Ausbildungsvergütungen im Gastgewerbe liegen über dem allgemeinen Durchschnitt

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Die Gehälter für Auszubildende in Deutschland verzeichnen einen kontinuierlichen Zuwachs. Eine aktuelle Auswertung des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA) auf Basis von Daten des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zeigt, dass das Gastgewerbe im Vergleich zu anderen Wirtschaftsbereichen konkurrenzfähig bleibt. Während der Durchschnitt über sämtliche duale Ausbildungsberufe hinweg bei 1.209 Euro pro Monat liegt, erreichen die dreijährigen gastgewerblichen Berufe über die gesamte Laufzeit ein Mittel von 1.229 Euro.

Differenzierung nach Ausbildungsdauer und Branchen

Innerhalb der Branche variieren die Beträge je nach Dauer der Ausbildung. Die zweijährigen Berufe liegen aufgrund des fehlenden dritten Ausbildungsjahres naturgemäß niedriger: Die Fachkraft Küche erhält durchschnittlich 1.175 Euro, während die Fachkraft für Gastronomie bei 1.165 Euro liegt.

Im branchenübergreifenden Vergleich zeigt sich ein deutliches Gefälle zwischen den Sektoren. Die höchsten Vergütungen werden mit durchschnittlich 1.329 Euro im öffentlichen Dienst gezahlt. Das Handwerk markiert mit 1.093 Euro den niedrigsten Wert. Zwischen diesen beiden Bereichen besteht somit eine Differenz von 22 Prozent.

Regionale Unterschiede und Bedeutung der Tarifbindung

Die Auswertung verdeutlicht zudem, dass regionale Abweichungen in der Entlohnung mittlerweile nur noch gering ausfallen. Während in Baden-Württemberg branchenübergreifend im Schnitt 1.257 Euro gezahlt werden, liegt der Wert in Nordrhein-Westfalen bei durchschnittlich 1.185 Euro.

Ein wesentlicher Faktor für das Niveau der Bezüge ist die Tarifbindung. Im Jahr 2025 erhielten 56 Prozent aller Auszubildenden in tarifgebundenen Betrieben eine monatliche Vergütung von mehr als 1.200 Euro. Damit verteidigen die gastgewerblichen Berufe ihre Position im Wettbewerb um Nachwuchskräfte gegenüber der Privatwirtschaft.


 

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