Sozialversicherungsbetrug in Freiburger Gastronomiebetrieb führt zu Bewährungsstrafen

| War noch was…? War noch was…?

Das Amtsgericht Freiburg hat die Inhaberin eines Freiburger Gastronomieunternehmens sowie ihren Geschäftsführer wegen des Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt zu Freiheitsstrafen verurteilt. Die Ermittlungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes Lörrach ergaben, dass über einen Zeitraum von 41 Monaten Sozialversicherungsbeiträge in erheblicher Höhe nicht korrekt abgeführt wurden.

Systematische Falschangaben bei den Lohnmeldungen

Die Inhaberin des auf exotische Speisen spezialisierten Betriebes meldete für ihre Angestellten über fast dreieinhalb Jahre hinweg zu niedrige Löhne an die zuständigen Einzugsstellen. Durch diese Differenz zwischen den tatsächlich gezahlten Gehältern und den offiziell gemeldeten Summen entstand den Sozialkassen ein Schaden von rund 98.000 Euro. Laut den Ermittlungsbehörden agierte der Geschäftsführer dabei als maßgeblicher Akteur, da er die personellen Entscheidungen traf und den Betrieb nahezu eigenverantwortlich leitete.

Urteil des Amtsgerichts Freiburg ist rechtskräftig

Auf Basis der Ermittlungsergebnisse erhob die Staatsanwaltschaft Freiburg Anklage. Das Amtsgericht sah die Vorwürfe als erwiesen an und verhängte gegen beide Beschuldigten jeweils eine Haftstrafe von einem Jahr. Das Gericht setzte die Vollstreckung der Strafen für eine Dauer von zwei Jahren zur Bewährung aus. Diese Urteile sind mittlerweile rechtskräftig.

Rückforderung der vorenthaltenen Beiträge

Neben den strafrechtlichen Konsequenzen für die Verantwortlichen hat das Verfahren finanzielle Folgen für das Unternehmen. Die zuständigen Sozialversicherungsträger fordern die vorenthaltenen Beiträge in Höhe von etwa 98.000 Euro zurück.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die japanische Brauerei Dassai und Mitsubishi Heavy Industries haben nach eigenen Angaben erstmals Sake unter Bedingungen produziert, die der Mondschwerkraft ähneln. Eine 100-Milliliter-Flasche wurde nun für umgerechnet rund 587.000 Euro verkauft.

Die Freunde Nic Iburg und Hendrik Pietschmann haben auf Borkum ein Hotel in Eigenregie saniert und dabei konsequent auf die Hilfe ihrer Social-Media-Community gesetzt. Trotz logistischer Hürden und fehlender Ausbildung gelang die Eröffnung zum 1. Mai, unterstützt durch das Fachwissen ihrer digitalen Follower.

Mehrere Monate nach dem Brand in einem Lokal im Spreewald nehmen die Ermittler einen Tatverdächtigen fest. Bei Durchsuchungen machen sie ungewöhnliche Funde.

In Erfurt werden einem Medienbericht zufolge mehrere italienische Restaurants durchsucht. Ermittler schweigen zu den Hintergründen. Welche Rolle spielt die Mafia-Vermutung?

Im Prozess um die Entführung der Block-Kinder geht es auch immer wieder um die lange Vorgeschichte der Tat. Gab es schon 2022 einen Entführungsversuch? Dazu sagte nun ein Privatdetektiv aus.

Der FC Bayern München verbleibt vor dem Heimspiel gegen Paris Saint-Germain in seinem Stammhotel in Unterschleißheim. Der französische Meister weicht nach Medienberichten auf eine Unterkunft am Schwabinger Tor aus.

Blumen für Christina Block, dann beginnt wieder der Prozessalltag. Wie bewerten Verteidiger und Nebenklage die Aussage eines mutmaßlichen Fahrers bei der Entführung der Kinder?

Nach der Befragung eines mutmaßlichen Fahrers bei der Entführung der Block-Kinder haben Verteidigung und Nebenklage diese Zeugenaussage ganz unterschiedlich bewertet. Es gebe zahlreiche Widersprüche, sagte der Anwalt der Angeklagten Christina Block.

Schlaftourismus boomt weltweit. Statt mit Action oder Sightseeing locken immer mehr Hotels mit erholsamen Nächten bis hin zu medizinischen Schlaf-Retreats. Je erholsamer die Nächte, desto schöner der Urlaub: Die Erfolgsformel ist simpel. Die Zielgruppe ist riesig.

Für unzählige Frauen in Ägypten sind Reisen allein völlig normal. Als eine Journalistin trotzdem kein Hotelzimmer allein buchen kann, zieht sie vor Gericht - und hat schließlich Erfolg.