Drei neue Coronavirus-Fälle in Bayern - Bitte an Urlaubsrückkehrer

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In Bayern gibt es drei weitere Coronavirus-Fälle. Es handele sich um Patienten aus Oberbayern, teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Samstagabend mit. Details zu den Fällen würden am Sonntag bekannt gegeben. Die drei neuen Infektionen wurden nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bis zum späten Samstagnachmittag bestätigt. Aktuell gibt es nach Angaben des Ministeriums damit insgesamt vier bestätigte Krankheitsfälle im Freistaat.

Unterdessen wird befürchtet, dass Urlauber, die in den Faschingsferien ins Ausland verreist sind, nun infiziert zurückkehren könnten. Bayerns Gesundheitsministerium hat aus Anlass des Endes der Ferien insbesondere zurückkehrende Italienurlauber zu besonderer Vorsicht aufgefordert. Wer einen begründeten Verdacht auf eine Infektion habe, solle sich telefonisch an seinen Hausarzt wenden, teilte das Ministerium am Samstag mit.

Ein begründeter Verdachtsfall bestehe bei Menschen, die Symptome haben und sich vorher in einem Risikogebiet aufgehalten haben. «Wer in Italien mit einem Coronavirus-Erkrankten persönlichen Kontakt hatte, sollte sich umgehend an sein Gesundheitsamt wenden», betonte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU).

Schüler aus Risikogebieten sollen zu Hause bleiben

Schüler, die in den vergangenen beiden Wochen in einem der ausgewiesenen Risikogebiete waren, sollen auch ohne Symptome am Montag, dem ersten Schultag, nicht in die Schule kommen und vorläufig dann zu Hause bleiben. Die Schule sei darüber zu informieren, teilte das Kultusministerium mit. «In diesem Fall gilt die Nichtteilnahme am Unterricht als entschuldigt», hieß es. Als Risikogebiet gelten in Italien unter anderem die Lombardei sowie verschiedene Regionen in China, Südkorea und dem Iran.

Ähnliche Maßnahmen gelten auch an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt. Nach Angaben der Hochschule sollen Mitarbeiter oder Studenten, die nach dem 14. Februar in den Risikogebieten waren, sich bei der Hochschule melden und nach der Rückkehr für zwei Wochen von zu Hause aus arbeiten.

In den vergangenen Wochen waren bereits 14 positiv getestete Covid-19-Patienten in Bayern registriert worden. Alle standen im Zusammenhang mit dem Autozulieferer Webasto aus Gauting-Stockdorf in der Nähe Münchens. Der letzte dieser Coronavirus-Patient war aber bereits auskuriert aus dem Krankenhaus entlassen worden. Bei Webasto war im Januar eine Mitarbeiterin aus China zu Besuch, die das Virus in sich trug. Kollegen und teils deren Angehörige infizierten sich.

Am Donnerstag war dann ein neuer Fall in Mittelfranken bekannt geworden. Der Mann wird im Universitätsklinikum Erlangen stationär behandelt. Er hatte in Deutschland Kontakt mit einem Italiener, der nach seiner Rückkehr nach Italien positiv getestet wurde.

Nur mit telefonischer Anmeldung

Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns betonte nochmals, dass Patienten mit Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion keine Arztpraxis oder Krankenhaus-Notaufnahme ohne telefonische Anmeldung aufsuchen sollten. Sie sollten den Ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117 anrufen.

Die meisten Sars-CoV-2-Infizierten haben nur eine leichte Erkältungssymptomatik mit Frösteln und Halsschmerzen oder gar keine Symptome. 15 von 100 Infizierten erkranken laut Robert Koch-Institut schwer. Sie bekommen etwa Atemprobleme oder eine Lungenentzündung. Nach bisherigen Zahlen sterben ein bis zwei Prozent der Infizierten, weit mehr als bei der Grippe.

(dpa)


 

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