EU-Vergleich: Nur in Italien ist Alkohol noch günstiger als in Deutschland

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Alkoholische Getränke sind in Deutschland so billig wie sonst kaum irgendwo in Europa. Die Preise für Wein, Spirituosen oder Bier liegen mit 86 Prozent deutlich unter dem Durchschnittswert der Europäischen Union, wie das Statistische Bundesamt anlässlich des «trockenen Januars» berichtet. In diesem Monat verzichtet eine zunehmende Zahl von Menschen auf Alkoholkonsum. 

Noch billiger als in Deutschland waren die alkoholhaltigen Drinks europaweit nur noch in Italien. In Finnland mussten Konsumenten mit 210 Prozent mehr als Doppelte des EU-Durchschnittswerts bezahlen. Auf den Plätzen folgen Dänemark (123 Prozent) und Belgien (113 Prozent). 

Bei Getränken ohne Alkohol lagen die Preise in Deutschland 2 Prozent über dem EU-Schnitt. Spitzenreiter war hier Lettland mit einem Preisaufschlag von 46 Prozent, was unter anderem auf die dort erhobene Zuckersteuer zurückzuführen ist. Am günstigsten waren die Getränke wiederum in Italien. 

Pro-Kopf-Konsum sinkt

Nach älteren Zahlen der Weltgesundheitsorganisation WHO ist der Alkoholkonsum in Deutschland vergleichsweise hoch. Im Jahr 2022 hat jeder Bürger ab 15 Jahren im Jahr 11,2 Liter reinen Alkohol getrunken – das entspricht umgerechnet 448 Halbliter-Gläsern Bier. Zehn Jahre zuvor war es noch ein Liter reiner Alkohol mehr. 

Europaweit liegt Deutschland damit gemeinsam mit Frankreich und Portugal auf Platz neun. In Rumänien wurden 17,1 Liter reiner Alkohol pro Kopf getrunken. Es folgten Lettland (14,7 Liter) und Tschechien (13,7 Liter). Zurückhaltender waren die Menschen in den Mittelmeerländern Griechenland (7,0 Liter pro Kopf), Malta (6,2 Liter) und Zypern (5,2 Liter). (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Nach Einschätzung der Forscherin Johanna Böttcher von der Universität Vechta zeigen deutsche Konsumenten Interesse an Fisch aus dem Labor. Entscheidend über die Akzeptanz seien unter anderem Geschmack, Geruch und Textur sowie der Preis, sagte Böttcher vor Beginn eines Fischwirtschaftsgipfels in Hamburg. 

Trotz Elternstolz: Gehören Kinder in den Lebenslauf? Manche Mütter und Väter befürchten Nachteile im Bewerbungsprozess. Wann sollte man rechtlich gesehen beim Arbeitgeber Kinder erwähnen?

Der Pro-Kopf-Verbrauch von Eiern in Deutschland hat 2024 einen neuen Höchststand erreicht. Gleichzeitig ist auch der Konsum von Geflügelfleisch im Vergleich zu den Vorjahren merklich gestiegen. Diese Daten stehen im Kontext einer stabilen heimischen Produktion, die jedoch weiterhin durch die sich ausbreitende Geflügelpest beeinflusst wird.

Obwohl fast die Hälfte aller Erwerbstätigen in Deutschland Frauen sind, sind nur 29,1 Prozent der Führungspositionen weiblich besetzt. Warum hinkt Deutschland hinterher?

Verlangen Arbeitnehmende beim Ausscheiden aus dem Job ein Arbeitszeugnis, kann es sein, dass es heißt: «Schreiben Sie doch bitte selbst etwas!» Ist das erlaubt - und wie geht man vor?

Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten im deutschen Gastgewerbe hat im August 2025 einen historischen Höchststand erreicht. Laut den jüngsten, von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlichten Daten, sind nun 1.122.500 Menschen in diesem Sektor sozialversicherungspflichtig tätig.

Die Bundesregierung hat eine unbürokratische Verlängerung der Aufenthaltstitel für Geflüchtete aus der Ukraine beschlossen. Die entsprechende „Zweite Verordnung zur Änderung der Ukraine-Aufenthaltserlaubnis“ wurde am 27. Oktober 2025 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht.

Die Zahl der jungen Menschen, die eine Ausbildung im Gastgewerbe anstreben, ist erneut gestiegen. Bis Ende September 2025 meldeten sich 3,5 Prozent mehr Bewerberinnen und Bewerber bei den Arbeitsagenturen als im Vorjahreszeitraum. Dies geht aus den kürzlich veröffentlichten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit hervor.

Der Mindestlohn steigt zum 1. Januar 2026 auf 13,90 Euro und anschließend zum 1. Januar 2027 auf 14,60 Euro. Der DEHOGA Bundesverband hat die daraus resultierenden Effekte, insbesondere auf die Arbeitsverhältnisse im Gastgewerbe, analysiert und bewertet.

Softwareplattformen und Finanzexperten schlagen Alarm: Die Nutzung Künstlicher Intelligenz hat zu einem signifikanten Anstieg ultrarealistischer, gefälschter Spesenbelege in Unternehmen geführt. Während Spesenbetrug kein neues Phänomen ist, ermöglichen es aktuelle KI-Modelle, täuschend echte Fälschungen ohne technische Vorkenntnisse zu erstellen.