Der Zoll zieht Bilanz: Im Jahr 2025 führt das Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe die Statistik der eingeleiteten Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren an. Mit einer Gesamtschadenssumme von 675 Millionen Euro und neuen digitalen Befugnissen verschärft die Finanzkontrolle Schwarzarbeit ihr Vorgehen gegen illegale Beschäftigungsstrukturen.
Süßwein gilt vielen als altmodisch und landet meist erst zum Dessert im Glas. Dabei passt er überraschend gut zu Käse, scharfen Gerichten oder moderner Küche. Sommeliers erklären, warum sich ein neuer Blick auf Eiswein, Tokaj und Co. lohnt.
Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im August weiter vom Einbruch infolge des Iran-Kriegs erholt. Auch im Dienstleistungssektor hat sich das Geschäftsklima verbessert. Der Ifo-Index stieg um 2,1 Punkte auf 88,8 Punkte.
Der Urlaub ist geplant und genehmigt - und plötzlich kommt ein Megaauftrag oder drei Kollegen fallen spontan aus. Kann der Arbeitgeber in so einem Fall genehmigte Urlaubstage widerrufen?
Für die InterContinental Hotels Group (IHG) lief das vergangene Geschäftsjahr wirklich glänzend. Wie CEO Richard Solomons gestern verkündete, stieg der Gewinn um elf Prozent auf 650 Millionen Dollar. Der RevPAR wuchs um 4,4 Prozent. Der Interconti-Chef hatte aber noch weitere gute Nachrichten dabei: Neben einer Erhöhung der Gesamtdividende um zehn Prozent soll es noch eine Sonderausschüttung über 1,5 Milliarden Dollar geben.
Der französische Hotelriese Accor hat ein glänzendes Geschäftsjahr hinter sich. Wie das Unternehmen gestern mitteilte, legte der Umsatz um 2,3 Prozent auf knapp 5,6 Milliarden Euro zu. Der Gewinn stieg um stolze 9,4 Prozent auf 244 Millionen Euro. Deutschland war mit einem Umsatzplus von 4,5 Prozent einer der kräftigsten Wachstumsmotoren Europa.
Das heimische Gastgewerbe hat im vergangenen Jahr einen neuen Umsatzrekord aufgestellt. Wie das Statistische Bundesamt gestern mitteilte, betrug der nominale Zuwachs 4,2 Prozent. Dies war die höchste nominale Zuwachsrate seit 1994. Preisbereinigt wurden 1,7 Prozent mehr umgesetzt. Auch die Anzahl der Beschäftigten stieg um 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Dehoga nannte die Zahlen zwar erfreulich, steigende Umsätze seien aber noch kein Garant für bessere Betriebsergebnisse.
Dank der guten Konjunktur wird in Deutschland weniger schwarz gearbeitet. Der Anteil der sogenannten Schattenwirtschaft an der gesamten Wirtschaftsleistung soll dementsprechend um 0,4 Punkte auf 10,8 Prozent fallen, so das Tübinger Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung und die Uni Linz. Der Rückgang könnte jedoch durch die Flüchtlingskrise abgebremst werden. Die Forscher rechnen damit, dass viele Schutzsuchende zunächst illegale Jobs als Putzkraft oder auf dem Bau annehmen werden.
Die Deutschen geben weiter gerne Geld aus. Das GfK-Barometer für Konsumklima blieb im Februar bei 9,4 Punkten. Damit trotze es den zuletzt gestiegenen Risiken, so die Gesellschaft für Konsumforschung. Ökonomen hatten eigentlich einen leichten Rückgang vorhergesagt. Grund für die gute Stimmung sind unter anderem die anhaltend stabile Beschäftigung und niedrige Zinsen für Sparer.
Fast jeder zweite deutsche Mittelständler kann seine Auftragslage nicht voll ausschöpfen, weil ihm die geeigneten Fachkräfte fehlen, so das gestern veröffentlichte Mittelstandsbarometer von Ernst & Young. Der dadurch entstandene Schaden wird von den Beratern auf etwa 46 Milliarden Euro geschätzt. Besonders unzufrieden waren die Befragten dennoch nicht. 56 Prozent von ihnen gaben an, mit ihrer Geschäftslage vollends zufrieden zu sein.
Die heimischen Betriebe des Gastgewerbes setzten laut Statistischem Bundesamt im November 2015 real 1,4 Prozent mehr um als im Vorjahresmonat. Nominal betrug der Zuwachs 3,7 Prozent. Die Beherbergungsunternehmen erzielten dabei real 2,1 Prozent und nominal 3,4 Prozent mehr als im November 2014. In der Gastronomie lagen die Umsätze real 1,0 und nominal 3,8 Prozent höher. Die Caterer freuten sich über eine Steigerung von real 5,1 Prozent und nominal 7,2 Prozent.
Der deutschen Wirtschaft geht es prächtig. Im vergangenen Jahr wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) dementsprechend um 1,7 Prozent. Dies war der stärkste Anstieg seit 2011. Hauptursache für die guten Zahlen war der Konsum. Durch die gestiegene Beschäftigung im letzten Jahr hatten die Verbraucher wieder mehr Geld in der Tasche, zudem wurden die Tariflöhne kräftig erhöht. Die Preise in Deutschland stiegen hingegen nur gering.