Powernap im Festzelt - So macht Wiesn-Wirt Schottenhamel Pause

| War noch was…? War noch was…?

Beim traditionellen Fassanstich auf der Wiesn durch den Oberbürgermeister sind alle Augen auf das Schottenhamel-Zelt gerichtet. Was dennoch kaum jemand zu sehen bekommt: Im Bürotrakt des Zeltes führt direkt neben einem Schreibtisch eine schmale Holzleiter mit sieben Sprossen hinauf in einen zusätzlichen Raum. Dort bezieht Wiesn-Wirt Christian Schottenhamel in jedem Jahr aufs Neue sein Festzeltbett.

Im Prinzip ist das Gemach nichts weiter als eine Holzkiste. «Die hat der Schreiner uns gebaut, und seit 26 Jahren wird diese Kiste immer am Schluss aufs Büro gehoben», erklärt Schottenhamel. Die Ausstattung ist demnach auch eher minimalistisch gehalten: Eine Matratze mit den Maßen zwei mal ein Meter, ein Kissen, zwei Decken, Noise-Cancelling-Kopfhörer und ein kleiner Ventilator. Ein kleines Fenster sorgt außerdem für etwas Frischluftzufuhr.

Während der intensiven 16 Wiesn-Tage ist das hier der Ort, an den sich Christian Schottenhamel zurückzieht, den ein oder anderen Powernap macht oder einfach mal in Ruhe die Mails checkt. «Es ist schon wichtig, man muss auch seine Gedanken mal sammeln können», sagt er.

Wegen Platzmangel nur das Nötigste

Dass die vier Quadratmeter im Vergleich zu den feierlich geschmückten rund 5.000 Quadratmetern Festzelt-Fläche eher spärlich daherkommen, weiß auch der Wiesn-Wirt. Schottenhamel hat bereits überlegt, ob er die Kiste nicht noch ein wenig kuscheliger einrichten könnte, etwa mit einer schönen Tapete, einem Bilderrahmen mit Familienfoto oder zwei zusätzlichen Kissen.

Doch letztendlich kam er zu dem Schluss: «Das könnte man natürlich schön ausgestalten, aber darum geht's nicht. Es geht ja darum, dass man einfach nur ein bisschen Nickerchen macht.» (mit dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Geschmackssinn verloren, offene Finger – Johann Lafer schildert, wie sehr ihn die Chemotherapie belastet. Offen zu sagen, dass er krank ist, habe ihn befreit, sagt der 68-Jährige.

Die Betreiberin des Café Eule im Gleisdreieckpark in Berlin hat für Aufsehen gesorgt, weil sie einem Anhänger der AfD die Bedienung verwehrte. Die Gastronomin, die den Betrieb seit neun Jahren führt, thematisierte den Vorfall in einer Videoreihe auf Instagram.

Der Mann, der im Hauptjob vor allem politische Debatten anheizt, lässt inzwischen auch Zwiebeln anschwitzen. Jan Böhmermanns Kochshow-Hommage an Alfred Biolek geht in die nächste Runde.

Zwei Jahre nach dem Einsturz eines Hotels in Kröv an der Mosel mit zwei Toten hat die Staatsanwaltschaft Trier Anklage gegen einen Ingenieur für Baustatik erhoben. Der Vorwurf laute fahrlässige Tötung in zwei Fällen und fahrlässige Körperverletzung in acht Fällen sowie Baugefährdung.

In zwei Berliner Hotels werden Gäste überfallen. In beiden Fällen soll der Täter an der Zimmertür geklopft und dann ein Messer gezogen haben. Eine betroffene Frau spricht vor Gericht von einem Trauma.

Im Rhein herrscht Niedrigwasser, die großen Frachtschiffe fahren daher bereits mit weniger Ladung. Nun gibt es auch Folgen für die Personenschifffahrt - in Bonn steht ein Schiff quer auf dem Rhein.

Bei einem Küchenbrand in einer Gastronomie in Lübeck ist am Mittwochabend ein Mensch schwer verletzt worden. Das Feuer griff nach Angaben der Feuerwehr auf Teile der Fassade und des Daches über.

Lange, bevor er als Koch Geld verdiente, besserte Alexander Herrmann sein Taschengeld als Kofferträger auf. Vor allem bei den Bayreuther Festspielen bewährte sich dabei ein kleiner Kniff.

Blockierte Notausgänge, fehlender Brandschutz: Nach dem Pub-Feuer mit 30 Toten in Bangkok soll es Konsequenzen geben. Im Fokus stehen nicht nur Gesetze, sondern auch das Verhalten der Clubbetreiber.

Eine 40-jährige Frau ist in München in den Schacht eines Wäscheaufzugs gestürzt und schwer verletzt worden. Die Feuerwehr musste sie unter beengten Bedingungen mit einer Spezialtrage über zwei Stockwerke retten.