Kirchenrebell Schießler: Wiesn hat auch Biblisches

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Der katholische Pfarrer Rainer Maria Schießler kann auch Biblisches erkennen auf dem Münchner Oktoberfest. «Der Vergleich der «Wiesn-Festgesellschaft» mit dem, was in der Apostelgeschichte geschildert wird, liegt nahe», schreibt er in seinem Buch «Wiesn-Glück», das an diesem Freitag (9. September) erscheint.

Schießler stellt Bezüge her zu dem gemeinsamen Essen und Trinken auf der Wiesn - und dem gemeinsamen Mahl, das Jesus mit seinen Jüngern zelebrierte. «Nirgends ist die Ähnlichkeit zu den Schilderungen aus der Bibel so groß wie beim Oktoberfest.»

Natürlich sei die Wiesn «kein biblisches Spektakel». Aber: Menschen sitzen dort seiner Ansicht nach ohne Standesunterschiede zusammen. «Sie sitzen gemeinsam friedlich am Tisch», schreibt Schießler. «Darin liegt eine große Chance für uns als Menschengemeinschaft.»

Schießler, der als sehr liberaler Katholik und einer der bekanntesten katholischen Geistlichen in Deutschland gilt, arbeitete von 2006 bis 2012 und von 2015 bis 2018 als Bedienung auf dem Oktoberfest.

Einmal, so sagte er bei der Buchpräsentation am Dienstag, sei sogar Kardinal Reinhard Marx im Zelt vorbei gekommen, um ihn zu besuchen. Da sei er selbst aber gerade nicht da gewesen. Sie hätten sich verpasst.

Schießler, der als Kirchenrebell gilt, schreibt in seinem Buch: «Ich habe auf der Wiesn eine Kollegialität erfahren, die ich mir manchmal in meiner Kirche gewünscht hätte.» Das diesjährige Oktoberfest beginnt am 17. September. (dpa)


 

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