Der Zoll zieht Bilanz: Im Jahr 2025 führt das Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe die Statistik der eingeleiteten Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren an. Mit einer Gesamtschadenssumme von 675 Millionen Euro und neuen digitalen Befugnissen verschärft die Finanzkontrolle Schwarzarbeit ihr Vorgehen gegen illegale Beschäftigungsstrukturen.
Wenn der Chef die Urlaubswünsche für das ganze Jahr haben möchte, fängt das große Grübeln an. Denn nicht immer ist alles schon durchgeplant. Darf er das überhaupt verlangen?
Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat entschieden: Wer für Unternehmen schlechte Google-Bewertungen entfernen oder beanstanden will, benötigt dafür unter Umständen eine rechtliche Zulassung. Hotelverband und DEHOGA sagen, was dies für das Gastgewerbe bedeutet.
Für einen Liter Benzin musste ein durchschnittlicher Arbeitnehmer im April fünf Minuten arbeiten. Der Ölpreisanstieg durch den Iran-Krieg ist aber weniger heftig als nach Ausbruch des Ukraine-Kriegs.
Bahnchef Rüdiger Grube hat die Umsatzziele des Unternehmens einkassiert. Die Bahn hatte für das Jahr 2020 einen Umsatz von 70 Milliarden Euro angepeilt, 14 davon sollten durch zusätzliche Umsätze aus Akquisitionen hinzukommen. Dafür fehle nun aber der finanzielle Spielraum. Da habe sie die Realität eingeholt, so Grube. Nun rechnet man im Bahn-Tower am Potsdamer Platz nur noch mit 50 Milliarden Euro Umsatz für das Jahr 2020.
Die Angestellten der Deutschen Bahn haben es nicht leicht. Einem bestätigten Medienbericht zufolge ist die Zahl der tätlichen Angriffe im vergangenen Jahr um 25 Prozent auf 1.500 gestiegen. 70 Prozent davon richtete sich gegen Sicherheitskräfte. Die Übergriffe auf andere Reisende sind nach Angaben der Bahn allerdings rückläufig. Als Reaktion kündigte die Bahn eine schärfere Verfolgung der Straftaten sowie mehr Haus- und Beförderungsverbote an.
Die deutschen Unternehmen lassen sich ihre Stimmung nicht vermiesen. Trotz Griechenland-Krise und Ukraine-Krieg kletterte der Ifo-Geschäftsklimaindex von 106,7 auf 106,8 Punkte, so das Münchner Institut. Die Unternehmer beurteilten ihre Lage zwar etwas schlechter als im Vorjahresmonat, für die nächsten sechs Monate sind sie aber optimistisch. Die deutsche Wirtschaft zeige sich robust gegenüber den geopolitischen Unsicherheiten, erklärte Ifo-Chef Hans-Werner Sinn.
Das heimische Gastgewerbe setzte im vergangenen Dezember real 0,1 Prozent und nominal 2,5 Prozent mehr um als im Vorjahresmonat. Die Beherbergung konnte sich dabei über ein reales Plus von 1,5 Prozent freuen, nominal wurden 4,2 Prozent mehr umgesetzt. Die Gastronomie verbuchtes ein reales Minus von 0,7 Prozent, nominal lag der Umsatz 1,5 Prozent höher als im Dezember 2013. Im Gesamtjahr 2014 setzte das deutsche Gastgewerbe real 1,0 Prozent und nominal 3,2 Prozent mehr um als im Jahr 2013. Das war der höchste Zuwachs seit 2011 (real + 2,3 Prozent, nominal + 3,9 Prozent).
In Niedersachsen mussten von 2009 bis 2012 mehr als 900 gastronomische Betriebe schließen. Wie das Landesamt für Statistik mitteilte, entsprach dies fast sieben Prozent aller entsprechenden Unternehmen. Besonders betroffen waren dabei traditionelle Gaststätten und Kneipen, so der Dehoga. Auslöser der Entwicklung sei vor allem ein anderes Freizeitverhalten der Bevölkerung, erklärte Hauptgeschäftsführer Rainer Balke. Doch auch das Nichtraucherschutzgesetz habe ebenfalls seinen Teil dazu beigetragen.
Reiseveranstalter Thomas Cook freut sich über gute Zahlen. Im ersten Geschäftsquartal bis Ende Dezember wurden die saisontypischen Verluste vor Steuern im Jahresvergleich um 29 Prozent auf 115 Millionen Pfund reduziert. Grund für den Rückgang waren vor allem die reisefreudigen Briten sowie der Sparkurs des Unternehmens. Für die Aktionäre gab es trotzdem nichts zu lachen – die Papiere verloren kurz nach Handelsöffnung rund vier Prozent.
Im vergangenen Jahr verzeichneten die heimischen Beherbergungsbetriebe 424 Millionen Übernachtungen und damit einen neuen Rekord. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, war dies ein Plus von drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Anzahl der Übernachtungen ausländischer Gäste stieg im Vorjahresvergleich um fünf Prozent auf 75,5 Millionen. Die Zahl der Gäste aus dem Inland stieg um drei Prozent auf 348,5 Millionen.
Und gleich noch eine Statistik aus dem Bundesamt: Der Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen ist im Jahr 2013 deutlich zurückgegangen, so die Wiesbadener Statistiker. Mit insgesamt 23.267 Personen im Alter zwischen zehn und 19 Jahren, die aufgrund ihres Konsums ins Krankhaus mussten, verringerte sich die Anzahl der exzessiv trinkenden Teenager um stolze 12,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.