohn des Schaustellerpaars Victoria Schneider und Philipp Frank vom Freifallturm «Hangover», erhielt nach Angaben der Stadt München das Sakrament. Im vergangenen Jahr waren sogar vier Kinder getauft worden.

Der Oktoberfest-Gottesdienst entstand in den 1950er Jahren. Die Schausteller sollten nicht ohne geistlichen Beistand bleiben. Eingeladen sind neben den Wiesn-Beschäftigten stets auch Einheimische und Wiesngäste.  (dpa)


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