Tritt in Richtung Chef rechtfertigt fristlose Kündigung

| War noch was…? War noch was…?

Körperliche Angriffe – auch leichte – gegen Vorgesetzte oder Kollegen können den Arbeitsplatz kosten. Wer andere stößt, schubst oder tritt, riskiert eine fristlose Kündigung ohne Abmahnung. Das geht nun aus einem Urteil des Landesarbeitsgerichts Niedersachsen hervor, auf das der Verband Deutscher Arbeitsrechtsanwälte hinweist.

In dem konkreten Fall hatte ein Arbeitnehmer sich seinem Chef gegenüber aggressiv verhalten. Dieser hatte ihn zuvor angesprochen, weil er trotz eines betrieblichen Verbots sein privates Handy nutzte. Daraufhin sagte der Arbeitnehmer zu seinem Vorgesetzten «Hau ab hier», stieß ihn mit der Hand gegen die Schulter und trat in seine Richtung. Der Tritt berührte den Vorgesetzten leicht.

Arbeitnehmer fühlte sich provoziert

Der Arbeitgeber sprach sofort eine außerordentliche fristlose Kündigung aus. Der Arbeitnehmer wehrte sich mit einer Kündigungsschutzklage: Die Kündigung sei zu hart, er sei provoziert worden und der Arbeitgeber hätte ihn zuerst abmahnen müssen.

Das LAG gab dem Arbeitgeber recht. Die fristlose Kündigung sei wirksam. Wichtig war für das Gericht vor allem der Tritt. Auch wenn der Tritt nur leicht war, zeigte er nach Ansicht des Gerichts eine klare Missachtung des Vorgesetzten.

Ein tätlicher Angriff sei eine schwerwiegende Verletzung der arbeitsvertraglichen Pflichten. Auch eine leichte Tätlichkeit könne eine fristlose Kündigung rechtfertigen, wenn sie den Respekt und den Betriebsfrieden massiv stört. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Ab Juni zeigt das rock’n’popmuseum einen Nachbau von Udos legendärem Hotelzimmer. Anlass ist der 80. Geburtstag des Künstlers, der seit Jahrzehnten an der Alster lebt - aber im Münsterland aufwuchs.

Der Fachbereich „Tourismus & Hospitality“ der IST-Hochschule für Management stellt seine drei Bachelorstudiengänge in neuen Podcasts vor. Jessica Levers und Simon Kellerhoff führen im Gespräch durch die inhaltliche Ausgestaltung der Studiengänge und den Studienverlauf.

Er führte das Team, das die Kinder der Unternehmerin Christina Block entführt haben soll. Doch zuvor will der Zeuge einen Versuch für eine gütliche Einigung zwischen den Eltern unternommen haben.

Er führte das Team, das die Kinder der Hamburger Unternehmerin Christina Block aus Dänemark entführt haben soll. Im Prozess gegen die 52-Jährige sagt der israelische Unternehmer erneut als Zeuge aus.

Binnen weniger Tage werden zwei Restaurants Ziel von Reizstoff-Attacken - in verschiedenen Stadtteilen. Nun prüft die Polizei einen möglichen Zusammenhang zwischen den beiden Vorfällen.

Die AfD hat erneut Hotel-Probleme und muss deshalb die Klausurtagung ihrer Bundestagsfraktion verschieben. Das für Februar geplante Strategietreffen der AfD-Bundestagsabgeordneten kann nun erst im zweiten Quartal stattfinden. Ein Ort steht noch nicht fest.

Ist es angemessen, in Kriegs- und Krisensituationen viel Zeit auf gutes Essen zu verwenden? Ja, sagt TV-Koch Tom Franz aus Israel. Gerade dann erfülle Kochen eine wichtige Funktion.

Ein neues Serienprojekt soll die Geschichte eines Israelis und eines Palästinensers erzählen, die in Berlin zusammen ein Restaurant eröffnen. Inspiriert ist der Stoff von den befreundeten Machern des Restaurants «Kanaan» in Prenzlauer Berg.

Nach einer Wanderung in den oberbayerischen Bergen am Spitzingsee finden Gäste eines Hotels ihre Autos ramponiert vor. Waren Kühe die Täter? Ein Fall für die Justiz. Wie ging es vor Gericht aus?

Doris White, George Blue oder John Black: Im Luxushotel der Familie Block haben die mutmaßlichen Entführer unter fiktiven Farben-Namen gewohnt. Das berichtete ein früherer Angestellter, der am Empfang arbeitete, als Zeuge am 29. Prozesstag vor dem Landgericht Hamburg. Es ging auch um die verursachten Kosten.