Medienberichte: Mehrere „Duke of York“-Pubs im Vereinigten Königreich geschlossen, verkauft oder umbenannt

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In Großbritannien sind Medienberichten zufolge in den vergangenen Jahren mehrere Pubs mit dem Namen „Duke of York“ geschlossen, verkauft oder umbenannt worden. Darüber berichten unter anderem die Boulevardzeitungen „Daily Express“, „Daily Star“ sowie die deutsche „Bild“.

Entwicklungen in mehreren Regionen

Den Berichten zufolge sollen mehr als ein Dutzend entsprechende Lokale von Schließungen oder Eigentümerwechseln betroffen sein. Genannt werden unter anderem Standorte in Windsor, Derbyshire, Lincolnshire und London.

Ein häufig zitiertes Beispiel ist ein Pub in Windsor, der laut „Daily Express“ bereits im Jahr 2022 geschlossen wurde. Das Gebäude sei inzwischen abgerissen worden, an seiner Stelle seien Geschäfte und Wohnungen entstanden.

Auch in anderen Regionen hätten Investoren Immobilien übernommen. Teilweise sei die zukünftige Nutzung noch unklar, einige Gebäude stünden leer oder würden umgebaut.

Unterschiedliche Entwicklung je nach Standort

Neben Schließungen berichten die Medien auch von Umbenennungen und Anpassungen bestehender Betriebe.

So sei ein Pub in Blackpool in „The Duke“ umbenannt worden. Ein weiteres Lokal im Londoner Stadtteil Fitzrovia habe nach einem Betreiberwechsel angekündigt, künftig ein verändertes Erscheinungsbild zu nutzen.

Ein Vertreter der betreibenden Brauerei wird mit den Worten zitiert: „There have been many Duke of Yorks over the years. It would be fair to say that we will choose a different signage scheme for the pub in future.“

In mehreren Fällen seien zudem Darstellungen von Prinz Andrew aus den Lokalen entfernt worden.

Nutzung von Name und Darstellung

Ein Teil der betroffenen Betriebe hatte den Berichten zufolge seit 2014 die Erlaubnis, den Namen sowie ein Porträt von Andrew Mountbatten-Windsor zu verwenden. Dieses zeigte ihn in militärischer Uniform und wurde unter anderem in Logos und an Gebäuden eingesetzt.

Auch laut „Bild“ war das Porträt Teil des Markenauftritts einzelner Pubs.

Im Jahr 2022 entzog Queen Elizabeth II. ihrem Sohn sämtliche militärischen Titel und königlichen Schirmherrschaften.

Medien stellen Zusammenhang zur öffentlichen Debatte her

Einige der genannten Medien – darunter auch „Bild“ – stellen einen Zusammenhang zwischen den Entwicklungen und der öffentlichen Wahrnehmung von Prinz Andrew her. Dabei wird auf die in der Vergangenheit vielfach berichteten und kontrovers diskutierten Kontakte zu Jeffrey Epstein verwiesen.

Teilweise wird in den Berichten auch die Einschätzung wiedergegeben, dass die Attraktivität einzelner Standorte unter dieser öffentlichen Debatte gelitten haben könnte.

Ein unmittelbarer ursächlicher Zusammenhang zwischen einzelnen Schließungen und dieser Entwicklung ist jedoch nicht in allen Fällen belegt.

Weitere wirtschaftliche Faktoren spielen ebenfalls eine Rolle

Neben der öffentlichen Wahrnehmung verweisen die Berichte ausdrücklich auf weitere strukturelle Herausforderungen für die Gastronomie im Vereinigten Königreich.

Dazu zählen unter anderem gestiegene Energiekosten, verändertes Konsumverhalten, regulatorische Rahmenbedingungen. Diese Faktoren gelten branchenweit als relevante Einflussgrößen für Betriebsschließungen.

Zahl der verbleibenden Standorte unklar

Laut „Bild“ existieren weiterhin mehrere Dutzend „Duke of York“-Pubs in England. Einige hätten sich umbenannt, andere den Namen beibehalten, jedoch auf Darstellungen von Prinz Andrew verzichtet.

Für zahlreiche Standorte ist die zukünftige Nutzung derzeit noch offen. Während einige Immobilien bereits umgewandelt oder neu entwickelt werden, befinden sich andere weiterhin in Übergangsphasen oder stehen leer.


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