Wirt schreibt Testament auf Kneipenblock

| War noch was…? War noch was…?

Das Oberlandesgericht Oldenburg hat entschieden, dass selbst eine einfache Notiz auf einem Kneipenblock als gültiges Testament gewertet werden kann. Ein Gastwirt aus dem Kreis Ammerland hatte hinter seinem Tresen einen Zettel mit dem Spitznamen seiner Partnerin hinterlassen, darauf der Zusatz „bekommt alles“.

Ursprünglich hatte das Amtsgericht Westerstede die Anerkennung des Testaments verweigert. Der Grund: Es sei nicht eindeutig feststellbar gewesen, ob es sich tatsächlich um einen letzten Willen handelte. Laut „BILD“ fehlte der für ein Testament erforderliche sogenannte „Testierwille“.

Die Lebensgefährtin des Verstorbenen legte jedoch Berufung ein, und das Oberlandesgericht gab ihr Recht. Der auf Erbrecht spezialisierte Senat des Oldenburger Gerichts kam nach eingehender Prüfung zu dem Schluss, dass der Verstorbene seinen Nachlass durch die Notiz regeln wollte und bestätigte die Gültigkeit des Zettel-Testaments.

Die Richter berücksichtigten dabei unter anderem die Gewohnheit des Gastwirts, wichtige Dokumente hinter dem Tresen aufzubewahren. Zeugenaussagen bestätigten außerdem die Absicht des Verstorbenen. „Dass sich die Notiz auf einer ungewöhnlichen Unterlage befand, nicht als Testament bezeichnet und zudem hinter der Theke gelagert war, steht der Einordnung als Testament nicht entgegen“, so ein Gerichtssprecher“.

Die Lebensgefährtin des Verstorbenen wurde somit als rechtmäßige Erbin festgestellt.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Acht Kegelbrüder aus dem Münsterland sollen nach einem Brand auf Mallorca für sieben Jahre ins Gefängnis. Ihnen wird vorgeworfen, vom Balkon ihrer Hotelzimmer brennende Zigaretten und Alkohol auf das Schilfdach einer Kneipe geworfen zu haben, das in Brand geriet.

Nach der Entführung der Block-Kinder wurde zeitweise auch gegen Steakhaus-Unternehmer Eugen Block ermittelt. Durch eine Zeugenvernehmung könnte die Rolle des Großvaters wieder in den Fokus rücken.

Am Anfang der Urlaubswoche reißt sich eine Frau auf der Piste das Kreuzband, die Rückreise erfolgt erst Tage später. Warum sie laut einem Urteil dennoch fast die ganzen Hotelkosten zurückbekommt.

Großeinsatz in der Oldenburger Innenstadt: Ein Mann verbarrikadierte sich in einem Hotelzimmer. Die Polizei verhandelte - mit Erfolg.

Reiner «Calli» Calmund ist Geschichte, Joachim Llambi die Zukunft: Die Jury von «Grill den Henssler» wird umgebaut. Neben dem bissigen Tanz-Juror bringt ein Sternekoch kulinarische Expertise ein.

Großeinsatz in der Oldenburger Innenstadt: Ein Mann hat sich zeitweise in einem Hotelzimmer im niedersächsischen Oldenburg verschanzt. Die Einsatzkräfte überredeten den Mann nach einiger Zeit jedoch zum Aufgeben.

Silvester 2023/24 wurden zwei Kinder der Unternehmerin Christina Block entführt. Gab die Mutter selbst den Auftrag? Ihr Anwalt fordert ein Ende des Verfahrens. Er teilt Kritik nach vielen Seiten aus.

Fernsehkoch Tim Mälzer sorgt sich um die Qualität von Kitchen Impossible. Aufgrund der angekündigten Sparmaßnahmen bei RTL Deutschland knüpft der Gastronom die Fortführung seiner Sendung an strikte Bedingungen: Sollte am Produkt gespart werden, will er die Kochshow beenden.

Ein Kinderpsychologe hat Christina Block, die ihre Kinder in Dänemark jahrelang nicht sehen konnte, oft beraten. Seine Aussage vor dem Landgericht missfällt der Nebenklage. Die zweitälteste Tochter will im Prozess auch nicht aussagen.

 

Nach der Entführung der Block-Kinder und der Rückkehr zu ihrer Mutter soll ein Kinderpsychologe im Haus von Christina Block gewesen sein. Seine Aussage missfällt der Nebenklage.