Mutmaßlicher Entführer: Mussten im Block-Hotel nichts zahlen

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Im Hamburger Block-Prozess hat der mutmaßliche Chef der Entführer ausgesagt, von seinem Team sei für Unterkunft und Essen im Luxushotel der Familie nie Geld verlangt worden. «Es war ganz klar abgeklärt, dass wir nicht bezahlen müssen», sagte der 68-Jährige nach Angaben einer Dolmetscherin im Landgericht.

Der Geschäftsführer eines israelischen Sicherheitsunternehmens soll die Entführung der beiden Kinder weg vom Wohnsitz des Vaters in Dänemark in der Silvesternacht 2023/24 organisiert und durchgeführt haben.

Richterin gab rechtlichen Hinweis

Die Vorsitzende Richterin hatte an einem früheren Prozesstag einen rechtlichen Hinweis mit Blick auf den mitangeklagten Anwalt der Block-Gruppe gegeben. Der 63-Jährige könne auch wegen Untreue verurteilt werden, weil er die Anweisung gegeben haben soll, die Israelis über Wochen und Monate umsonst im Hotel zu beherbergen. Dadurch sei der Elysée Hotel AG ein Schaden von mindestens 200.000 Euro entstanden. Christina Block könne in dieser Sache wegen Beihilfe oder Anstiftung verurteilt werden.

Der Chef des Sicherheitsunternehmens ist in dem Fall auch Beschuldigter und wurde bis kürzlich mit Haftbefehl gesucht. Für seine freiwillige Aussage sicherten ihm die Ermittlungsbehörden sicheres Geleit zu.

Hauptangeklagte ist die Hamburger Unternehmerin Christina Block. Ihr wird vorgeworfen, nach einem langen Sorgerechtsstreit mit ihrem Ex-Mann den Auftrag zur Entführung gegeben zu haben. Die Tochter des Gründers der Steakhaus-Kette «Block House», Eugen Block, bestreitet das. (dpa)


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