ARD/ZDF-Medienstudie zeigt steigende regelmäßige KI-Nutzung

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37 Prozent der Menschen in Deutschland ab 14 Jahren nutzen KI-Onlinetools mindestens einmal pro Woche. Im Vorjahr lag der Anteil bei 22 Prozent. Das geht aus der am 22. September 2026 veröffentlichten ARD/ZDF-Medienstudie hervor. Zumindest gelegentlich verwenden inzwischen 59 Prozent solche Angebote.

Jüngere nutzen KI-Onlinetools regelmäßig deutlich häufiger als ältere Menschen

Gut zwei Drittel der 14- bis 29-Jährigen nutzen KI-Onlinetools mindestens wöchentlich. In der Altersgruppe ab 70 Jahren sind es acht Prozent. Betrachtet man auch die gelegentliche Nutzung, liegen die Anteile in diesen beiden Altersgruppen bei 92 beziehungsweise 15 Prozent.

Die Studie erfasst zudem, wie die Befragten die Informationen von KI-Tools beurteilen. 54 Prozent halten sie für weniger oder nicht vertrauenswürdig. Drei Prozent stufen sie als sehr vertrauenswürdig ein. Unter den Nutzern von KI-Tools halten 43 Prozent die Quellenangaben für transparent. Zugleich bewerten 81 Prozent Quellenangaben als wichtig oder sehr wichtig.

„KI wird die Mediennutzung massiv verändern, und wir sehen in der Studie schon, dass vor allem jüngere Menschen durch diese Tools anders an Informationen kommen“, sagte Florian Hager, Intendant des Hessischen Rundfunks und Vorsitzender der ARD.

Streamingangebote von ARD und ZDF erreichen jeweils mehr als die Hälfte

Die Studie untersucht auch die Nutzung von Streamingangeboten. Die Angebote von ARD und ZDF erreichen demnach 56 beziehungsweise 51 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren. Netflix und Amazon Prime Video kommen der Vorlage zufolge auf nahezu gleiche Gesamtreichweiten. Unter den Videoplattformen erreicht YouTube 71 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren.

Bei den 14- bis 29-Jährigen entfallen fast 50 Prozent des Nutzungsbudgets auf Videos in sozialen Medien und auf YouTube. Die Nutzung linearer und nicht linearer Angebote hat sich laut Studie gegenüber dem Vorjahr insgesamt nur leicht verändert. Jüngere nutzten überwiegend Streamingangebote. Mit zunehmendem Alter nehme die nicht lineare Nutzung ab, gewinne dort gegenüber dem Vorjahr aber ebenfalls an Bedeutung.

Spotify erreicht beim Audiostreaming 44 Prozent der Bevölkerung

Für Spotify weist die Studie eine Reichweite von 44 Prozent der Bevölkerung aus. YouTube Music, das erstmals erfasst wurde, erreicht 30 Prozent. ARD Sounds, zuvor ARD Audiothek, kommt auf 15 Prozent.

Für die Untersuchung befragte das Institut GIM zwischen dem 27. Januar und dem 19. April 2026 insgesamt 2.462 deutschsprachige Personen ab 14 Jahren in Deutschland. 70 Prozent der Befragungen erfolgten telefonisch auf Basis einer repräsentativen Dual-Frame-Stichprobe, 30 Prozent über ein Onlinepanel.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


 

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