Nach Brand in Kneipe: Angeklagter Mann tot in Gefängniszelle gefunden

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Nach einem wohl absichtlich gelegten Feuer in einer Kneipe in Unterfranken ist der Verdächtige tot in der Untersuchungshaft gefunden worden. Vermutlich habe sich der Mann im Gefängnis das Leben genommen, teilte die Staatsanwaltschaft Würzburg mit. Der frühere Lebensgefährte der Kneipenbesitzerin soll das Lokal in Volkach (Landkreis Kitzingen) im Frühjahr angezündet haben. Verletzt wurde niemand.

Die Leiche des Angeklagten soll nun obduziert werden, um die Todesursache zu klären. «Die näheren Todesumstände sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen», so die Anklagebehörde. Der Prozess gegen den Mann wegen schwerer Brandstiftung hatte Anfang Oktober vor dem Landgericht Würzburg begonnen. Das Verfahren wurde nach seinem Tod nun eingestellt. Über den mutmaßlichen Suizid hatten mehrere Medien berichtet.

Der Verdächtige saß seit Mai in Untersuchungshaft. Wenige Tage nach dem Brand in der Kneipe im April hatten Ermittler den Mann am Gardasee festgenommen. Damals waren an ihm frische Brandverletzungen festgestellt worden. Wenige Tage vor dem Feuer soll die Kneipenwirtin den Mann der gemeinsamen Wohnung verwiesen habe. In den Folgetagen hatte er ihr laut Staatsanwaltschaft gedroht - auch vor Zeugen. (dpa)


 

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