BGN veröffentlicht Leitfaden zur Raumakustik in Gastronomie und Kantinen

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) hat einen Leitfaden zur Verbesserung der Raumakustik in Gaststätten und Kantinen vorgelegt. Wie die Organisation mitteilt, richtet sich die Veröffentlichung an Betreiber im Gastgewerbe und soll dabei helfen, Lärmbelastungen zu erkennen und zu reduzieren.

Beratung vor Ort und kostenfreier Service

Nach Angaben der BGN bietet die Berufsgenossenschaft ihren Mitgliedsbetrieben eine Beratung direkt vor Ort an. Diese reicht laut Mitteilung von einer Ersteinschätzung über Messungen im laufenden Betrieb bis hin zur Bewertung bereits umgesetzter Maßnahmen. Auch weiterführende Vorschläge können gemeinsam entwickelt werden.

Der Service ist laut BGN kostenfrei. Erkenntnisse aus den Beratungen werden nach Angaben der Organisation als Praxisbeispiele veröffentlicht, auf Wunsch anonymisiert.

Ursachen und Auswirkungen von Lärm

Wie die BGN ausführt, entsteht die Geräuschkulisse in gastronomischen Betrieben durch verschiedene Quellen. Dazu zählen Gespräche, Hintergrundmusik, Geschirrgeräusche sowie technische Geräte wie Kaffeemaschinen oder Klimaanlagen.

Nach Angaben der Berufsgenossenschaft kann ein erhöhter Geräuschpegel dazu führen, dass Gäste Gespräche schlechter verstehen und sich unwohl fühlen. Dies könne zur Folge haben, dass Betriebe seltener besucht werden oder negative Bewertungen erhalten.

Auch das Personal ist laut BGN betroffen. Die Organisation weist darauf hin, dass dauerhafte Lärmbelastung unter anderem zu einer stärkeren Beanspruchung der Stimme sowie zu Stress führen kann. Genannt werden mögliche Folgen wie Kopfschmerzen, erhöhter Blutdruck und eine sinkende Arbeitsleistung.

Leitfaden beschreibt Maßnahmen und Bewertung

Der Leitfaden „Raumakustik in Gaststätten und Kantinen“ enthält nach Angaben der BGN Hinweise zur Identifikation von Schallquellen sowie zur Reduzierung unerwünschter Geräusche. Zudem werden Anforderungen an die Raumakustik und geltende Lärmgrenzen erläutert.

Ein Schwerpunkt liegt laut Mitteilung auf praktischen Lösungsansätzen. Dazu gehören beispielsweise der Einsatz schallabsorbierender Materialien oder die Anpassung der Raumgestaltung, um Geräuschbereiche voneinander zu trennen. Auch rückbaubare Maßnahmen werden berücksichtigt, wenn bauliche Vorgaben bestehen.

Darüber hinaus enthält der Leitfaden laut BGN Fallbeispiele mit Berechnungen, die verschiedene Maßnahmen vergleichen. Dabei werden sowohl deren Wirksamkeit als auch die entstehenden Kosten dargestellt.

Aufbau in vier Themenbereiche gegliedert

Nach Angaben der BGN ist der Leitfaden in vier Themenbereiche unterteilt. Diese umfassen die Identifikation von Schallquellen, die Anforderungen an die Raumakustik, typische Maßnahmen zur Schallreduktion sowie konkrete Fallbeispiele.

Ziel der Veröffentlichung ist es laut BGN, Betreiber dabei zu unterstützen, die akustische Situation in ihren Betrieben eigenständig zu bewerten und geeignete Maßnahmen umzusetzen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Fast jeder zweite Selbstständige in Europa verzichtet auf Lohn, um unabhängig zu bleiben. Was steckt hinter dem Stolz, auf Kredite zu verzichten – und welche Ängste spielen eine Rolle?

Ein Krankenschein hat einen hohen Beweiswert. Um den zu erschüttern, braucht ein Arbeitgeber deutliche Indizien. Das zeigt einmal mehr ein Urteil des Arbeitsgerichts Nordhausen, auf den die Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) hinweist.

So viele Insolvenzen gab es im ersten Halbjahr seit mehr als zehn Jahren nicht. Creditreform warnt: Noch hat die Pleitewelle ihren Scheitelpunkt nicht erreicht. Die Liste der Probleme ist lang.

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass bargeldloses Bezahlen im Urlaub einen neuen Höchststand erreicht hat. Vor allem jüngere Reisende nutzen Kreditkarten und Smartphones, während bei der Generation über 50 Jahre Bargeld weiterhin knapp dominiert.

Eine Erhebung des Statistischen Bundesamtes zeigt, dass sich 21 Prozent der deutschen Bevölkerung im Jahr 2025 keinen einwöchigen Urlaub leisten konnten. Besonders betroffen waren einkommensschwache Haushalte sowie Alleinerziehende.

Das Gastgewerbe hat sich im Mai 2026 besser entwickelt als andere Branchen des deutschen Mittelstands. Der DATEV-Mittelstandsindex weist sowohl bei den Umsätzen als auch bei den Löhnen die stärksten Zuwächse unter den untersuchten Wirtschaftszweigen aus.

Eine Umfrage zeigt, dass 73 Prozent der Arbeitnehmer in Österreich im Urlaub erreichbar bleiben. Besonders Führungskräfte sind während der freien Tage häufig digital oder telefonisch für den Betrieb verfügbar, was von vielen als Belastung empfunden wird.

Viele Menschen in Deutschland sparen – vor allem bei Kleidung sowie beim Besuch von Restaurants, Cafés und Bars. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Instituts Kantar im Auftrag des Preisvergleichsportals Idealo.

Die Gastronomie und die Hotellerie in Deutschland haben im April 2026 preisbereinigt jeweils 7,4 Prozent weniger umgesetzt als im Vorjahresmonat. Für das Gastgewerbe insgesamt weist das Statistische Bundesamt ein reales Minus von 7,1 Prozent aus.

Deutschland liegt laut einer internationalen Studie beim Einsatz KI-generierter Spesenbelege an der Spitze. Jeder zehnte Beschäftigte nutzt solche Belege regelmäßig, während jeder Fünfte angibt, Ausgaben grundsätzlich falsch darzustellen.