Wirt schreibt Testament auf Kneipenblock

| War noch was…? War noch was…?

Das Oberlandesgericht Oldenburg hat entschieden, dass selbst eine einfache Notiz auf einem Kneipenblock als gültiges Testament gewertet werden kann. Ein Gastwirt aus dem Kreis Ammerland hatte hinter seinem Tresen einen Zettel mit dem Spitznamen seiner Partnerin hinterlassen, darauf der Zusatz „bekommt alles“.

Ursprünglich hatte das Amtsgericht Westerstede die Anerkennung des Testaments verweigert. Der Grund: Es sei nicht eindeutig feststellbar gewesen, ob es sich tatsächlich um einen letzten Willen handelte. Laut „BILD“ fehlte der für ein Testament erforderliche sogenannte „Testierwille“.

Die Lebensgefährtin des Verstorbenen legte jedoch Berufung ein, und das Oberlandesgericht gab ihr Recht. Der auf Erbrecht spezialisierte Senat des Oldenburger Gerichts kam nach eingehender Prüfung zu dem Schluss, dass der Verstorbene seinen Nachlass durch die Notiz regeln wollte und bestätigte die Gültigkeit des Zettel-Testaments.

Die Richter berücksichtigten dabei unter anderem die Gewohnheit des Gastwirts, wichtige Dokumente hinter dem Tresen aufzubewahren. Zeugenaussagen bestätigten außerdem die Absicht des Verstorbenen. „Dass sich die Notiz auf einer ungewöhnlichen Unterlage befand, nicht als Testament bezeichnet und zudem hinter der Theke gelagert war, steht der Einordnung als Testament nicht entgegen“, so ein Gerichtssprecher“.

Die Lebensgefährtin des Verstorbenen wurde somit als rechtmäßige Erbin festgestellt.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Im Prozess um die Entführung der Block-Kinder wird die Hamburger Hauptermittlerin befragt. Einen Satz fand die Polizistin nach der Tat so wichtig, dass sie ihn direkt in ihr Merkbuch schrieb.

Ein Mann soll eine Frau und einen Mann in einem Hotel im Landkreis Biberach lebensgefährlich verletzt haben. Nach der Tat floh er. Die Ermittlungen laufen - zahlreiche Fragen sind offen.

In Großbritannien sind Medienberichten zufolge in den vergangenen Jahren mehrere Pubs mit dem Namen „Duke of York“ geschlossen, verkauft oder umbenannt worden. Darüber berichten unter anderem die Boulevardzeitungen „Daily Express“, „Daily Star“ sowie die deutsche „Bild“.

Nach dem Angriff auf ein israelisches Restaurant in München vor einer Woche prüfen die Ermittler ein mögliches Bekennervideo einer neuen proiranischen Gruppierung. Es war auf Social-Media-Kanälen verbreitet worden.

Ein Dreifach-Maßkrug, ein Riesenrad mit Schlag und ein Schreibfehler – die KI hat beim Maßkrug für das Münchner Frühlingsfest mitgewirkt - das sorgt nun für Gesprächsstoff auf der Mini-Wiesn.

Wenn der berufliche Abschied langsam naht, wird sogar ein Staatsoberhaupt leicht melancholisch. So erging es Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier beim 73. Bundespresseball im Hotel Adlon am Brandenburger Tor in Berlin.

Christina Block bestreitet, die Entführung ihrer Kinder beauftragt zu haben. Doch die Staatsanwaltschaft legt nun Überwachungsaufnahmen aus dem Hotel «Grand Elysée» vor, wo ein Treffen stattgefunden haben soll.

Giftiges Gas im Hotel, verzögerte Hilfe und fehlende Genehmigungen - sechs Angeklagte stehen nach dem Tod einer Hamburger Familie in Istanbul vor Gericht. Was über die Hintergründe bekannt ist.

Volle Hallen, gute Laune und bekannte Hits: Beim Opening des Bierkönigs auf Mallorca warten viele lange auf den Moment – doch auch alte Probleme bleiben sichtbar.

Die Marriott-Marke The Luxury Collection eröffnet zur Mailänder Designwoche ein Pop-up-Geschäft im Hotel Casa Brera. In Zusammenarbeit mit der Designerin Margherita Maccapani Missoni werden Modeentwürfe und italienisches Kunsthandwerk präsentiert.