Beruflich weiterkommen: Welche Weiterbildung passt zu den eigenen Karrierezielen?

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Nach vielen Jahren im selben Beruf kennen Beschäftigte ihre Aufgaben und alles, was dazu gehört, ganz genau. Die täglichen Abläufe sitzen und auch etwas schwierigere Situationen lassen sich mit der nötigen Erfahrung bewältigen. Irgendwann kann jedoch der Wunsch entstehen, beruflich weiterzukommen. Für die einen soll es eine Führungsposition werden,  eine besser bezahlte Stelle mit mehr Verantwortung, aber auch andere streben nach Weiterentwicklung und möchten sich beruflich weiterbilden.

Eine Weiterbildung kann in jedem Fall helfen. Wichtig ist aber immer, dass sie auch wirklich zu den bisherigen Erfahrungen und den eigenen beruflichen Zielen passt.

Was, wenn plötzlich mehr Verantwortung dazukommt?

Diejenigen, die ein Team leiten, übernehmen grundsätzlich andere Aufgaben als zuvor. Zusätzlich zur eigenen Arbeit müssen Dienstpläne erstellt, Mitarbeiter eingearbeitet und Abläufe organisiert werden. In Hotels und Restaurants bedeutet das beispielsweise, Personal passend zur Auslastung einzuplanen oder bei Beschwerden eine Lösung zu finden. In technischen Betrieben stehen vergleichsweise eher Produktionsabläufe, Arbeitssicherheit und Koordination im Mittelpunkt. Fachliche Erfahrung ist dabei hilfreich, reicht allein aber nicht immer aus. Führungskräfte müssen Entscheidungen treffen, Konflikte lösen und wirtschaftliche Zusammenhänge verstehen. Viele dieser Kenntnisse lassen sich durch eine gezielte Fortbildung vertiefen.

Die richtige Wahl: Welche Weiterbildung passt zum Beruf?

Die Auswahl an beruflichen Qualifikationen ist natürlich groß. Für Beschäftigte im Gastgewerbe kommen zum Beispiel Fortbildungen zum Küchenmeister, Restaurantmeister oder Hotelmeister infrage. Sie bereiten auf leitende Aufgaben innerhalb der jeweiligen Branche vor. Wenn man einen technischen Beruf ausübt, kann man sich zum Beispiel zum Industriemeister weiterbilden. Diese Qualifikation richtet sich unter anderem an Fachkräfte aus der Produktion und Instandhaltung, die künftig Mitarbeiter führen oder betriebliche Abläufe koordinieren möchten. Die Meisterschule in Düsseldorf ist eine Anlaufstelle für entsprechende Aufstiegsfortbildungen. Zusätzlich zu verschiedenen fachlichen Inhalten gehören auch Themen wie Mitarbeiterführung, Arbeitsorganisation und betriebswirtschaftliche Grundlagen zur Vorbereitung. Welcher Abschluss sinnvoll ist, hängt stark vom bisherigen Beruf und der gewünschten Position ab.

Weiterbildung und Vollzeitjob vereinbaren

Eine Fortbildung neben dem Beruf verlangt grundsätzlich einiges an Organisation. Vor allem bei Schichtarbeit oder wechselnden Arbeitszeiten kann es schwierig werden, regelmäßig am Unterricht teilzunehmen. Vor der Anmeldung sollten deshalb die Unterrichtszeiten, die Lehrgangsdauer und der zusätzliche Lernaufwand geprüft werden. Auch die Voraussetzungen für die jeweilige IHK-Prüfung müssen erfüllt sein. Hinzu kommt die Finanzierung. Bei anerkannten Aufstiegsfortbildungen kann unter bestimmten Voraussetzungen ein Aufstiegs-BAföG beantragt werden. Zum Teil unterstützen auch Arbeitgeber ihre Beschäftigten finanziell oder ermöglichen eine flexiblere Arbeitszeitgestaltung.

Was bringt der Abschluss im Berufsalltag?

Eine Weiterbildung führt nicht automatisch zu einer Beförderung. Sie kann aber insofern dabei helfen, sich für Aufgaben zu qualifizieren, die bisher außerhalb des eigenen Verantwortungsbereichs lagen. Deshalb ist es hier auch so wichtig, frühzeitig mit dem Arbeitgeber über mögliche Entwicklungsschritte zu sprechen. Vielleicht kann nach dem Abschluss eine Abteilung übernommen oder die Verantwortung für ein größeres Team übertragen werden. Natürlich können zusätzliche Qualifikationen auch bei einem späteren Stellenwechsel von Vorteil sein.

Plattformen wie LinkedIn und Xing bieten zudem die Möglichkeit, neue berufliche Kontakte zu knüpfen, sich über offene Stellen zu informieren und die eigenen Qualifikationen für potenzielle Arbeitgeber sichtbar zu machen. Sie ergänzen die praktische Berufserfahrung und zeigen, dass sich jemand intensiver mit seinem Fachgebiet beschäftigt hat. Entscheidend bleibt, welche beruflichen Ziele erreicht werden sollen. Wenn man diese kennt und die Weiterbildung entsprechend auswählt, kann man den nächsten Karriereschritt, egal wohin er führt, um einiges gezielter planen.


 

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