Wechsel im Verteidigerteam von Christina Block

| War noch was…? War noch was…?

Die Hamburger Unternehmerin Christina Block hat sich im laufenden Prozess um die mutmaßliche Kindesentführung von ihrem langjährigen Verteidiger Otmar Kury getrennt. Die Mandatsniederlegung wurde von ihrem zweiten Anwalt, Ingo Bott, bestätigt. Block soll die Entscheidung mit unterschiedlichen "Welten" begründet haben.

Hintergrund der Trennung

Otmar Kury vertrat Christina Block seit Beginn der Ermittlungen. Laut einer Erklärung Blocks, die ihr neuer Anwalt Bott übermittelte, schätzt sie Kurys Kompetenz, stellte aber fest: "dass unsere beiden Welten sehr unterschiedlich sind." Sie sei daran interessiert, "als der Mensch gesehen und gehört zu werden, der ich tatsächlich bin." Bott, der erst kurz vor Prozessbeginn als zweiter Strafverteidiger hinzugezogen wurde, bedauert das Ende der Zusammenarbeit mit Kury.

Der Wechsel geschah während des laufenden Verfahrens. Kury hat beim Gericht einen Antrag auf Entbindung als Pflichtverteidiger gestellt. Bott übernimmt nun die Rolle des Pflichtverteidigers, um die anwaltliche Vertretung von Block im weiteren Prozessverlauf sicherzustellen.

Prozessdetails und Vorwürfe

Der Prozess gegen Christina Block läuft seit dem 11. Juli vor dem Landgericht Hamburg. Angeklagt ist sie wegen des Vorwurfs, zusammen mit einem 63-jährigen Deutschen die Entführung ihrer beiden Kinder aus der Obhut des sorgeberechtigten Vaters in Dänemark beauftragt zu haben. Die damals 10 und 13 Jahre alten Kinder wurden in der Silvesternacht 2023/24 gewaltsam aus Dänemark nach Deutschland gebracht. Nach einem Eilantrag des Vaters entschied das Hanseatische Oberlandesgericht, dass die Kinder zurückgegeben werden müssen.

Im Verlauf des Prozesses hat Christina Block die Anschuldigungen zurückgewiesen. In einer mehrstündigen Aussage erklärte sie: "Ich habe die Entführung an Silvester nicht in Auftrag gegeben." Sie habe davon auch nichts gewusst. Fünf weitere Angeklagte sind in dem Verfahren involviert.

Der Prozess soll am 15. August fortgesetzt werden. An diesem Tag will Block Fragen des Gerichts beantworten.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Ein Kreuzfahrtschiff mit lesbischen, schwulen und bisexuellen Passagieren an Bord darf in der Türkei nicht anlegen. Die Behörden begründen ihre Entscheidung mit «moralischen Werten».

Jedes Jahr am 4. Juli findet in den USA vor dem Vergnügungspark Coney Island ein traditionelles Hot-Dog-Wettessen statt. Und fast jedes Jahr gewinnt am Ende Joey Chestnut. In diesem Jahr verteidigte der 42-Jährige seinen Titel bereits zum 18. Mal.

Zwischen deutschem Stammtisch und berüchtigter Walking Street: Pattaya vereint Ruhestand und Rotlicht wie kaum ein anderer Ort in Asien. Nun sorgt ein grausiges Verbrechen weltweit für Schlagzeilen.

Ein Hotelgast in Werder (Havel) soll Übernachtungen und Speisen im Wert von mehr als 5.000 Euro nicht bezahlt haben. Die Polizei nahm den 39-Jährigen für ein beschleunigtes Verfahren fest.

Rocco Forte Hotels führen die Audio-Initiative Bedtime Stories für junge Patienten in Rom ein. Das Projekt wird durch Benefizmittel für ein neues Familienwohnprojekt ergänzt.

Hans im Glück beteiligte sich mit einem eigenen Wagen und verschiedenen Aktionen an der CSD-Parade in München. Dabei standen neben der Präsenz auf der Strecke auch gastronomische Angebote an den lokalen Standorten im Fokus.

Im Block-Prozess sagt ein Zeuge aus Israel per Video aus, der bei der Entführung Neujahr 2024 eines der Tatfahrzeuge gelenkt haben soll. Er schildert dem Gericht, was ihn damals bewegte.

Fernsehkoch Johann Lafer hat sich nach der breiten Berichterstattung über seine Krebserkrankung mit einer persönlichen Botschaft an die Öffentlichkeit gewandt. Darin berichtet er von einem positiven Behandlungsverlauf und bittet zugleich um Respekt für die Privatsphäre seiner Familie.

Tiefer als 29,4 Grad sank die Temperatur im ostsächsischen Kubschütz in der Nacht nicht - nach vorläufigen Angaben des Deutschen Wetterdienstes der höchste Nachtwert seit Beginn der Aufzeichnungen.

Nach dem Tod einer Hamburger Familie in einem Istanbuler Hotel hat das Gericht geurteilt. Die Angehörigen sehen einige der Haftstrafen als gerechtes Urteil an - dennoch kündigt der Anwalt Berufung an.