Brüllen, schreien, Wutausbrüche: Jeder Dritte kündigte schon wegen des Chefs

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Ein großer Teil der Fachkräfte mit Berufsausbildung muss sich mit cholerischen, zynischen oder anderweitig zur Führung ungeeigneten Vorgesetzten auseinandersetzen. Das ist das Ergebnis der aktuellen Umfrage von meinestadt.de. Das Marktforschungsinstitut respondi hatte dazu insgesamt 2.085 Fachkräfte mit Berufsausbildung im Alter von 25 bis 65 Jahren online befragt. Der Studie zufolge haben 30,2 % der Fachkräfte schon einmal den Job wegen eines Vorgesetzten gekündigt.

Schulnoten für den Chef: reicht die 3+?

Im branchenübergreifenden Durchschnitt bewerten Fachkräfte ihre Vorgesetzten mit einer Durchschnittsnote von 2,67. Dabei gibt es Unterschiede zwischen den Branchen: Im Handwerk wird mit 2,43 besser bewertet als in der Logistik (2,77). Nun ist eine 3+ keine schlechte Schulnote. Aber ist sie gut genug? Die Führungspraxis von Vorgesetzten entscheidet darüber, ob sich Mitarbeiter in ihrem Job wertgeschätzt, gut gefördert, kurzum wohl fühlen. Angesichts fehlender Fachkräfte ist eine im Schnitt eher mittelmäßig bewertete Führung durchaus kritisch zu sehen. Branchenübergreifend bewerten immerhin 20,1 % der Fachkräfte ihre Vorgesetzten nur mit "ausreichend", "mangelhaft" oder "ungenügend".

Im Schnitt kamen die Führungskräfte über alle Branchen hinweg auf eine Drei+

Sehr gut: 12,8 Prozent

Gut: 41,5 Prozent

Befriedigend: 25,6 Prozent

Ausreichend: 11,5 Prozent.

Mangelhaft: 6,6 Prozent

Ungenügend: 2,2 Prozent

Positive Führungserlebnisse: Blumenstrauß zum Jubiläum

In der Studie kommentieren Fachkräfte positive wie negative Erlebnisse mit ihren Vorgesetzten. Bei den positiven Erlebnissen geht es vielfach um Wertschätzung. Diese wird in kleinen Gesten wie dem Blumenstrauß zum Firmenjubiläum ebenso ausgedrückt, wie in großen Worten: Als "schönstes Erlebnis" teilt eine Fachkraft mit, dass sein Vorgesetzter "vor allen anderen sagt, dass er weiß, was er an mir hat." Häufig zeigt sich in den geschilderten positiven Erlebnissen die Führungskraft auch als "Helfer in der Not", der auf Stresslagen der Mitarbeiter fürsorglich reagiert: "Als es mir privat nicht gut ging, hat er Stress und Arbeit von mir ferngehalten.

Negative Führungserlebnisse: Ordner als Wurfgeschosse

In den Schilderungen negativer Erlebnisse hingegen zeigen sich Vorgesetzte anscheinend mit ihrer Aufgabe überfordert und unkontrolliert: Sie setzen Aktenordner als Wurfgeschosse ein, haben "cholerische Anfälle wegen Nichtigkeiten" und schreien ihre Mitarbeiter "vor versammelter Mannschaft" an. Doch bleibt es nicht beim cholerischen Anfall. Einige Vorgesetzte üben den Schilderungen der Umfrageteilnehmer zufolge systematisch Druck auf die Mitarbeiter aus, verweigern ihnen den Gang zur Toilette, beleidigen sie persönlich und lassen sie wochenlang ohne Pause durcharbeiten.

Chef als Kündigungsgrund: "Jeder hatte Angst vor ihm"

Kein Wunder, dass fast jede dritte Fachkraft den Job schon einmal wegen eines Vorgesetzten gekündigt hat. Nach den Gründen gefragt, berichtet eine Fachkraft, dass vor ihrem Vorgesetzten einfach "jeder" Angst gehabt habe. Eine andere resümiert: "Er hat mich psychisch krank gemacht." Die Regel "employees join companies but leave managers" gilt offensichtlich auch für Fachkräfte mit Berufsausbildung. In kleinen Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern liegt der Anteil derjenigen, die schon einmal aus Frust über schlechte Führungskompetenzen gekündigt haben, mit 36,0 % deutlich höher als bei größeren Arbeitgebern mit über 500 Mitarbeitern, hier sind es 25,4 %.

In Führungsqualität investieren

"Gute Führungskräfte machen einen Arbeitgeber für Fachkräfte mit Berufsausbildung attraktiv, schlechte Führungskräfte unattraktiv. Das hat Konsequenzen fürs Recruiting und die Bindung von Mitarbeitern - also letztlich für die Employer Brand", so Wolfgang Weber, Geschäftsführer von meinestadt.de. "Arbeitgeber sollten ihre Führungskultur daher reflektieren und in ihre Führungsqualität investieren."

Die Studienautoren befragten die Teilnehmer auch zu ihrem "schönsten" und "schlimmsten Erlebnis" mit ihren Vorgesetzten. Dabei berichteten rund 1000 Befragte von besonderen Negativ-Beispielen:

"Cholerisch gebrüllt, geschrien und mit Ordnern geworfen."

"Dass meine Vorgesetzte mich gezwungen hat, 21 Tage ohne Pause durchzuarbeiten."

"Meine Frau hatte einen Schlaganfall bekommen und mein Chef wollte mich nicht gehen lassen."

Bei der Befragung schilderten mehr als 1600 Teilnehmer aber auch positive Erlebnisse mit ihren Vorgesetzen:

"Als es mir privat nicht gut ging, hat er Stress und Arbeit von mir ferngehalten."

"Dass mein Chef vor anderen sagt, dass er weiß, was er an mir hat und dass er viel Wert auf meine Aussagen legt."

"das Anstoßen mit Sekt bei Erfolgen" oder der Schokoladen-Nikolaus am 6. Dezember

Bei den beschriebenen "schönsten Erlebnissen" sei es oft um Wertschätzung gegangen, stellten die Studienautoren fest. Und: "Bei sehr vielen Fachkräften wirkt es dauerhaft positiv nach, wenn die Vorgesetzten auf persönliche Not oder Stresslagen Rücksicht nehmen, fürsorglich reagieren und 'ihren Leuten' den Rücken freihalten."

Das Whitepaper zum ersten Teil der Studie "Fachkräfte und Führung" kann unter presse@meinestadt.de angefordert werden. Weitere Teile der Studie werden im November 2019 veröffentlicht.


 

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Das Gastgewerbe in Deutschland setzte im April 2019 real 1,7 Prozent weniger um als im April 2018. Wie das Statistische Bundesamt​​​​​​​ weiter mitteilte, stieg der Umsatz nominal um 0,5 Prozent. Kalender- und saisonbereinigt sank der Umsatz im Vergleich zum März real um 0,7 Prozent und stieg nominal um 0,1 Prozent.

IdeenExpo: Ausbildung im Gastgewerbe

MINT ist gefragt – auf der am Samstag in Hannover beginnenden 7. IdeenExpo setzt der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga Niedersachsen) nun erstmalig die Ausbildungsberufe im Gastgewerbe mit einem branchenspezifischen Mitmach-Konzept in Szene.

Für Existenzgründer: Die besten Städte, um ein Restaurant zu eröffnen

Der Zahlungsdienstleister SumUp hat eine Studie veröffentlicht, die zeigt, welche Städte die besten Voraussetzungen für Existenzgründer in der Gastronomie bieten. Für die Untersuchung wurden die 100 bevölkerungsreichsten Städte Europas, darunter 18 deutsche Metropolen, ausgewählt.

Fast Food Österreich: Imbissstände verlieren gegen Systemgastronomen

Das Geschäft mit Fast Food lief in Österreich im Jahr 2018 so gut wie schon lange nicht. Imbissstände geraten gegenüber der Systemgastronomie aber immer mehr in die Defensive, zeigen aktuelle Daten von Branchenradar.com.

Inlandstourismus: 11 Prozent mehr Übernachtungen als im April 2018

Im April 2019 gab es in Deutschland 40,4 Millionen Übernachtungen in- und ausländischer Gäste. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, war dies ein Plus von 11,0 Prozent gegenüber April 2018. Von Januar bis April stieg die Zahl der Übernachtungen um 4,0 Prozent auf 127,3 Millionen.

Übernachtungsrekord in der Schweizer Wintersaison 2018/2019

Die Hotellerie in der Schweiz verzeichnete in der touristischen Wintersaison (November 2018 bis April 2019) insgesamt 16,7 Millionen Übernachtungen und hat damit das beste Ergebnis seit der Wintersaison 2007/2008. Vor allem aus Amerika und Asien übernachteten mehr Gäste bei den Eidgenossen.

Europ Assistance Urlaubsbarometer 2019: Österreicher mit höchster Reisefreude in Europa

70 Prozent der Österreicher planen einen Sommerurlaub – so viele wie nie zuvor und in keinem anderen Land. Damit zählt Österreich laut dem 19. Urlaubsbarometer der Europ Assistance zu den reisefreudigsten Ländern. An der repräsentativen Studie zur Reiseplanung 2019 haben 12.000 Befragte in zehn europäischen Ländern teilgenommen.

Statista mit umfassenden Marktdaten für online gebuchte Reisen

Statista, ein Anbieter für Markt- und Konsumentendaten, hat den Reisemarkt im Internet unter die Lupe genommen und eine Vielzahl von Grafiken zum Thema „eTravel“ erstellt. Laut Statista eTravel Market Report steigt der weltweite Umsatz mit Online-Reisebuchungen in den nächsten Jahren kontinuierlich an. Die Analysten rechnen mit einem jährlichen Zuwachs von 9,3 Prozent.

Expedia-Fußball-Studie: Zwei Drittel aller Reisenden planen Urlaub für Sportereignisse

Echte Sportfans dürfte das Ergebnis der Fußballreisestudie von Expedia kaum überraschen: 68 Prozent aller Fußballfans haben mindestens einmal ihren Urlaub um ein Sportereignis herum geplant. Fast die Hälfte gab an, Urlaub schon einmal umgebucht zu haben, um ein Spiel nicht zu verpassen. Die Studie nennt auch Fußballreise-Mekkas und beliebte Reisebegleiter.

Dehoga veröffentlicht Zahlenspiegel zum Gastgewerbe im 1. Quartal

Auch für das 1. Quartal 2019 hat der Dehoga wieder die wichtigsten wirtschaftlichen Kennzahlen aus Hotellerie und Gastronomie in seinem aktuellen Zahlenspiegel zusammengestellt. Dieser gibt unter anderem Auskunft über die aktuelle Umsatz- und Beschäftigungsentwicklung im Gastgewerbe.

Tourismusbarometer von Deloitte und ÖHV: Die Stimmung im Tourismus bleibt positiv, aber der Höhenflug ist vorbei

Das Tourismusbarometer 2019 von Deloitte und ÖHV verzeichnet eine positive, aber abgeflaute Stimmung unter Österreichs Tourismusunternehmern. Mehr als zwei Drittel der Betriebe erwarten ein Umsatzwachstum. Aber der chronische Fachkräftemangel und die Bürokratie belasten die Ertragskraft und Wachstumschancen der Branche.

Einstiegsgehälter 2019: Restaurantfachleute und Köche in den Flop-10

In welchen Berufen locken nach der Ausbildung Top-Gehälter? Kleine Spoilerwarnung: Das Gastgewerbe ist es nicht. Laut einer aktuellen Auswertung von Gehalt.de beziehen Bankkaufleute das höchste Einstiegsgehalt. Das niedrigste Einkommen erhalten hingegen Friseure. Doch auch Refas und Köche landeten in den Flop-10.

Weltweites Ranking: Die teuersten Städte und lebenswertesten Städte der Welt

Kurztrip, Abendessen, Kinokarten, Getränke, Taxi, Miete: Zum achten Mal hat Deutsche Bank Research die Preise und Lebensstandards in den Ländern und Städten der Welt untersucht. San Francisco ist die Stadt mit den höchsten Einkommen, Zürich bleibt Spitzenreiter bei der Lebensqualität. Deutsche Städte fallen ab.

Milliarden-Verlust und enttäuschte Anleger bei Reiseveranstalter Thomas Cook

Der britische Reiseveranstalter Thomas Cook muss schlechte Zahlen verdauen. Wie unter anderem das Handelsblatt berichtet, verbuchte der Konzern im Winterhalbjahr bis Ende März einen Nettoverlust von 1,5 Milliarden britischen Pfund. Gründe für die miesen Zahlen waren vor allem der bevorstehende Brexit sowie eine Sonderabschreibung.

Gastgewerbeumsatz im März 2019 real um 1,6 Prozent höher als im März 2018

Das Gastgewerbe in Deutschland setzte im März 2019 real (preisbereinigt) 1,6 Prozent mehr um als im März 2018. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stieg der Umsatz nominal (nicht preisbereinigt) um 3,1 Prozent.

StepStone-Umfrage: Diese 5 Faktoren machen aus Mitarbeitern perfekte Teamplayer

Die meisten Menschen arbeiten heute in Teams. Folgerichtig wird in nahezu allen Jobs Teamfähigkeit verlangt. Aber was heißt es eigentlich, teamfähig zu sein? Die Online-Jobplattform StepStone ​​​​​​​hat 14.000 Fach- und Führungskräfte und 2.000 Personalverantwortliche in Deutschland gefragt.

Statistisches Bundesamt: Weniger Überachtungen im März 2019

Im März 2019 gab es in den Beherbergungsbetrieben in Deutschland 33,0 Millionen Übernachtungen in- und ausländischer Gäste. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, war dies ein Minus von 0,4 Prozent gegenüber März 2018.