Arbeitsrecht: Haben Minijob-Beschäftigte an Feiertagen frei?

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

An gesetzlichen Feiertagen haben Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Regel frei und bekommen eine Feiertagsvergütung - das Gehalt wird also nicht gekürzt. Was aber gilt, wenn Minijobber nur wenige Tage pro Woche oder Monat arbeiten? Bekommen sie auch eine Feiertagsvergütung? Oder kann der Arbeitgeber verlangen, dass sie stattdessen an einem anderen Wochentag arbeiten?

Zunächst einmal ist klar: «Minijobber sind ganz normale Arbeitnehmer und haben die gleichen Rechte», sagt Peter Meyer, Fachanwalt für Arbeitsrecht in Berlin.

Theorie und Praxis gehen auseinander

In der Theorie ist es also einfach: Angenommen ein Minijobber hat einen festen Einsatzplan, der den Einsatz von Mittwoch bis Freitag bestimmt. Fällt der Donnerstag dann mit einem Feiertag zusammen, bekommt der Arbeitnehmer für diesen Tag eine Feiertagsvergütung. Das heißt: Die Arbeitszeit, die wegen des Feiertags ausfällt, bekommt der Arbeitnehmer dennoch bezahlt.

Die Praxis ist aber häufig anders, so Peter Meyer. «Da sagt der Arbeitgeber dann: Du holst die am Feiertag ausgefallene und nicht bezahlte Arbeit an kommenden Dienstag nach.» Darauf lassen sich Beschäftigte in Minijobs meistens ein, schließlich sind sie in der Regel auf ihren Job und die Einsätze angewiesen. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Während einer Mahlzeit zu trinken, soll angeblich nicht gut für die Verdauung sein. Die Befürchtung dahinter: Die Flüssigkeit verdünnt die Magensäure, die Verdauung funktioniert nicht mehr so gut. Was ist dran an dieser Regel?

Eine Studie zeigt, dass Geschäftsreisende gerne nachhaltig unterwegs wären, dafür aber in den großen Unternehmen kaum Konzepte vorhanden sind. Geht es um die Kosten, geben zwei von drei Travel Managern an, dass ihr Budget für Geschäftsreiseprogramme infolge der Pandemie gekürzt wurde.  

Wieder täglich ins Büro? 19 von 20 Beschäftigten in Deutschland wollen nach Corona nicht jeden Tag wieder zur Arbeit fahren. Eine PWC-Studie zeigt, wie groß auch weiterhin der Wunsch ist, zumindest teilweise von zuhause zu arbeiten.

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Mai aufgehellt und konnte sich damit erneut etwas vom Einbruch zu Beginn des Ukraine-Kriegs erholen. Das Ifo-Geschäftsklima stieg im Vergleich zum April um 1,1 Punkte.

Ob auf dem Bau, im Schwimmbad oder auf der Restaurant-Terrasse: Gerade im Frühjahr und Sommer sind Beschäftigte, die Berufen im Freien nachgehen, einem hohen UV-Index ausgesetzt. Aber muss sich darum der Arbeitgeber kümmern?

Hat der Arbeitgeber einen Unterlassungsanspruch gegenüber seinem eigenen Betriebsrat? Die urteilenden Richter schlagen sich in der Frage auf die Seite der Arbeitnehmer.

Halten Beschäftigte sich nicht an die Maskenpflicht im Unternehmen, müssen sie mit einer Abmahnung rechnen. Aber ist dann auch eine ordentliche Kündigung möglich? Ein Urteil zeigt die Fallstricke.

Schädliche automatisierte Systeme, sogenannte „Bad Bots“, kommen immer häufiger vor. Mittlerweile sind sie für rund 40 Prozent des Datenverkehrs in Deutschland verantwortlich und haben es besonders auf die Reisebranche abgesehen.

Bei der Suche nach Mitarbeitern geistert der Begriff Employer Branding erneut durch die Unternehmen. Viele Führungskräfte glauben, die aktuelle Misere beginne mit leistungsgerechter Entlohnung der Beschäftigten. Das ist sicher richtig, aber nur ein Teil der Wahrheit. Mit Geld allein ist das Problem der Personalbeschaffung nicht zu lösen. Ein Gastbeitrag von Albrecht von Bonin

Nach einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts können Massenentlassungen selbst dann rechtens sein, wenn Arbeitgeber nicht alle Formalien einhalten. Das Fehlen von Angaben wie Geschlecht und Alter führe für sich genommen nicht zur Unwirksamkeit.