9-Euro-Ticket: Regelung für Fahrtkostenzuschuss wird angepasst

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Kommen Arbeitnehmer mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit, können Arbeitgeber ihnen steuerfreie Zuschüsse zu den Fahrtkosten auszahlen. Gängig ist das zum Beispiel bei Monatstickets. Weil die Monatstickets zwischen Juni und August wegen des 9-Euro-Tickets entsprechend günstig ausfallen, können die Fahrtkostenzuschüsse zum Teil höher liegen. Halten Arbeitgeber ungeachtet des Billig-Tickets an dem bisherigen Betrag fest, muss das aber kein Problem sein.

«Der Arbeitgeber kann teilweise den gleichen Zuschuss bezahlen wie bisher», sagt Daniela Karbe-Geßler vom Bund der Steuerzahler in Berlin. Die Finanzverwaltung hat für diese Fälle eine Vereinfachungsregelung beschlossen. Für die Monate Juni, Juli und August 2022 bleibt die Steuerfreiheit selbst dann bestehen, wenn die Zuschüsse des Arbeitgebers im Monat höher sind als die Kosten des Arbeitnehmers.

Insgesamt dürfen die Zuschüsse die Kosten nicht übersteigen

Sichergestellt werden muss allerdings, dass die Arbeitgeberzuschüsse im Kalenderjahr 2022 insgesamt nicht höher sind als die vom Arbeitnehmer getragenen Kosten für die Tickets.

Ein Beispiel: Zahlt ein Arbeitgeber etwa einen 40-Euro-Zuschuss für ein Monatsticket im Wert von 70 Euro, bleibt der Zuschuss auch für die Monate Juni bis August steuerfrei. Denn insgesamt bezahlt der Arbeitnehmer für seine Tickets dann 657 Euro, der Zuschuss des Arbeitgebers bleibt mit 480 Euro darunter.

Arbeitgeber sollten also genau rechnen. Anpassungen müssen vor allem die Arbeitgeber vornehmen, die bisher schon den gesamten Preis für das Ticket übernommen haben. Hier sollte in den Monaten Juni bis August der Zuschuss auf 9 Euro gemindert werden, um die Steuerfreiheit weiterhin voll zu behalten.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Deutschland zählt so viele Firmenpleiten wie seit 2014 nicht - und trotz Konjunkturhoffnungen gibt es keine Entwarnung für das kommende Jahr. Die zahlenmäßig meisten Insolvenzen entfielen auf das Dienstleistungsgewerbe.

Die Zuversicht der Verbraucher in Deutschland bezüglich ihrer eigenen finanziellen Lage stagniert. Das aktuelle Postbank Stimmungsbarometer beleuchtet die Hauptsorgen der Bevölkerung und zeigt auf, wie die gestiegenen Kosten die Spar- und Konsumpläne beeinflussen.

Aktuelle Daten des Statistischen Bundesamts zeigen, dass die Niedriglohnquote in Deutschland konstant bei 16 Prozent liegt. Besonders betroffen ist das Gastgewerbe, wo über die Hälfte der Jobs dem Niedriglohnsektor zuzuordnen sind.

Im Büro, auf der Bühne oder an der Maschine: Macht das einen Unterschied, wenn Medikamente die Leistungsfähigkeit einschränken? Und was passiert, wenn ein Fehler passiert? Fragen und Antworten.

Die anstehende Erhöhung des Mindestlohns auf 13,90 Euro pro Stunde zum 1. Januar 2026 hat für das Gastgewerbe die größten Auswirkungen. Das geht aus einer neuen Studie des ifo Instituts hervor. Die Branche weist die höchste Betroffenheit auf und plant entsprechende Reaktionen auf den signifikanten Lohnkostenanstieg.

Kinder weltweit essen immer mehr hochverarbeitete Lebensmittel – mit gefährlichen Folgen für Gesundheit, Wachstum und Psyche. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Unicef-Analyse, die zusammenfasst, wie sehr sogenannte ultra-verarbeitete Produkte (UPFs) den Alltag von Kindern und Jugendlichen bestimmen.

Fit Reisen das Suchverhalten in den 200 größten deutschen Städten untersucht, um die tatsächliche Nachfrage nach Wellnessangeboten zu analysieren. Die Auswertung zeigt, dass dabei die Nähe zu Angeboten, regionale Gegebenheiten und das Einkommen entscheidend sind.

Eigentlich gibt es Kinderkrankentage nur bis das Kind zwölf Jahre alt ist. Wann Eltern trotzdem bezahlt zu Hause bleiben dürfen – und warum der Arbeitsvertrag zum Stolperstein werden kann.

Zum 1. Januar steigt der Mindestlohn um 1,08 Euro - 22 Prozent der direkt betroffenen Unternehmen wollen daher Jobs streichen. Eine Umfrage des Ifo zeigt, wo besonders oft Mindestlohn gezahlt wird.

Das Statistische Bundesamt (Destatis) veröffentlichte aktuelle Zahlen zur Herstellung und zum Außenhandel von kakaohaltigen Schokoladenerzeugnissen für das Jahr 2024. Obwohl die Produktion im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken ist, zeigt sich im Fünf-Jahres-Vergleich eine deutliche Steigerung.