Tresor-Öffnung im Hotel Reichshof: Enttäuschung statt historischer Entdeckung

| War noch was…? War noch was…?

Am Ende war der Inhalt eines alten Tresors im Hamburger Hotel Reichshof doch wenig spektakulär: Alte Dienstpläne, Quittungen und Gutscheine für den Transfer zum Flughafen befanden sich in dem mehr als 100 Jahre alten Tresor, der anlässlich des 115. Jubiläums des Hotels geöffnet wurde.

Die Verantwortlichen waren davon ausgegangen, dass der Tresor seitdem Ende des Zweiten Weltkrieges verschlossen gewesen ist. Der historischen Überlieferung nach hätten sich darin auch persönliche Gegenstände jüdischer Gäste befinden können, die diese vor ihrer Flucht oder Deportation aus Nazi-Deutschland im Hotel zurückgelassen haben. 

«Die Erwartungshaltungen waren von bis, aber am Ende des Tages haben wir Unterlagen aus Ende der 1980er Jahre, Anfang der 1990er Jahre gefunden, also knapp 35 Jahre alt», sagte Hotelmanagerin Kathrin Wirth-Ueberschär.

Sie sei gleichzeitig «erleichtert und enttäuscht». «Auf der anderen Seite bin ich froh, dass nicht noch eine Hypothek aus der Nazizeit auf uns gewartet hat», sagte die Hotelmanagerin nach der Öffnung des Tresors. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Im Prozess um die Entführung der Block-Kinder hat der Verteidiger der angeklagten Christina Block kritisiert, die Ermittlungen in dem Fall seien zu einseitig geführt worden. Die Staatsanwaltschaft sieht das anders.

Eine Hamburger Familie stirbt im Türkei-Urlaub nach einem Gift-Einsatz im Hotel gegen Bettwanzen. Im Prozess in Istanbul fordern Angehörige Gerechtigkeit – und klagen über fatale Fehler.

Im Prozess um die Entführung der Block-Kinder wird die Hamburger Hauptermittlerin befragt. Einen Satz fand die Polizistin nach der Tat so wichtig, dass sie ihn direkt in ihr Merkbuch schrieb.

Ein Mann soll eine Frau und einen Mann in einem Hotel im Landkreis Biberach lebensgefährlich verletzt haben. Nach der Tat floh er. Die Ermittlungen laufen - zahlreiche Fragen sind offen.

In Großbritannien sind Medienberichten zufolge in den vergangenen Jahren mehrere Pubs mit dem Namen „Duke of York“ geschlossen, verkauft oder umbenannt worden. Darüber berichten unter anderem die Boulevardzeitungen „Daily Express“, „Daily Star“ sowie die deutsche „Bild“.

Nach dem Angriff auf ein israelisches Restaurant in München vor einer Woche prüfen die Ermittler ein mögliches Bekennervideo einer neuen proiranischen Gruppierung. Es war auf Social-Media-Kanälen verbreitet worden.

Ein Dreifach-Maßkrug, ein Riesenrad mit Schlag und ein Schreibfehler – die KI hat beim Maßkrug für das Münchner Frühlingsfest mitgewirkt - das sorgt nun für Gesprächsstoff auf der Mini-Wiesn.

Wenn der berufliche Abschied langsam naht, wird sogar ein Staatsoberhaupt leicht melancholisch. So erging es Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier beim 73. Bundespresseball im Hotel Adlon am Brandenburger Tor in Berlin.

Christina Block bestreitet, die Entführung ihrer Kinder beauftragt zu haben. Doch die Staatsanwaltschaft legt nun Überwachungsaufnahmen aus dem Hotel «Grand Elysée» vor, wo ein Treffen stattgefunden haben soll.

Giftiges Gas im Hotel, verzögerte Hilfe und fehlende Genehmigungen - sechs Angeklagte stehen nach dem Tod einer Hamburger Familie in Istanbul vor Gericht. Was über die Hintergründe bekannt ist.