Von wegen Pisa: Schiefster Turm der Welt steht in Gau-Weinheim

| War noch was…? War noch was…?

Der schiefste Turm der Welt steht seit Sonntag offiziell in Rheinland-Pfalz. Durch die Neigung von 5,4277 Grad geht der Rekord an die Gemeinde Gau-Weinheim im Landkreis Alzey-Worms. Zur Bestätigung des Rekords wurde die Urkunde am Sonntag beim «Tag des offenen Denkmals» vom Rekord-Institut für Deutschland (RID) überreicht.

Eine Messung im Juli hatte die Neigung des Turmes neben einer Kirche laut RID bereits bestätigt. Damit löst die 600-Einwohner-Gemeinde das ostfriesische Suurhusen ab. Dort gibt es einen Turm mit einer Neigung von 5,19 Grad. Der Turm in Pisa hat nach Angaben des Rekord-Institut nach einer Sanierung lediglich noch eine Neigung von 3,97 Grad.

«Der offiziell schiefste Turm der Welt ist seit einigen Jahren nicht mehr der in Pisa, auch wenn der Volksmund noch immer etwas anderes behauptet», erklärte RID-Rekordrichter Olaf Kuchenbecker. Bereits im Jahr 2007 sei Pisa durch den Turm in Suurhusen abgelöst worden. «Ich freue mich sehr, den Weltrekord heute persönlich zu zertifizieren und die Ortsgemeinde mit einer RID-Rekordurkunde auszuzeichnen.»

Den Verlust des Titels nimmt die Kirchengemeinde in Suurhusen mit ein bisschen Wehmut, aber auch gelassen. «Das ist ein fairer Wettbewerb und nur einer kann gewinnen, das ist nun mal so», sagte der Pastor der Kirchengemeinde, Frank Wessels, auf Anfrage. «Wir haben 15 Jahre lang den Titel getragen mit Stolz und mit Würde. Und wenn jetzt jemand anderes nachweisen kann, das dort der schiefste Turm steht, dann akzeptieren wir das und gratulieren von ganzem Herzen.»

Gau-Weinheim ist nicht der einzige Ort mit einem schiefen Turm in Rheinland-Pfalz. In dem Dorf Dausenau an der Lahn steht laut dem Verein Historisches Dausenau ein Turm mit einer Neigung von 5,22 Grad - und damit ebenfalls schiefer als die schiefen Türme von Pisa und Suurhusen. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Tränen, verzweifelte Großeltern und ein Angeklagter, der seine Einlassung in einem wichtigen Punkt korrigiert. Der 34. Tag im Block-Prozess war wieder voller Emotionen und überraschender Wendungen.

Acht Kegelbrüder aus dem Münsterland sollen nach einem Brand auf Mallorca für sieben Jahre ins Gefängnis. Ihnen wird vorgeworfen, vom Balkon ihrer Hotelzimmer brennende Zigaretten und Alkohol auf das Schilfdach einer Kneipe geworfen zu haben, das in Brand geriet.

Nach der Entführung der Block-Kinder wurde zeitweise auch gegen Steakhaus-Unternehmer Eugen Block ermittelt. Durch eine Zeugenvernehmung könnte die Rolle des Großvaters wieder in den Fokus rücken.

Am Anfang der Urlaubswoche reißt sich eine Frau auf der Piste das Kreuzband, die Rückreise erfolgt erst Tage später. Warum sie laut einem Urteil dennoch fast die ganzen Hotelkosten zurückbekommt.

Großeinsatz in der Oldenburger Innenstadt: Ein Mann verbarrikadierte sich in einem Hotelzimmer. Die Polizei verhandelte - mit Erfolg.

Reiner «Calli» Calmund ist Geschichte, Joachim Llambi die Zukunft: Die Jury von «Grill den Henssler» wird umgebaut. Neben dem bissigen Tanz-Juror bringt ein Sternekoch kulinarische Expertise ein.

Großeinsatz in der Oldenburger Innenstadt: Ein Mann hat sich zeitweise in einem Hotelzimmer im niedersächsischen Oldenburg verschanzt. Die Einsatzkräfte überredeten den Mann nach einiger Zeit jedoch zum Aufgeben.

Silvester 2023/24 wurden zwei Kinder der Unternehmerin Christina Block entführt. Gab die Mutter selbst den Auftrag? Ihr Anwalt fordert ein Ende des Verfahrens. Er teilt Kritik nach vielen Seiten aus.

Fernsehkoch Tim Mälzer sorgt sich um die Qualität von Kitchen Impossible. Aufgrund der angekündigten Sparmaßnahmen bei RTL Deutschland knüpft der Gastronom die Fortführung seiner Sendung an strikte Bedingungen: Sollte am Produkt gespart werden, will er die Kochshow beenden.

Ein Kinderpsychologe hat Christina Block, die ihre Kinder in Dänemark jahrelang nicht sehen konnte, oft beraten. Seine Aussage vor dem Landgericht missfällt der Nebenklage. Die zweitälteste Tochter will im Prozess auch nicht aussagen.